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Verjährungsfrist für Straftaten

07.02.2008 10:13 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
A ist selbstständig und war zusammen mit einem Kollegen einen Auftrag erfüllen. Von diesem Auftraggeber hat A bis heute kein Geld erhalten, was auch dem Kollegen bekannt ist. Vor fast drei Jahren hat dieser Kollege ein „Schlägertrupp“ zu uns geschickt, welche in die Wohnung eindrangen, uns erpressten und bedrohten sowie diverse Gegenstände mitgenommen haben. Zum Glück sind diese „Leute“ nicht handgreiflich geworden, weil sie nicht erwartet haben, dass eine Frau mit in der Wohnung wohnt. Obwohl sie eindeutig drohten, das nächste Mal keinen Unterschied zwischen Frau oder Mann zu machen. Wir haben damals keine Anzeige gemacht. Nun ist bekannt, dass dieser Kollege sich schon wieder nach A erkundigt und seinen Wohnsitz ausfindig gemacht hat. Bis jetzt weiß der Kollege nur den Wohnort und noch keinen Straßennamen, was ja aber nicht schwer rauszubekommen ist (zwischenzeitlich ist A umgezogen). Ich habe seit dem wieder Angst und fühle mich bedroht und meines Lebens nicht mehr sicher. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn dieser Kollege wieder einen „Schlägertrupp“ losschickt, dass es diesmal zu Handgreiflichkeiten kommen wird. Ich will jetzt diesen Kollegen und eine weitere beteiligte Person (welcher Name mir bekannt ist) bei der Polizei anzeigen, obwohl mir nach drei Jahren nicht mehr alle Einzelheiten im Gedächtnis sind. Ich möchte gerne von Ihnen wissen, ab wann eine Verjährung für diese Straftat eintritt oder alles ruhen zu lassen, in der Hoffnung, dass keine ungebetenen Gäste an der Tür klingeln.
Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Die Frist, in der eine Straftat verjährt, richtet sich gemäß § 78 StGB danach, wie hoch das Strafhöchstmaß der Straftat ist. Die geringste Verjährungsfrist beträgt dabei 3 Jahre, § 78 III Nr. 5 StGB .
Da in dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt mehrere Straftaten in Betracht kommen – u.a. schwerer Hausfriedensbruch, Wohnungseinbruchsdiebstahl, Nötigung, Raub etc. – und mehrere dieser Straftaten im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr bis fünf Jahren oder sogar mehr bedroht sind, liegt in diesen Fällen noch keine Verjährung vor; eine Verjährung tritt also bei den meisten in Ihrem Fall in Betracht kommenden Straftaten frühestens nach fünf Jahren ein.
Eine Anzeige ist auch nicht sinnlos, denn die Strafverfolgungsbehörden werden auch bei länger zurückliegenden Fällen ermitteln.

Ich hoffe, daß meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)


§ 78 StGB
Verjährungsfrist

(1) Die Verjährung schließt die Ahndung der Tat und die Anordnung von Maßnahmen (§ 11 Abs. 1 Nr. 8) aus. § 76a Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 bleibt unberührt.

(2) Verbrechen nach § 211 (Mord) verjähren nicht.

(3) Soweit die Verfolgung verjährt, beträgt die Verjährungsfrist
1. dreißig Jahre bei Taten, die mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedroht sind,
2. zwanzig Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als zehn Jahren bedroht sind,
3. zehn Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als fünf Jahren bis zu zehn Jahren bedroht sind,
4. fünf Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren bedroht sind,
5. drei Jahre bei den übrigen Taten.

(4) Die Frist richtet sich nach der Strafdrohung des Gesetzes, dessen Tatbestand die Tat verwirklicht, ohne Rücksicht auf Schärfungen oder Milderungen, die nach den Vorschriften des Allgemeinen Teils oder für besonders schwere oder minder schwere Fälle vorgesehen sind.

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