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Verfahren wg Körperverletzung wurde eingestellt, nun plötzlich Schadensersatzforderungen


27.04.2006 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Hallo.
Ich wurde letztes Jahr wegen Körperverletzung angeklagt.Ich wurde von ihm mit einem Gegenstand angegriffen.Dies haben mehrere Leute gesehen und dann kam es zu einer Schlägerei. Er hat dann meinen Namen erfahren und mich angezeigt. beide mitte zwanzig
Diese Anklage wurde aber wegen Mangels öffentlichen Interesse vom Staatsanwalt abgewiesen.
Der Urteilsspruch war anfang des Jahres.
Jetzt (Ende April) hat sein Vater mich wegen Zahlung von Krankheitstagen die er im eigenen Betrieb nicht leisten konnte auf einen Betrag x angezeigt. Denn Betrag x soll ich bis in einer Woche bezahlen sonst werden Gerichtliche schritte eingeleitet, er hat einen Anwalt genommen und von ihm kam auch der Brief.
Ich habe mit der Sache nichts zu tun und werde den Betrag auch nicht Bezahlen, oder liege ich da falsch. Bitte erklären sie mir was ich machen soll. Danke

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte:

Um Schadensersatz oder Schmerzensgeld von Ihnen fordern zu können, muss man Ihnen in diesem Fall nachweisen, dass Sie eine andere Person verletzt haben, ohne dass hierfür ein Rechtfertigungsgrund (z.B. Notwehr) bestand.

Nach Ihrer Schilderung lag jedoch eine Notwehrsituation vor, da Sie angegriffen wurden und sich somit gegen diesen Angriff verteidigen durften.

Aufgrund Ihrer Schilderung und der sich daraus ergebenden Rechtslage sehe ich keinen Grund, außergerichtlich eine Zahlung zu leisten.

Sie haben nun zwei Möglichkeiten. Entweder Sie beauftragen sofort einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen, um ein Klageverfahren eventuell zu vermeiden. Kommt es zur außergerichtlichen Streitbeilegung, müssten Sie dafür allerdings die Kosten tragen.

Oder Sie warten bis die Gegenseite Klage erhebt. Gewinnen Sie im Klageverfahren, müsste die Gegenseite auch Ihre Anwaltskosten tragen.

Nur der Vollständigkeit halber: falls Sie sofort einen Anwalt beauftragen, es aber trotzdem zur Klage kommt und Sie gewinnen, sind auch die außergerichtlichen Anwaltskosten von der Gegenseite zu tragen.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung ermöglicht zu haben und stehe für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.04.2006 | 15:18

Hallo ich möchte nur noch wissen.
die anklage wurde gegen mich fallen gelassen,warum kann mann mich jetzt wegen diesem deliktes nochmals anzeigen? die anklage war mitte letztes jahr und der freispruch durch den staatsanwalt anfang des jahres. ich habe also laut dem schreiben vom staatsanwalt mit der sache nichts zu tun und die andere partei macht immer noch auf irgend welche geld forderungen mit einer anzeige auf sich aufmerksam. was soll ich jetzt machen ich habe ihre antwort nicht genau verstanden.ich bin doch unschuldig.
vielen dank für ihre mühen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.04.2006 | 16:58

Sehr geehrter Fragesteller,


Sie müssen zwischen dem strafrechtlichen und dem zivilrechtlichen Vefahren unterscheiden. Dass Staatsanwaltschaft und Gericht stellvertretend für den Staat Sie nicht bestrafen wollen und können, heisst nicht, dass das "Opfer" oder ein anderer Geschädiger nicht zumindest versuchen darf, in einem Zivilverfahren Schmerzensgeld, Schadensersatz oder ähnliches zu fordern.

Straf- und Zivilverfahren existieren insoweit nebeneinander. Allerdings hat die Entscheidung der Staatsanwaltschaft für das Zivilverfahren einige Indizwirkung.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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