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Wie ist auf eine Forderung von Schmerzensgeld durch Anwalt des Opfers einer Körperverletzung zu reag

| 31.01.2008 01:49 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Mein Sohn ( 16 )wollte nach einem Volksfestbesuch mit dem Bus
nach Hause fahren.Beim Einstieg gab es Gedrängel worauf er mit
dem Spruch :"Schiebt nicht so ihr Arschlöcher"reagierte.
Daraufhin faßte ihn ein 21jähriger grob ins Gesicht.
Mein Sohn schlug darauf hin zurück - der Bruder des Kontrahenten (23)
mischte sich ein und prügelte auf Sohn ein.Mein Sohn drehte in Panik
durch-Folge der 21 jährige mußte 3 Tage stationär behandelt werden,(Attest liegt vor) der 23 jährige verprügelte jedoch Sohn ( Attest liegt ebenfalls vor )
Alles ist polizeilich aufgenommen.Mein Sohn wurde angezeigt. Beide Seiten benennen nun Zeugen zu ihren Gunsten.Gegenanzeige wurde erstattet.
.Es ist noch keine Klage von der Staatsanwaltschaft erhoben worden nur polizeiliche Vernehmung.
Jetzt bekam mein Sohn einen Brief von einer Anwaltskanzlei
mit dem Text ( Kurzfassung ):
Sie haben bis zum 14.02.zu zahlen vorläufig 1000€ Schmerzensgeld
Sie haben zu zahlen 20 € Attest -Sie haben zu zahlen Anwaltskosten 170 €

Nun zur Frage : Sollen wir auf dieses Schreiben reagieren?
Mich stört auch der Wortlaut "Sie haben zu zahlen"
Ist dies zuläßig ohne gesicherte Schuldfeststellung einem 16 jährigen einen Brief zu schicken ,der ihm suggeriert er sei schon
verurteilt.
Nicht gestörrt hätte mich : Wir Fordern
Guter Versuch -O.K-

Vielen Dank


Sehr geehrter Ratsuchender,



vielleicht hätte man die Wortwahl etwas anders fassen können, rechtlich ist es jedoch kaum zu beanstanden.

Denn Sie führen ja selbst aus, dass Ihr Sohn geschlagen hat und dieses stellt nun einmal eine Körperverletzung dar, die zum Schadensersatz berechtigt.

Darauf, ob Ihr Sohn strafrechtlich verurteilt worden ist, kommt es bei dieser zivilrechtlichen Forderung nicht an; weitere zivilrechtliche Forderungen von der Krankenkasse werden sicherlich noch folgen.

Kommt es ZUSÄTZLICH noch zu einer strafrechtlichen Verurteilung, könnte sich dieses allenfalls auf die HÖHE des Schmerzengeldes auswirken.


Hier sollten Sie und Ihr Sohn sich also darauf einrichten, Zahlungen leisten zu müssen. Ob die Höhe so angemessen ist, läßt sich nicht abschließend ohne Kenntnis der Verletzungen klären, deutlich überzogen erscheint sie allerdings nicht.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2008 | 09:52

Hallo Frau True-Bohle,
ich sehe eigentlich eher Notwehr da er zuerst körperlich(grober Griff ins Gesicht),angegriffen wurde.
Muß / soll ich auf das Anschreiben reagieren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2008 | 10:26

Sehr geehrter Ratsuchender,

eine Notwehrsituation liegt hier mE schon deshalb nicht vor, da der Sohn ja die Möglichkeit gehabt hätte, einfach wegzugehen. Es ist leider ein Irrglaube, dass man dann bei einem Angriff zurückschlagen dürfte.

Jedoch selbst wenn Sie eine Notwehrsituation konstruieren wollen, läge dann ein Notwehrexzess vor, da der "Gegner" immerhin drei Tage im Krankenhaus gewesen ist, so dass der Sohn sicherlich nicht das geringste Gegenmittel eingesetzt hat.

An der Haftung gibt es daher keinen Zweifel, so das Zahlungen zu erfolgen haben. Für eine Notwehr wäre Ihr Sohn auch voll beweispflichtig. Da es hier aber wohl auf beiden Seiten Zeugen gibt, wird er den Beweis nicht führen können, so dass der Enwand der Notwehr fehlschlagen wird.

Reagieren sollten Sie also, da ansonsten mit einer noch teueren Klage zu rechnen sein dürfte. Hier können Sie darum bitten, den Ausgang des Strafverfahrens (dieses ist losgelöst vom Zivilverfahren zu betrachten) abzuwarten, eine geringere Summe anbieten oder es auf eine Klage ankommen lassen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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