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Urheberrechtsverletzung?

19.10.2012 03:54 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


21:25
Hallo frag-einen-Anwalt.de Team,


ich bin selbständiger Grafiker (erfolgreich die Ausbildung zum Mediengestalter absolviert) mit Gewerbeschein. Im Jahr 2011 habe ich eine Webseite für eine Fahrschule Designt und Programmiert. Für das Personal und die Fahrschule mussten Bilder mit einer Spiegelreflexkamera aufgenommen werden. Deshalb fragte ich den Bruder meiner damaligen Ex-Freundin, ob er nicht Lust hätte die Bilder zu schießen.

Da er keinerlei richtige Ausbildung hat als Fotograf und auch sein Kommunikationsstudium nicht beendet hat; sich aber sehr stark mit der Materie Fotografie beschäftigt. Fragte ich Ihn ob er Lust hätte vielleicht für die Fahrschule ein Paar Fotos zu schießen, dafür würde ich Ihm helfen seine eigene Webseite mit zu gestalten und Ihm bei der Programmierung etwas zu helfen. Ohne einen wirklichen schriftlichen Auftrag von mir erstellte er die Fotos und händigte mir dann die Fotos aus. Damit für Ihn die Arbeit nicht Umsonst war und ich Ihn auf irgend eine Weise trotzdem honorieren wollte, gab ich Ihm freiwillig 200€ aus meiner eigenen Brieftasche auf die Hand. Er hat mir weder eine Rechnung geschrieben oder sonstiges, es wurde alles auch nur mündlich besprochen und nicht Vertraglich festgehalten.

Die erstellten Fotos habe ich dann selber Retuschiert und in die Webseite integriert.
Er fragte mich zusätzlich ob ich seinen Namen auf der Webseite der Fahrschule im Impressum hinterlegen kann, darauf antwortet ich Ihm dass es schwierig wäre, da es ja dann für Ihn "Schwarzarbeit" wäre und die 200€ hätte er versteuern müssen. Ich war mir nicht sicher ob er bis dato schon einen Gewerbeschein hatte.

Mit seiner eigenen Webseite sind wir gar nicht voran gekommen, da er mir nicht genug ausführliche Informationen oder Ideen gab und von seiner Seite auch nichts mehr kam.
Als ich Ihm fragte was jetzt mit der Webseite sei für Ihn, antwortet er dass er jetzt schon selber eine gemacht hat.

Heute bekam ich eine E-Mail von Ihm:

"wie ich eben feststellen musste hast Du leider bis heute Dein Versprechen, die von mir gemachten und bearbeiteten Bilder (26 Stück) auf der Webseite: www.XXXX.de , mit meinem Namen zu verlinken nicht eingehalten.
Im Impressum der Seite bin ich ebenfalls nicht als Fotograf aufgeführt. Auf Deiner eigenen Webseite gibst Du zu dem FotoDesign als eigene Leistung an.

Ich möchte Dich auf meine AGB´S (findest Du auf meiner Webseite) hinweisen:

5.4. Bei jeder Bildveröffentlichung ist der Bildautor als Urheber zu benennen. Die Benennung muss beim Bild erfolgen.
8.5. Unterbleibt bei einer Bildveröffentlichung die Benennung des Bildautors (Ziffer 5.4.) oder wird der Name des Bildautors mit dem digitalen Bild nicht dauerhaft verknüpft (Ziffer 6.3.), so hat der Auftraggeber eine Vertragsstrafe in Höhe von 100 % des vereinbarten oder, mangels Vereinbarung, des üblichen Nutzungshonorars zu zahlen, mindestens jedoch 200,00 € pro Bild und Einzelfall. Dem Bildautor bleibt auch insoweit die Geltendmachung eines weitergehenden Schadensersatzanspruchs vorbehalten. Nachdem ich mir eine juristische Beratung geholt habe muss ich Dir mitteilen: Was Du da machst ist eine klare Urheberrechtsverletzung. Die Seite ist bereits seit einem Jahr online.
Für meine Arbeit ist die mit Dir vereinbarte Gegenleistung in Form der Erstellung einer Internetseite ebenfalls nicht erfolgt. Ich möchte Dich bitten die namentliche Kennzeichnung bis Montag, den 22.10.2012 nachzuholen. Für den Zeitraum seit Veröffentlichung der Webseite bis heute mache ich eine Schadensersatzforderung geltend.
Diese findest Du im Anhang dieser Mail."

Anhang:
Sehr geehrter Herr XXXX,

für die Nutzung von 26 von mir erstellten und bearbeiteten Fotoaufnahmen für Ihren Kunden XXXXXX auf der Webseite www.XXXX.de ohne Namensnennung des Urhebers stelle ich Ihnen den folgenden Betrag in Rechnung :
Pauschal 1200,00 Euro
____________________________
Gesamtbetrag 1200,00 Euro
Bitte überweisen Sie mir den ausstehenden Betrag bis zum 25.10.2012 auf das folgende.

Jetzt bin ich geschockt und zudem enttäuscht von diesem Menschen und denke, dass er im Moment auch Geldprobleme hat.

Meine Frage ist ob ich das jetzt Zahlen soll und wie ich mich jetzt verhalten soll?
Dazu kommt noch das die Fahrschule mir letzte Woche schon Neue Bilder gegeben hat, da Sie die Bilder scheiße fanden und ich die Neuen Bilder auf der Webseite tauschen soll. Dann wären gar keine Bilder mehr von Ihm auf der Webseite.
19.10.2012 | 05:10

Antwort

von


(1127)
Kurfürstendamm 70
10709 Berlin
Tel: 03036445774
Web: http://www.rechtsanwalt-weber.eu
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Sie sollten die Bilder umgehend und auf jeden Fall vor dem 22.10.2012 gegen die neuen Bilder austauschen.

Die Gegenseite hat nur dann Anspruch auf Schadensersatz, wenn er beweisen kann, daß er die Fotos gemacht hat. Wenn er das nicht beweisen kann, können Sie die Rechnung ignorieren.

Wenn er es beweisen kann, sollten Sie ihm gegenüber zwar Zahlungsbereitschaft signalisieren, aber die Höhe der Rechnung bestreiten. Die AGB-Klausel ist in der von Ihnen wiedergegebenen Form unwirksam, da Ihnen darin nicht die Möglichkeit gegeben wird, einen geringeren Schaden nachzuweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Rückfrage vom Fragesteller 19.10.2012 | 09:45

Sehr geehrter Herr Weber,


erstmal vielen Dank für diese zügige Antwort.

Beweisen könnte Er das ja vielleicht, da Er ja von der Fahrschule und auch von den Mitarbeitern Fotos gemacht hat und wahrscheinlich die auch auf seinem Rechner noch gespeichert hat. Er hatte mir die Fotos ja nur per USB-Stick gegeben.

Ich möchte einfach vermeiden das so etwas vor Gericht geht und Er damit durch kommen könnte. Und mein Kunde (Fahrschule) dann noch gegen Ihn aussagen muss oder involviert wird. Dann hätte ich diesen Kunden nach so einer Aktion verloren. Zudem wurde er ja von mir Honoriert ohne das er überhaupt eine geschriebene Rechnung eingereicht hat (Schwarzarbeit) und auch zu allem nicht Vertraglich festgehalten wurde.

Die Fotos habe ich jetzt komplett getauscht. Sprich es sind keine Fotos mehr vom Bruder meiner Ex auf der Webseite zu sehen.

Seit der erhaltenen E-Mail antwortet er nicht auf meine Anrufe.

Wie kann ich mich jetzt komplett von den Vorwürfen schützen, so dass es jetzt ein für alle mal aus der Welt geschafft ist und welche Optionen habe ich überhaupt gegen Ihn vorzugehen, falls es wirklich zur Anklage kommt.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.10.2012 | 21:25

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Problem ist, das Sie nicht bzw. nur schwer beweisen können, dass Sie ihn bezahlt haben.

Eine Zeugenvernahme des Kunden können Sie verhindern, indem Sie bereitwillig zugeben, dass Sie die Bilder verwendet haben.

Ihre beste und wohl einzige Chance besteht darin, sich mit dem Fotografen über die Höhe der Zahlung zu vergleichen.

Wenn es zur Klage kommt, können Sie nur schwer gegen ihn vorgehen, da Sie eine mündliche Absprache und eine Barzahlung nicht bzw. nur schwer beweisen können.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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