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Unplausibel hohe Kosten nach KFZ-Schaden, Versicherung verweigert Erläuterung

| 10. Oktober 2022 20:03 |
Preis: 45,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe beim rückwärts Ausparken ein anderes Auto touchiert und dabei an diesem ein paar Kratzer verursacht (aber keine Beulen oder schlimmeres). Auf Wunsch des Unfallgegners wurde die Polizei hinzugezogen. Diese hat den Schaden aufgenommen, aber darauf hingewiesen, dass solche Bagatellschäden heutzutage die KFZ-Versicherungen untereinander klären.
Nachdem der Schaden nun durch meine Versicherung reguliert wurde, wollte ich diesen zurückkaufen, um meine Schadensfreiheitsklasse zu retten. Meine Versicherung meinte, dass sie für den Schaden fast 5000€ bezahlt hat. Bei der Höhe lohnt der Rückkauf des Schadens dann doch nicht mehr.
Da mir die Kosten etwas unplausibel bzw. zu hoch vorkommen, habe ich meine Versicherung nach einer Rechnung oder Kostenaufstellung gefragt, anhand der man nachvollziehen kann, warum die Kosten so hoch sind. Diese hat mir die Versicherung allerdings mit der Begründung "Datenschutz" verweigert, mit einem Hinweis, dass das nicht nur Reparatur-, sondern auch Gutachter- und Anwaltskosten sein können. Aber selbst dafür erscheint mir die Summe zu hoch.

Meine Frage ist nun: Muss ich die hohen Kosten bzw. Reduzierung meiner SF-Klasse einfach hinnehmen oder habe ich eine Möglichkeit, die Kosten nachzuvollziehen und im Optimalfall sogar noch zu schmälern? Da ich keine Rechtsschutzversicherung habe: Lohnt es sich überhaupt, darin weiter Geld und Mühe zu stecken oder würden die Anwaltskosten den eventuellen Nutzen übersteigen?

10. Oktober 2022 | 20:51

Antwort

von


(1277)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Die Rechtsprechung zu der geschilderten Problematik ist uneinheitlich.

Das Amtsgericht Singen hat in seinem Urteil vom 08.06.2012 (Aktenzeichen 3 C 15/12) einen Anspruch des Versicherungsnehmers gegen seinen Vertragspartner, also gegen den Versicherer, bejaht.

Diese Auffassung halte ich für richtig, da die Höhe der Schadenregulierung für Sie bedeutsam ist, weil Sie in Erwägung ziehen, den Schaden selbst zu zahlen, um nicht in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft zu werden.


2.

Allerdings gebe ich zu bedenken, dass die meisten an einem Autounfall Beteilgten die Höhe des Schadens falsch einschätzen. Selbst kleine, kaum sichtbare Schäden erreichen schnell eine Höhe von 2.000 € und mehr.

Sodann muss man wissen, dass die Kfz-Haftpflichtversicherer heute äußerst restriktiv bei der Schadenregulierung vorgehen, um Kosten zu minimieren.

Der Geschädigte legt entweder einen Kostenvoranschlag oder ein Sachverständigengutachten zur Schadenhöhe vor. Die Versicherer lassen diese Unterlagen regelmäßig ihrerseits von einem Sachverständigen, z. B. CarExpert, prüfen. Fast immer werden dann die geltend gemachten Schäden gekürzt. Gezahlt wird nur, wenn der Schaden plausibell nachgewiesen wird.

Dann dürfen Sie nicht außer acht lassen, dass neben dem Schaden am Fahrzeug noch die Kosten für das vom Geschädigten eingeholte Gutachten und Rechtsanwaltsgebühren anfallen können.


3.

Vor diesem Hintergrund empfehle ich nicht, evt. gegen Ihren Versicherer vorzugehen. Die Gefahr, dass Sie nur Kosten zu Ihrem Nachteil produzieren, ist zu groß.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 11. Oktober 2022 | 13:18

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Herr Raab hat meine Frage verständlich (ohne unnötige juristische Fachsprache) und sehr ausführlich beantwortet. Die Antwort hat mich sogar über meine Erwartungen hinaus über den Sachverhalt aufgeklärt. Die "Freundlichkeit" kann nicht eingeschätzt werden, weil die Antwort (wie zu erwarten) sachlich ist. Die Antwort hat mir mit meinem weiteren Vorgehen sehr gut weitergeholfen.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11. Oktober 2022
5/5,0

Herr Raab hat meine Frage verständlich (ohne unnötige juristische Fachsprache) und sehr ausführlich beantwortet. Die Antwort hat mich sogar über meine Erwartungen hinaus über den Sachverhalt aufgeklärt. Die "Freundlichkeit" kann nicht eingeschätzt werden, weil die Antwort (wie zu erwarten) sachlich ist. Die Antwort hat mir mit meinem weiteren Vorgehen sehr gut weitergeholfen.


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