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Sorgfaltspflicht Versicherung

| 21.03.2015 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Zusammenfassung:

Der Haftpflichtversicherung steht bei der Unfallregulierung ein Ermessensspielraum zu. Der Schadenfreiheitsrabatt kann nur bei Überschreitung des Ermessens erhalten werden. Die Regulierung trotz technischer Unmöglichkeit der Unfallbeteiligung kann hierzu führen.

Vor einen Jahr musste ich einen Autofahrer (der vor mir an der Ampel war) wachhupen da sein PKW zurückrollt. Zu einer Berührung kam es nicht. Jeder fuhr danach seines Weges.

4 Tage später entdeckte er einen nicht zu übersehenden Schaden an der Heckstoßstange und zeigte mich bei der Polizei an mit der Begründung ich wäre ihn aufgefahren und hätte diesen Schaden verursacht.

Die Prüfung der Polizei ergab dass sich der Schaden an einer Lage befindet, die nicht mit meinen PKW übereinstimmen kann. Auch wurden keine Lackspuren gefunden die zusammenpassen. Das Verfahren wurde daher ohne Auflagen eingestellt (§170 II StPO ).

Nun will der angeblich Geschädigte aber trotzdem den Schaden an seinen PKW erstattet bekommen (von meiner Versicherung). Leider werden Bagatellschäden (800€) nicht immer mit höchster Priorität geprüft.
Die Versicherung will den Schaden regulieren weil der angeblich Geschädigte seine Ehefrau als Zeuge benennt. Ich war alleine im Auto.
Das bedeutet das mein Schadenfreiheitsrabatt sich verändert.

Darf die Versicherung regulieren obwohl weder Lackspuren von meinen PKW gefunden wurden noch der Schaden mit meinen PKW übereinstimmt? Wie rette ich meinen Schadenfreiheitsrabatt?


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Haftpflichtversicherung hat bei der Regulierung der Schäden grundsätzlich einen weiten Ermessensspielraum. Dieser kann dann überschritten sein, wenn schutzwürdige Interessen des Versicherungsnehmers wie dessen Schadenfreiheitsrabatt beeinträchtigt werden.

Es kommt also darauf an, ob eine sachfremde Regulierung stattfindet. Hierfür spricht, dass eine Unfallbeteiligung Ihres Fahrzeuges technisch unplausibel ist. Ob dies allerdings dazu führt, dass die Regulierung sachfremd ist, kann nur anhand aller vorliegenden Informationen beurteilt werden. Es spricht einiges dafür. Sie sollten hier mit Hilfe eines Rechtsanwalts gegenüber der Versicherung auftreten.

Den Schadenfreiheitsrabatt können Sie bei einer erfolgten Regulierung im Wege des Schadensersatzes retten. Auch hierzu bedarf es jedoch einer eingehenden Beratung durch einen Rechtsanwalt. Gerne stehe ich Ihnen hierfür im Rahmen einer gesonderten Mandatierung zur Verfügung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 21.03.2015 | 12:14

Danke für die schnelle und ausführliche Antwrort. Kann ich denn meine KFZ-Versicherung verklagen weil diese meine schutzwürdigen Interessen nicht genügend berücksichtigt hat?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.03.2015 | 12:27

Gegen die Regulierung selbst können Sie sich nicht rechtlich, sondern höchstens auf informellem Wege wehren. Hinsichtlich Ihres Schadenfreiheitsrabattes können Sie den Versicherer auf Rückzahlung der infolge der ungerechtfertigten Hochstufung mehr gezahlten Beiträge und auf Feststellung, dass kein Versicherungsfall eingetreten ist, verklagen. Hierbei helfe ich Ihnen gerne.

Bewertung des Fragestellers 21.03.2015 | 12:29

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