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Unfallversicherung Infektion durch Zecke oder Tier-und Insektenstiche

02.06.2019 19:08 |
Preis: 55,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


Zusammenfassung: Wenn ein Leistungsfall eingetreten ist, muss der Versicherungsnehmer alle Angaben zu dem (hier Unfall in der Unfallversicherung) wahrheitsgemäß machen. Kenntnisse und Angaben des Versicherungsmaklers werden zugerechnet.

Sehr geehrter Jurist,
folgender Fall.
Ich habe einen Unfall gemeldet bei der Unfallversicherung; wie folgt sind die Bedingungen und meine Meldung mit Wortlaut im Anschreiben
Ich beziehe mich auf meine Versicherung mit der Nr. "Hinweis Versicherung und Absatz". Infektionen durch Tierbisse, Tierstiche oder sonstige Verletzungen
Info für Sie,
Wohlgemerkt habe ich die Dg. Lyme Borreliose, Neuroborreliose und Co Infektion von Zecken. Man muss allerdings wissen, dass diese auch durch Flöhe oder andere Insekten übertragen werden können, außer der Zecke.

Deswegen habe ich nie von Zeckenbiß gesprochen, sondern
U.a. im Beischreiben mein Text wie folgt: Den "Unfalltag" kann setze ich mit Nennung und Beginn der Symptome gleich. Mein Hausarzt meinte das sieht aus wie ein Stich; mir war aber bewusst keine Stichverletzung erinnerlich. Ich weiß nur, dass ich mit Flip Flops über einen Bauplatz in xy gelaufen bin und diesen besichtigt habe. Danach haben die Symptome und die Rötung angefangen. Der Beginn des Leidens und dieser speziellen Schmerzsymptomatik mit der Rötung am Zeigezeh und damit Beginn der Symptome und Erkrankung war der 29.09.2017 In diesem Moment ging ich davon aus, dass es sich um vorrübergehende Einschränkungen handeln die dann aber in eine Immunantwort ausgeufert sind und dem Terror gefühlt eines Chamäleons mit Entzündungen und Einschränkungen im ganzen Körper

Wohlgemerkt Fristen habe ich alle eingehalten

Dann zum Antrag und dem Faux-pas
Den Antrag musste ich von Hand ausfüllen; da Dokument nicht beschreibbar und habe auch dort nur von einer Infektion gesprochen. Mein Makler hat mir angeboten diesen auf ein beschreibbares Formular zu übertragen. Dies hat er gemacht und mir zur Unterschrift zugeschickt. Jetzt erst merke ich, dass ich -weil es mir da sehr schlecht ging- überlesen habe, dass er explizit von einem Zeckenbiss schreibt (in der Annahme, dass Borreliose und Co. Infektionen nur von dieser übertragen werden. Dies ist aber inhaltlich nicht richtig und auch habe ich nie gesagt im ganzen Schriftverkehr, dass ich von einer Zecke gebissen worden bin, weil ich diese nicht gesehen habe. Wie gesagt dies geht aus dem ganzen anderen an die Versicherung gehenden Schriftverkehr hervor. Nun habe ich heute alles abgeheftet und bin da drüber gestolpert. Es war für mich ein enormer Aufwand dies alles einzureichen, da erst später die Dg. gestellt wurde, nachdem ich durch die Immunreaktion darauf einen langen Leidensweg durchlaufen habe und in der Rheumatologie gelandet bin. Nun wird mich dieser Fehler des Maklers mit Übertrag in den Antrag doch nicht meine ganze Arbeit und die Aussicht auf Erfolg zunichte machen. Ich habe viel Geld in meine Gesundung investiert und möchte nur das was mir zusteht. Ich weiss nicht was ich tun soll, die Versicherung auf den Fehler aufmerksam machen oder ggf. abwarten und in einem Verfahren dann das klar stellen, wenn das überhaupt dann noch möglich ist. Der Antrag wurde so am 5. Mai abgegeben , wie gesagt wird nur darin von einem Zeckenbiss gesprochen. Der von mir ausgefüllte Antrag per Hand und die Mail an den Makler liegt mir noch vor. Bitte um Ihre Klär-und Ich beziehe mich auf meine Versicherung mit der Nr. BOX Plus 70 050 085551/9P C. 1.11. Infektionen durch Tierbisse, Tierstiche oder sonstige Verletzungen. Danke!


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Zeckenbiss fällt nach vielen allgemeinen Versicherungsbedingungen leider nicht unter den Unfallbegriff. Leider haben sie die zu Grunde liegenden Vertragsbedingungen nicht beigefügt.

Gleichwohl gilt, dass sie im Falle eines Leistungsfalles wahrheitsgemäße Angaben zu machen haben. Andernfalls wird der Versicherer leistungsfrei. Aus Sicht des Versicherers läge gegebenenfalls sogar Arglist vor,Denn die Angaben und Kenntnisse des Versicherungsmaklers werden ihnen rechtlich zugerechnet.Daher macht es wenig Sinn die Angelegenheit auszusetzen, sie sollten unbedingt und unverzüglich die fehlerhaften Angaben Richtig stellen und entsprechend, wie sie es getan haben, erklären.Gerne stehe ich Ihnen auch für eine weiterführende und professionelle Beratung zur Verfügung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 02.06.2019 | 20:48

Sehr geehrter Herr Hellmann, danke für Ihre Nachricht. Vertragstechnisch fällt ein Zeckenbiss oder wie von mir geschrieben in die Vers. Leistung. D.h. ich muss unverzüglich-belegbar durch Mails und meinen Originalantrag- den Makler und die Versicherung darauf hinweisen, dass der Übertrag fälschlicherweise nicht die Allgemeinformulierung Infektion durch Insektrenbisse (egal welche) sondern vom Makler fälschlicherweise angegenommen Borreliose nur durch Zecke übertragen werden kann und ich dies überlesen habe. Und dann füge ich als Anhang das Anschreiben welches davor rausging und entsprechend richtig formuliert war und meinen handgeschriebenen Antrag dazu. Welche rechtsverbindliche Formulierung könnte ich wählen? Danke!
PS

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.06.2019 | 21:20

Danke für die Nachfrage. Das klingt doch nicht schlecht. Ich maile Ihnen morgen eine treffende und vertretbare Formuliering zu. Ist das ok?

Einen schönen Abend noch...

Mit freundlichen Grüßen Christoph Hellmann

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