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Unfall nach Ausparken

02.08.2018 17:56 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Zusammenfassung:

Unfall beim Ausparken mit geteiltem Haftungsgrad?

Ich hatte an einer verhältnismäßig breiten Straße mein Auto am rechten Fahrbahnrand geparkt. Ich wollte ausparken und in einem Zug in einem U-Turn wenden, um die Fahrt in Gegenrichtung fortszusetzen. Der Platz hierfür hätte leicht ausgereicht.

Beim Ausfahren aus der Parklücke habe ich gemerkt, dass sich ein Fahrzeug näherte. Das Fahrzeug fuhr in der Richtung, in der ich ursprünglich geparkt hatte. Ich habe anhegalten und mein Lenkrad wieder einegschlagen, um wieder rückwärts in die Parklücke einfahren zu können.

Meiner Meinung nach hatte der ankommende Fahrer ausreichend Zeit zum Bremsen und/oder links Vorbeifahren gehabt. Er kollidierte jedoch voll mit meinem Fahrzeug. Die Versicherung der Gegenseite meint ich hätte wegen eines Vorfahrtsverstoßes zu 100% an dem Unfall schuld.

Allerdings liegt ja hier kein klassischer Vorfahrtsverstoß vor, sondern mein Auto war ja eher ein Hindenris auf der Straße, welches mehrere Sekunden vor der Kollision stand.

Mit welchen rechtlichen Argumenten könnte man hier zumindest zu einem Mitverschulden der Gegenseite kommen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auch der andere muss die Rücksichtnahme im Verkehr beachten und darf nicht sehenden Auges in den Unfall hineinfahren. Tut abschließenden Beurteilung: hat sich der Unfall auf einem Parkplatz insgesamt ergeben?

Nach info komme ich abschließend hierauf zurück!


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 02.08.2018 | 19:35

Der Unfall ereignete sich auf einer öffentlichen Straße. Liegt hier auf Grund der verhältnismäßig langen Zeit zwischen Ausfahren aus der Parklücke und Unfall überhaupt noch ein Vorfahrtsverstoss vor?

Gegen welche Vorschriften der StVO hat der Unfallgegner verstoßen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.08.2018 | 10:02

Danke für Ihre Geduld!

Also ein Hindernis und ein Vorfahrtverstoss sind definitiv zweierlei. Das OLG Karlsruhe (AZ: 10 U 214/03 ) hat bei überholen eines Hindernisses verlangt, dass der Gegenverkehr bei hinreichend breiter Straße dem überholenden und Entgegenkommenden auszuweichen habe und beim Unfalle daher 2/3 dem immerhin Vorfahrtsberechtigten auferlegt. Meines Erachtens eine vergleichbare Konstellation, da ordnungsgemäßes Überholen (§ 5 StVO ) möglich war. Ferner dürfte die allgemeine Rücksichtnahme nach § 1 verletzt sein.

Auf einen andern Blatt steht die Frage, ob das Stehen als Hindernis denn unstreitig ist bzw. Entsprechend vorgebracht wurde. Soweit steht nämlich sonst der Anscheinsbeweis gegen sie. Die Argumente sind insoweit klar, aber ohne Beweis des Stehens (Zeugen?) wenig wert.

Hierzu müsste ich den gesamten Schriftverkehr kennen. Angesichts der Schadenhöhe und vorallem bei Vorhandensein einer Rechtsschutz kann ich dringen eine weitergehende Prüfung empfehlen. Gerne bei uns.

Argumente ansonsten habe icj Ohnen ja jetzt geliefert m.

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