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Schadensersatz beim Unfall

| 13.07.2014 13:50 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin


Zusammenfassung: Je nachdem, ob ein verstorbenen Unfallbeteiligter Unfallopfer oder Unfallverursacher war, bestehen eigene Ansprüche oder ein eigenes Haftungsrisiko für seine Erben.

Hallo,
Mein Vater wurde beim Überqueren einer Bundesstraße mit dem Fahrrad von einem Auto erfasst und ist zu Tode gekommen. Wir wissen noch nichts genaueres (haben kein Unfallbericht bekommen oder ähnliches). Jetzt meldet sich der Anwalt von der Autofahrerin um die Haftpflichtversicherung vom Vater zu erfahren und um Schadensersatzansprüche für Auto (Totalschaden) und Fahrerin zu stellen. Vater hatte leider keine Haftpflichtversicherung mehr, hat vor ca. einem Jahr abgemeldet. Genau so auch mit der Rechtsschutzversicherung. Jetzt meine Frage, was soll ich tun. Antworte ich lediglich, dass er keine Versicherung hatte, dass die Vollkasko von der Fahrerin die Kosten übernehmen soll oder ist ein Anwalt in diesem Fall unbedingt zuzuziehen? wie hoch wären die Anwaltskosten, wenn wir einen engagieren würden. Vater hat so gut wie nichts hinterlassen. Schadenshöhe ca. 31000€. Wäre für eine Antwort sehr dankbar!

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen sowie der Einsatzhöhe wie folgt beantworte:

Ich rate dringend dazu, zunächst nicht selbst zu antworten, sondern umgehend anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Hier geht es erst einmal darum, die Haftungslage zu klären, insbesondere, ob Ihren verstorbenen Vater eine (Teil-) Schuld am Unfallgeschehen trifft.

Denn dann würde grundsätzlich zunächst er als Verursacher haften, bzw. auch bei Tod die Haftungsfreistellung durch eine Haftpflichtversicherung in Betracht kommen.

Da hier zum Unfallzeitpunkt jedoch keine Haftpflichtversicherung mehr bestand und Ihr Vater aufgrund seines Todes persönlich auch nicht mehr haften kann, würde die Gegenseite ihre Ansprüche gegen die Erben Ihres Vater richten können- insoweit gibt es keine Verpflichtung, zunächst die eigene Vollkasko-Versicherung in Anspruch zu nehmen. Dies würde im Ergebnis ohnehin wenig helfen, da dann regelmäßig der Versicherer versucht, seine Versicherungsleistung vom Schädiger bzw. dessen Erben zurückzufordern.

Da Ihr Vater so gut wie nichts hinterlassen hat, kommt ein erhebliches finanzielles Risiko auf die Erben zu, die die Schäden dann gegebenenfalls aus Eigenmitteln begleichen müssten, wenn die Erbmasse nicht ausreicht.

Je nachdem, wer hier geerbt hat, besteht also eventuell auch für Sie ein Haftungsrisiko, wen Sie zu den Erben zählen !

Je nachdem, ob Ihr Vater tatsächlich eine (Teil-) Schuld am Unfall trägt, wird der Kollege auch dahingehend beraten, ob ein Ausschlagen des Erbes noch möglich und hier sinnvoll wäre.

Bei einem Gegenstandswert von 31.000,00 € wäre eine außergerichtliche Vertretung bei einer 1,3fachen Geschäftsgebühr mit 1.474,89 € zu vergüten.

Gleichwohl sollte nun kurzfristig mit anwaltlicher Hilfe die Haftungslage (falls die Autofahrerin eine (Teil-) Schuld am Unfall hatte, kämen übrigens auch eigene Ansprüche der Erben gegen diese bzw. deren Versicherer in Betracht) geklärt werden, um das Haftungsrisiko des oder der Erben beurteilen zu können.

Davon hängt dann das weitere Vorgehen ab.

Ich hoffe, Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und stehe für eine weitere Vertretung in dieser Sache bei Bedarf gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.07.2014 | 14:56

Vielen Dank! Sie haben uns schon ein Stück weitergeholfen. noch eine keine Frage, würde es was bringen, wenn ich das Erbe sofort abtrete und alle Hinterbliebenen oder würde die Versicherung trotzdem einen Weg finden und die Kosten zurückverlangen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.07.2014 | 19:16

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie das Erbe ausschlagen (sofern das noch rechtlich möglich ist), könnten Sie auch nicht haftbar gemacht werden.

Ob dies in diesem konkreten Fall die sinnvollste Lösung ist, wird sich abschließend erst nach Akteneinsicht beurteilen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 15.07.2014 | 21:19

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