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Auto verliehen - Unfall - Haftung?

01.10.2009 11:23 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mathias Drewelow


Sehr geehrte Anwälte,

mit der Bitte um Auskünfte hier die Schilderung der Tatsachen:

Am 01.02.09 verlieh ich mein Auto an ein (entferntes) Mitglied meiner Familie, das einen Unfall damit verursachte. Da der Unfall von der Schuldfrage her eindeutig war (Auffahrunfall), füllte das Familienmitglied die Unfallmeldung an meine Versicherung aus und unterzeichnete sie (Schuld ist also anerkannt). Es entstand ein Schaden am gegnerischen Auto und ein Schaden an meinem Auto (ca. 1000,-- Euro). Meine Kfz-Haftpflichtversicherung schickte mir am 27.04.09 eine Schadensabschlussmeldung, der Schaden am gegnerischen Fahrzeug beträgt rund 6700 Euro, und regulierte diesen. Zunächst vermied der Unfallverusacher jeglichen Kontakt zu mir, dann forderte ich die Person mehrmals mündlich auf, sich mit mir gemeinsam um eine einvernehmliche Klärung meines Schadens und der Höherstufung in meiner Kfz-Versicherung (erheblich wg. eines kleinen Vorschadens im gleichen Jahr!) zu bemühen - jedes Gespräch wurde abgelehnt. Nach einiger Zeit machte ich schriftlich Vorschläge zur Einigung - immer zugunsten des Familienmitglieds (Unfallversursachers) gerechnet. Nun habe ich einen Brief erhalten, in dem quasi jegliche Übernahme von Verantwortung abgelehnt wird.

Da ich die unerfreuliche Sache gerne zum Abschluss bringen möchte meine Frage:

1. Wie ist die Rechtslage bei der Haftung für den gegenerischen Schaden, wenn meine Versicherung schon reguliert hat, also meine Kfz-Höherstufung?
2. Wie stehen die Möglichkeiten, zivilrechtlich meinen erheblichen finanziellen Schaden geltend zu machen, da sich der Unfallverursacher weigert, sich mit mir darüber auseinander zu setzen, gibt es Aussicht auf Erfolg?

Ich wäre sehr dankbar für eine baldige Antwort!



Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:


Um die Höherstufung und den Ausgleich des Schadens durch Ihre Haftpflichtversicherung werden Sie nicht herum kommen.
Dies liegt an § 3 PflVG. Danach hat der geschädigte Unfallgegner einen Direktanspruch gegen Ihre Haftpflichtversicherung.
Das bedeute auch, dass die Regulierung des Schadens eine eigenständige Schuld Ihrer Versicherung darstellt und Ihre Versicherung daher auch eigenständig und unabhängig von Ihnen entscheidet, ob und in wie weit sie reguliert.
Daher können Sie auf dieser Ebene in gewisser Weise nichts mit entscheiden.

Es ist Ihnen aber ganz klar im Innenverhältnis, als gegenüber Ihrem entfernten Familienmitglied, möglich die Ihnen durch das Verschulden des Familienmitgliedes entstandenen Schäden in Forme der Höherstufung und der Schäden am eigenen KFZ, von diesem ersetzt zu verlangen.

Denn gem. § 823 I BGB ist derjenige zum Ersatz der entstandenen Schäden verantwortlich, wer vorsätzlich oder fahrlässig unter anderem das Eigentum einer Person verletzt.
Hier ist es Ihnen natürlich freigestellt, ob Sie mit der bei Ihrem Familienangehörigen eingeklagten Schadenssumme nicht lieber den Schaden am gegnerischen Fahrzeug direkt begleichen und so die Höherstufung bei Ihrer Versicherung vermeiden.

Zur Darlegung des Verschuldens kann Ihnen die vom Verursacher ausgefüllte Schadenanzeige nützlich sein.

Ich hoffe Ihnen mit der Beantwortung Ihrer Fragen weitergeholfen zu haben.


An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen.

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren.




Nachfrage vom Fragesteller 01.10.2009 | 12:57

Sehr geehrter Herr Drewelow,

vielen herzlichen Dank für Ihre Ausführungen! Sie haben mir damit schon wesentlich weiter geholfen.
Könnten Sie freundlicherweise meine in Punkt 2 gestellte Frage bzgl. der "Erfolgssaussichten" eines zivilrechtlichen Verfahrens noch ein wenig deutlicher bewerten ... Mein Rechtsverständnis ist zwar eindeutig (Schaden verursacht - also auch haftbar), die rechtliche Beurteilung ist aber doch komplexer! Vor allem, da ich (leider) keine Rechtsschutzversicherung habe und mich nur an einen Anwalt wenden kann, wenn auch die Aussicht für mich deutlich positiv ist!

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.10.2009 | 14:16

Sehr geehrter Fragesteller,


nach dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt, wonach Ihr Verwandter den Unfall allein verschuldet hat, ist die Rechtslage eindeutig.
Natürlich könnten in einem Prozess immer noch Einwendungen gegen die Verschuldensfrage geltend gemacht werden. Dies lässt sich hier aber nicht abschließend klären.

Mein Tipp an SIe ist: Beziffern Sie den Ihnen entstandenen Schaden konkrete und fordern Sie Ihren Verwandten mit Fristsetzung auf, die Schadenssumme an Sie zu zahlen. Leistet er daraufhin nicht in der gesetzten Frist, so befindet er sich mit der Zahlung im Verzug. Sodann können Sie Ihre Ansprüche durch einen Rechtsanwalt gegenüber Ihrem Bekannten geltend machen. Die Rechtsanwaltskosten sind dann von Ihrem Bekannten als sogenannter Verzugsschaden ebenfalls zu zahlen.

Sollten Sie finanziell nicht so gut gestellt sein, so würde sich Ihr Fall - also die Einklagung des Schadens - auch gut für die Vereinbarung eines Erfolgshonorars eignen. Vereinfacht gesagt bedeutet das, es wäre sodann möglich, dass ein Rrechtsanwalt Ihr Verfahren führt und nur für den Fall, dass er obsiegt, von Ihnen bzw. aus der Schadenssumme sein Honorar bekommt.

Hierfür stünde Ihnen unter anderem unsere Kanzlei zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Drewelow

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