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Unerwartete und hohe Vergütungsabrechnung nach 3 Jahren

20.10.2010 00:53 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


18:12

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hatte Mitte 2007 einen Anwalt beauftrag gegen meinen Hausarzt zu klagen. Der Grund war folgender: Ich hatte bei einer Versicherung einen Berufsunfähigkeitsschutz beantragt, der nicht zustande kam, weil der Arzt Angaben gemacht hatte, die aus meiner Sicht nicht richtig waren.

In habe daraufhin persönlich von anderen Ärzten Atteste für eine Gegendarstellung eingeholt. Der Anwalt hat damit die Versicherung nochmal angeschrieben und um erneute Prüfung gebeten. Die Versicherung hat aber abgelehnt.

Die Klage gegen den Arzt habe ich wegen der schlechten Aussicht auf Erfolg zurück gezogen und die Anwaltsgebühren dafür auch bezahlt.

Heute, 2010, ganze 3 Jahre später, habe ich nun eine weitere Rechnung für einen Streitfall gegen "Unbekannt" vom selben Anwalt erhalten. Der Anwalt geht darin davon aus, dass zwischenzeitlich mit besagter Versicherung ein Vertrag abgeschlossen sein muss, was nicht der Fall ist, und fordert gemäß VV RVG 2300 ganze 661,16€ für einen angenommenen Streitwert von 8.000€ in einem Leistungszeitraum vom 06.08.2007 bis 28.09.2010.

Für mich stellt es sich so dar, dass der Anwalt für das Aufsetzen eines einzigen Schreibens an die Versicherung im selben Fall 3 Jahre später 661 € haben möchte, was mir überzogen erscheint.

Ich frage mich, ob das gerechtfertigt ist oder ob ich dagegen Vorgehen kann? Ich frage mich wie der Streitwert von 8.000 € zustande kommt, zumal es nie einen Streit mit der Versicherung gab und warum ein Leistungszeitraum von 3 Jahren angesetzt wird, wo die Versicherung doch gleich abgesagt hatte (evtl. haben die den Anwalt darüber gar nicht informiert).

20.10.2010 | 02:13

Antwort

von


(1135)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Sie können den Anwalt auffordern, die Rechnung zu erklären. Vorgehen können Sie, indem Sie die Rechnung einfach nicht bezahlen. Dann muß der Anwalt vor Gericht klagen und dort die Richtigkeit seiner Rechnung beweisen. Allerdings ist dieses Vorgehen riskant, da dann weitere Kosten entstehen, die Sie gegebenenfalls tragen müssen. Es ist daher zu empfehlen, dass Sie den Anwalt auffordern, die Rechnung zu begründen.

Der Streitwert bei einem Berufsunfähigkeitsschutzmandat errechnet sich aus dem 3,5-fachen der Jahreszahlung der Versicherung. Wenn Sie also die damals beantragte Jahresleistung der Versicherung mit 3,5 multiplizieren, kommen Sie auf den Streitwert. Allerdings sollten Sie unbedingt den Anwalt nach einer Begründung für die Höhe des Streitwertes fragen, alleine aus Ihren Sachverhaltsangaben läßt der sich nur schwer errechnen, zumal es örtliche Unterschiede geben kann.

Ein Streit mit der Versicherung muß es nicht gegeben haben, da der Anwalt die Versicherung angeschrieben und Sie damit gegenüber dieser vertreten hat. Damit ist die Gebühr VV RVG 2300 entstanden.

Der Leistungszeitraum von drei Jahren wird vermutlich angesetzt, weil das Mandat formell nicht beendet ist. Die Ablehnung der Versicherung ist hierbei nicht relevant, relefant ist nur, ob Sie oder der Anwalt das Mandat als beendet erklärten.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Rückfrage vom Fragesteller 20.10.2010 | 06:04

Sehr geehrter Herr Weber,

Ihren Erklärungen zufolge scheint die Forderung formell zulässig zu sein, denn offenbar betrachtet der Anwalt die Sache mit der Versicherung als separate Angelegenheit, die aus seiner Sicht nicht mit der Bezahlung für die Sache gegen den Arzt abgegolten war.

Allerdings war mir damals 1.) nicht klar, dass er das separat sieht und 2.) nie erklärt worden was das kosten würde. Ein Schreiben an die Versicherung hätte ich in dem Fall auch selbst aufsetzen können.

Ich fühle mich in dieser Sache in meiner Unwissendheit vom Anwalt ausgenutzt. Hätte ich überhaupt eine Chance dagegen vorzugehen oder raten Sie mir lieber die Rechnung zu bezahlen?

Viele Grüsse

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.10.2010 | 18:12

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie könnten allenfalls versuchen, gegen den angesetzten Streitwert vorzugehen. Ansonsten haben Sie leider keine Chance.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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