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Überhöhte Rückforderung Versicherung von Kfz-Haftpflichtschaden

18.12.2018 15:41 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Nicolas Reiser, LL.M., MLE


Bei der Auffahrt auf die Autobahn geriet ich auf die Fahrspur des Geschädigten, der gerade von der Autobahn abfuhr. Dadurch, so steht es im Schreiben der Staatsanwaltschaft, "....touchierten dadurch mit Ihrem linken Aussenspiegel den linken Aussenspiegel des Geschädigten X., wodurch dieser abbrach und durch das geöffnete Fahrerfenster in das Fahrzeuginnere geschlaudert wurde. Hierdurch bestand zumindest die Gefahr des Eintritts eines Sachschadens in Höhe von mindestens 750 Euro, wobei tatsächlich ein Fremdsachschaden von 300 Euro am PKW des Geschädigten X. entstand"

Ich hatte Alkohol getrunken , laute Musik gehört, die Geräusche der offensichtlich aufeinanderprallenden Spiegel nicht wirklich wahrgenommen und war weitergefahren. Zu Hause erwartete mich dann die Polizei, bei einer Blutabnahme wurde ein Wert von 1,5 Promille festgestellt. In dem mir vor Kurzem zugestellten Strafbefehl wurde ich zu insgesamt 160 Tagessätzen verurteilt, der Füherschein eingezogen. Soweit, so gut, (bzw. so schlecht), dies ist nicht Gegenstand meiner Frage, nur die Vorgeschichte.

Von meiner KFZ - Versicherung bekam ich nun ein Schreiben, wonach der Geschädigte X. einen Schaden von 2157 Euro geltend gemacht habe, die man bereits bezahlt habe und nun von mir zurückfordere.

Deshalb meine Fragen:

- Wie kann es sein, dass der Geschädigte einen solchen Schaden geltend machen kann, wenn:

- Bei der Begegnung der beiden Aussenspiegel ging bei mir das Glas zu Bruch, der Spiegel ist nicht abgebrochen. Ich habe mir ein Ersatzglas gekauft und selbst eingebaut. Der Sachschaden am eigenen Fahrzeug betrug 12,50 €uro

- Im Schreiben der Staatsanwaltschaft ist von einem tatsächlichen Schaden von "mindestens 300 Euro" die Rede - was ich im Übrigen auch nicht nachvollziehen kann. Wie aber kann es sein, dass der Geschädigte 2157 Euro an Schaden ameldet ?


Was also raten Sie mir, wie soll ich mich verhalten ?

frdl. Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Es kommt leider häufig vor, dass der von der Polizei am Unfallort geschätzte Schaden weit von dem später gutachterlich festgestellten Schaden abweicht. Inwieweit dieser Schaden tatsächlich durch Sie verursacht wurde, kann ich von hier natürlich nicht beurteilen. Denn häufig nutzen Geschädigte einen Unfall auch dazu, viel mehr abzurechnen, als tatsächlich entstanden ist.

Um das nachzuprüfen, sollten Sie sich die entsprechenden Unterlagen (Kostenvoranschlag, Schadensmeldung, Gutachten etc.) von der Versicherung übermitteln lassen. Daraus sollte erkennbar sein, wie sich dieser Schaden genau zusammen setzt.

Grundsätzlich durfte die Versicherung selber entscheiden, ob sie reguliert oder nicht, auch die Regressforderung gegen Sie scheint berechtigt zu sein.

Sollten Sie anhand der Unterlagen dann aber Zweifel an der geltend gemachten Schadenshöhe haben, sollten Sie das ggü. der Versicherung monieren, denn erstatten müssen Sie nur den tatsächlich entstandenen Schaden.

Außerdem kann eine Überhöhte Schadensforderung auch einen (Versicherungs-) Betrug des Geschädigten darstellen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Einschätzung geben konnte. Bei Nachfragen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Nicolas Reiser
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.12.2018 | 16:59

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Meine Rückfrage:

- Ist die Versicherung verpflichtet, mir die entsprechenden Unterlagen auszuhändigen ?
- Muss ich für das Gutachten, das der Geschädigte offensichtlich in Auftrag gab, aufkommen ? Bis zu welcher Höhe ? Was, wenn nun eine Großteil der zu bezahlenden Summe für das Gutachten zu bezahlen ist ?

frdl. Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2018 | 14:32

Vielen Dank für die Nachfrage.

Ja, die Versicherung muss den Anspruch gegen Sie belegen und muss Ihnen die Unterlagen zur Kenntnis geben.

Zunächst einmal sollten Sie klären, ob es sich tatsächlich um ein Gutachtend handelt oder ob der Geschädigte nur mit einem Kostenvoranschlag abgerechnet hat. Inwieweit Sie dann zu Erstattung der Gutachterkosten verpflichtet waren, hängt davon ab, ob diese kosten erforderlich waren. Das lässt sich von hier zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Bei Bagatellschäden z.B. (bis etwa 750,-) wird ein Gutachter i.d.R. nicht für erforderlich gehalten. Darüber hinaus i.d.R. aber schon.

Mit freundlichen Grüßen

Nicolas Reiser
Rechtsanwalt

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