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Versicherung erkennt Schaden nicht an

| 02.07.2009 16:48 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende Mai verletzte ich mich an einem scharfkantigen Gegenstand, der aus einem Regal in einem Supermarkt hervorstand, so stark, daß meine Kleidungsstücke durchschnitten wurden und die Wunde genäht werden musste. Den Unfall und meine Ansprüche meldete ich zeitnah der Supermarktszentrale. Heute erhielt ich eine Schreiben vom Versicherer des Supermarkts, daß sie keine Verletzung ihrer Verkehrssicherungspflicht erkennen konnten und meine Ansprüche daher ablehnen. Ich gehe gesund zum Supermarkt, komme verletzt zurück und der Versicherer mag nichts zu erkennen. Zeugen kann ich nicht benennen, da ich alleine im Supermarkt war. Zuerst dachte ich, ich hätte mich nur gestoßen, das ganze Ausmaß der Verletzung erkannte ich erst, als ich wieder zuhause war und Blut floß. Welche Chancen sehen Sie, daß ich meine Ansprüche (zumindest die zerstörte Kleidung, evtl. zusätzlich die Arztrechnung, die ich als Privatversicherter selber tragen muß) doch noch durchzusetzen?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Der Umstand, dass zum Zeitpunkt der Verletzung keine Zeugen zugegen waren und auch Ihnen die Verletzung erst zuhause aufgefallen ist, birgt natürlich einige Beweisschwierigkeiten in sich. "Besser" wäre es natürlich gewesen, wenn die Verletzung umgehend vor Ort auffällig gewesen wäre und den im Supermarkt anwesenden Mitarbeitern hätte mitgeteilt werden können. So hängen die Erfolgsaussichten in einem evtl. zu führenden Gerichtsverfahren maßgeblich davon ab, inwieweit sich der Versicherer des Supermarktes einlässt: Lehnt er die Einstandspflicht vollständig mit dem Argument ab, Sie seien schon gar nicht in dem fraglichen Supermarkt gewesen und/oder bestreitet er, dass Sie sich zumindest die Verletzung in dem Supermarkt zugezogen hätten, so wird es schwierig sein, den Ihnen obliegenden Beweis des Verstoßes gegen eine Verkehrssicherungspflicht zu führen.
Allenfalls mit Indizien könnte man den Verdacht, dass tatsächlich eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht des Supermarktes vorgelegen hat, erfolgreich erhärten. Solche Indizien könnten insbesondere sein: Die Art der Verletzung; Zeugen, die Sie vor und/oder nach dem Besuch des Supermarktes gesehen haben, um so den Zeitraum, in dem die Verletzung entstanden sein könnte, einzugrenzen; möglicherweise ist die scharfkantige Stelle nach wie vor in dem Supermarkt vorhanden, wenn es sich bspw. um einen Baufehler am Regal handelt. Die Erfolgsaussichten eines gerichtlichen Vorgehens sind jedoch - nach Ihrer bisherigen Sachverhaltsschilderung - mit gebotener Vorsicht als eher gering einzustufen.
Erfolgsversprechender könnte es sein, zunächst einmal den Versicherer des Supermarktes unter Zuhilfenahme eines Anwaltes anzuschreiben und zur Erstattung der entstandenen Schäden aufzufordern. Möglicherweise lässt sich der Versicherer in seinem Amtwortschreiben derart ein, dass zumindest Ihr Besuch im Supermarkt und das Entstehen der Verletzung als unstreitig angesehen kann. Auf einer solchen Grundlage könnten die Erfolgsaussichten günstiger zu prognostizieren sein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.07.2010 | 08:13

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