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Trunkenheit am Steuer mit Fahrerflucht

| 02.08.2018 18:34 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


20:16

Nach einem Fest bin ich mit meinem Auto betrunken über eine Verkehrsinsel gefahren, habe dort drei Schilder umgefahren und bin nach ca. 400 Metern über eine zweite Verkehrsinsel gefahren, bei dieser wurde das Fahrzeug so stark beschädigt das es nicht mehr weiter fahren konnte. Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife holte mich aus dem Fahrzeug. Die Polizeikontrolle ergab einen Atemalkoholtest von 2,5 Promille, der Führerschein wurde nicht sichergestellt da sich der Geldbeutel bei meiner Arbeitskollegin befand. Ich habe vom Unfallhergang sowie dem vorangegangenem kaum bzw. gar keine Erinnerungen. Zur Vorgeschichte, zwei meiner Arbeitskollegen und ich sind zusammen auf dieses Fest (Stadt A) gegangen. Eine Arbeitskollegin kam mit ihrem Auto zu meiner Wohnung (Stadt B) und stellte dieses ab, wir sind gemeinsam mit meinem Auto zu einer Freundin gefahren (Stadt C) wo ich dann meines abstellte. Der Plan war nach dem Fest mit dem Bus in meine Heimatstadt (Stadt B) zu fahren und am nächsten Tag mit dem Auto der Arbeitskollegin, mein Auto in Stadt C wieder abzuholen. Meiner Arbeitskollegin habe ich auf dem Fest (zu dieser Zeit habe ich nur ein Bier getrunken) meinen Autoschlüssel und meinen Geldbeutel gegeben damit diese sie aufbewahrt. Nach dem Fest fuhren wir mit dem Bus, dieser fuhr außerplan nicht in Stadt B. Alle Fahrgäste mussten in Stadt C aussteigen. Nach Erzählung habe ich meinen Schüssel gegen den Willen meiner Arbeitskollegin zurückgeholt und bin ca. einen Kilometer zu meinem Fahrzeug "gelaufen".

Außerdem hat sich meine Frau vor einigen Monaten von mir getrennt, was mir auch Psychisch zu schaffen gemacht hat. Meine Tochter darf ich nur jedes zweite Wochenende sehen. Ich erwähne diese Situation da vermutlich der Abend anders verlaufen wären wenn wir nicht getrennt wären.

Nun zu meinen Fragen:

1. Ich habe angeblich eine Aussage bei der Polizei gemacht, sofort nach dem Unfall. Inwieweit ist diese Aussage, die von einem 2,5 Promille betrunkenem gemacht wurde verwertbar bzw. relevant? Da ich nicht weis welche Aussage ich gemacht habe, wie kann ich diese Aussage widerrufen?, soll ich diese widerrufen?

2.Da ich mit dem Fahrzeug nicht schon bei den ersten umgefahrenen Schildern gehalten habe wird mir Fahrerflucht zur Last gelegt. Nun habe ich in meinem Zustand überhaupt nicht gemerkt das ich etwas beschädigt habe. Kann dieser Vorwurf gemildert werden?

3. Inwieweit ist die Vorgeschichte mit dem eigentlichen Heimweg sowie die Belastung durch die Trennung relevant bzw. mildernd? Es war nicht geplant mit dem Auto zu fahren (kein Vorsatz) und habe Vorkehrungen getroffen z.B. den Schlüssel meiner Arbeitskollegin gegeben, Busfahrt etc.

4. Gibt es Schritte die ich jetzt unternehmen sollte, wenn Ja welche? Da ich eine Aussage gemacht habe, von der ich nicht weis was diese beinhaltet, sollte ich diese widerrufen? Welche Möglichkeit gibt es das die Staatsanwaltschaft meine Vorgeschichte berücksichtigt?

5. Da ich meinen Führerschein noch habe (konnte ja nicht beschlagnahmt werden) macht es Sinn diesen abzugeben bevor dies schriftlich verlangt wird?

02.08.2018 | 19:16

Antwort

von


(19)
Q7, 24
68161 Mannheim
Tel: +4962143685444
Tel: +491602009461
Web: https://strafrechtskanzlei-kolivas.com/
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen sowie in Anbetracht des Honorars wie folgt beantworten:

Zunächst ist anzumerken, dass eine ausführliche Beratung aufgrund des veranschlagten Honorars nicht möglich ist, da Sie mehrere Fragen stellen.

Ich rate Ihnen vorweg dazu, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, damit dieser Akteneinsicht nimmt und dann auch sehen kann, welche Aussage Sie getätigt haben. Auch vor dem Hintergrund, dass wahrscheinlich hohe Schäden entstanden sind und Sie stark alkoholisiert waren, sollten SIe sich einen Rechtsanwalt nehmen, da zumindest mit einer empfindlichen Geldstrafe sowie dem Entzug der Fahrerlaubnis gerechnet werden kann.

Grundsätzlich ist Ihre Aussage verwertbar. Etwas anderes würde nur gelten, wenn Sie nicht richtig belehrt wurden oder die Belehrung nicht verstanden haben. Aufgrund der starken Alkoholisierung ist dies zumindest möglich. Dies müsste im Einzellfall geprüft werden. Hierzu würden dann auch die Polizeibeamten befragt werden.

Strafrechtlich sind Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit für Ihre Taten verantwortlich, da grundsätzlich erst ab 3,00 Promille von einer Schuldunfähigkeit ausgegangen wird. Doch auch dann könnten Sie wegen Vollrauschs § 323a StGB bestraft werden.

In Ihrem Fall liegt wohl eine verminderte Schuldfähigkeit (§ 21 StGB ) vor, wodurch Ihre Strafe zu mildern ist.

Um Ihre Geschichte in die Entscheidung der Staatsanwaltschaft einfließen zu lassen, können Sie nochmals Angaben bei der Polizei machen oder eine schriftliche Stellungnahme abgeben. Ich rate hiervon ab. Sie sollten dies allenfalls über einen Rechtsanwalt machen.

Bezüglich Ihres Führerscheins wird sich die Staatsanwaltschaft bzw. Führerscheinstelle mit Ihnen in Verbindung setzten. Zuvor brauchen Sie nichts zu unternehmen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Sollten Sie einen Verteidiger beauftragen wollen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Georgios Kolivas

Rückfrage vom Fragesteller 05.08.2018 | 13:36

Vielen Dank für die schnelle Antwort,
welche konkreten Nachteile entstehen für mich, wenn ich bei meiner Aussage meinen Hintergrund erläutere (familiäre Belastung, kein Vorsatz da der Rückweg anders geplant war)?. Diese Umstände sind für die Staatsanwaltschaft sowie die Führerscheinstelle zur Entscheidungsfindung doch relevant.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.08.2018 | 20:16

Es kommt immer auf den Vorsatz zum Tatzeitpunkt an (Fahrt mit dem Fahrzeug). Auch wenn Sie vir hatten, nicht mut dem Fahrzeug zu fahren, wussten Sie nach Ihrer Aussage bei Fahrtantritt, dass Sie Alkohol konsumiert hatten und damit handelten Sie vorsätzlich im strafrechtlichen Sinne.

Machen Sie keine Angaben, ist davon auszugehen, dass die Staatsanwaltschaft nicht von Vorsatz, sondern von Fahrlässigkeit ausgeht, was die Steafe mindert.

§ 315c StGB ist nämlich sowohl vorsätzliche als auch fahrlässig strafbar. Lesen Sie sich den Paragraphen einmal durch, dann sehen Sie, dass die Strafhöhe dabei variiert.

Ich rate Ihnen daher dazu, keine Angaben zu machen oder nur über einen Anwalt, der die Folgen abschätzen kann.

Sollten Sie einen Rechtsanwalt beauftragen wollen, können Sie sich gerne kontaktieren und wir besprechen dies nochmals persönlich.

Bewertung des Fragestellers 07.08.2018 | 09:55

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