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Stornokosten für ein nicht reserviertes Hotel


20.09.2005 12:11 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe am 10.07.05 online über ein Reisebüro ein Hotel in Nago am Gardasee (vom 19.7.-22.07.05) gebucht. Bei telefonischer Anfrage im Reisebüro am 11.07.05 sagte mir ein Herr, daß er spätestens am 14.07.05 von dem Reiseveranstalter Bescheid bekäme, ob das Hotel noch frei ist – als Zahlungsmittel habe ich meine Kreditkartendetails am Telefon durchgegeben. Meine private und berufliche Telefonnummer habe ich dort hinterlassen. Nachmittags hat mich das Reisebüro – diesmal eine Dame nochmals in der Arbeit angerufen und wollte mir dasselbe nochmals mitteilen (dass ich bis zum 14.07.05 auf Info warten muss).
Am 13.07.05 abends habe ich telefonisch beim Reisebüro angefragt, ob sich schon etwas ergeben hätte – die Dame war sehr unfreundlich und verwies mich, ohne in die Unterlagen zu sehen, auf das genannte Datum (14.07.05) zu warten – sie würden sich bei mir melden.

Am 14.7.05 ruft die Dame vom Reisebüro bei mir in der Arbeit an und bestätigt mir, auch nach Nachfrage des Hotelnamens und -ortes, das von mir gewünschte und gebuchte Hotel.
Am 15.07.05 erhalte ich die schriftliche Bestätigung von dem Reiseveranstalter über ein Hotel in Limone am Gardasee und nicht über mein gebuchtes Hotel in Nago. Daraufhin habe ich sofort im Reisebüro angerufen. Sie haben mir dann mitgeteilt, daß das ursprünglich gebuchte Hotel ausgebucht war und mir deshalb ein alternatives Hotel von dem Reiseveranstalter gebucht wurde. Ich habe dann gesagt, daß ich dieses Hotel nicht möchte und ich mich selbstständig um eine Alternative kümmere. Die Dame sagte mir, dass das natürlich in Ordnung gehe und der Betrag – der ja bereits von meiner Kreditkarte abgebucht war, zurück überwiesen werden würde.

Nach meiner Rückkehr vom Gardasee habe ich am 22.07.05 eine Stornorechnung der Reisegesellschaft über 65% Stornogebühr in meinem Briefkasten gefunden – der Restbetrag wurde mir bereits auf mein Kreditkartenkonto zurücküberwiesen.

23.07.05: Telefonat mit Reisebüro: der Fehler liegt bei dem Reiseveranstalter. Dieser hat am 12.07.05 ein alternatives Hotel angeboten, da mein gebuchtes Hotel ausgebucht war – dieses Angebot war aber mit der Bedingung verknüpft, wenn nicht Bescheid gegeben wird, wird automatisch das angebotene Hotel gebucht – normalerweise ist das andersrum, d.h. normalerweise verfällt dann die Buchung wenn nicht zugesagt wird. Dieses Verhalten des Reiseveranstalters ist lt. Reisebüro völlig unüblich. Weiterhin hat das Reisebüro angeblich mehrmals versucht mich zu erreichen – aber nur zu Hause, ich war natürlich in der Arbeit (die Tel.Nr. von der Arbeit lag vor). Am 13.07.05 mittags lief die Option dann aus und wurde automatisch zu einer Buchung des Hotels in Limone (laut Reiseveranstalter), von dem ich erst am 15.07.05 erfahren sollte. Am 14.07.05 wurde dann das/ein Hotel von dem Reisveranstalter per Fax dem Reisebüro bestätigt und daraufhin wurde ich telefonisch in der Arbeit informiert. Laut der Damen im Reisebüro war auf dieser Bestätigung nicht ersichtlich, daß es sich um ein Alternativhotel handelt und nicht um das ursprünglich gebuchte, daher hat mir die Dame das falsche Hotel bestätigt (obwohl ich extra nochmal nachgefragt hatte). Das Reisebüro hat mich dann an den Reiseveranstalter verwiesen.

23.07.05 Telefonat mit Reiseveranstalter: Hier war man sich keiner Schuld bewusst und hat mir sehr unfreundlich zu verstehen gegeben, daß der Fehler beim Reisebüro liegt und ich mich da selber drum kümmern müsse. Die Option des Alternativhotels wurde auf Wunsch des Reisebüros sogar bis 13.07.05 mittags verlängert, da das Reisebüro mich nicht erreichen konnte (zu Hause – in der Arbeit wurde nicht angerufen, das weiß ich, da ich schließlich ich die ganze Woche auf einen Anruf vom Reisebüro sehnlichst gewartet hatte und daher immer erreichbar war oder zumindest die Tel.Nr. in der Anrufliste gesehen hätte). Sie würden mir das Geld auf jeden Fall nicht zurück überweisen.

23.07.05: erneutes Telefonat mit Reisebüro: Das Reisebüro hat mir dann erklärt, dass gerade diese Dame vom Reiseveranstalter anscheinend den Fehler gemacht hat und ihn nun nicht eingestehen möchte und deshalb so uneinsichtig ist. Ein weiterer „Tipp“ daraufhin vom Reisebüro: ich solle doch den Betrag vom Kreditkartenunternehmen zurückfordern lassen. Da der Reiseveranstalter keine Unterschrift von mir hätte, hätte er auch keine Berechtigung zur Abbuchung und müsse das Geld zurück überweisen.

Vom 23.07. – 23.08.05: Diese Maßnahme blieb leider ohne Erfolg – die Rücküberweisung wurde von dem Reiseveranstalter widersprochen und man hat mich wieder direkt an den Reiseveranstalter verwiesen .

So meine Frage, wer ist hier nun Schuld an der Buchung des falschen Hotels und welche Schritte muß ich einleiten um an mein Geld zu kommen?

Vielen Dank im Voraus!!
20.09.2005 | 13:02

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

für Ihre Online-Anfrage bedanke ich mich zunächst und beantworte sie unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt:

Zunächst ist zu differenzieren: Vertragspartner dürfte im Zweifel hier der „Reiseveranstalter“ sein. Inwieweit sich aus dessen AGB ergibt, dass Stornogebühren zu zahlen sind (was im Regelfall rechtens ist), ist eine Tatfrage. Jedenfalls müsste die Berechtigung, das Vertragshotel zu ändern, ebenso in den AGB geregelt sein. Diese dürften aber auch keine unangemessene Benachteiligung darstellen. Eine AGB-Prüfung ist im Rahmen dieser summarischen Prüfung so nicht möglich.

Jedenfalls scheint mir, nach Ihren Schilderungen, ein Fehler beim Reisebüro vorzuliegen, weil dort die Informationen nicht weitergegeben wurden. Solche Fehler können, im Rahmen der Eigenhaftung des Vertreters, zur Haftung für den Schaden durch die Belastung mit den Stornogebühren führen. Allerdings müssen Sie, das ist wohl der Knackpunkt, entsprechende Fehler auch nachweisen. Dabei ist dann auch Tatfrage, inwieweit das Reisebüro verpflichtet ist, sich um Kontakt zu Ihnen zu bemühen. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Reise dürfte jedoch die vom Veranstalter gesetzte Frist ausreichend gewesen sein. Meines Erachtens dürfte insoweit gerade wegen der kurzen Frist dann auch eine Verpflichtung des Reisebüros bestehen, wenigstens den Kontakt herzustellen. Selbst die behaupteten Anrufe dürften dafür nicht genügen (soweit Sie überhaupt vorlagen). Der Fehler dürfte durchaus auch dadurch indiziert werden, dass nach der „Fehlbuchung“ durch das Reisebüro (am 14./15.7) es auf einmal möglich war, sie zu kontaktieren; daher spricht einiges dafür, eine Verletzung der Benachrichtigungspflicht in jedem Fall anzunehmen. Zumindest der Umbuchungshinweis war dem Reisebüro auch erkennbar, daher ist die spätere Nichterkennbarkeit (bei dann erfolgter Umbuchung) irrelevant.
Demnach würde ich dazu tendieren, eine „Schuld“ des Reisebüros anzunehmen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Im Rahmen der summarischen Prüfung (s. Hilfe-Button) ist natürlich nur ein erster Einstieg in Ihren Fall möglich. Sie sollten daher durchaus abschließend einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit dem Fall betrauen!


Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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