Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sind diese neuen Forderungen nach Kindesunterhalt richtig?

28.02.2010 18:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,
Ich zahle seit Jahren den normalen Regelbetrag von 312 Euro für meine Tochter.
Sie ist 13 Jahre
Seit Anfang 2010 währe der Betrag 356Euro.
Mein Nettoverdienst liegt bei ca.1900 Euro.
Von diesem Betrag ist der Unterhalt u. Insolvenz noch nicht abgezogen.
Nun hat meine Ex bei uns in der Lohnbuchhaltung angerufen und wollte drauf hinweisen das die Erhöhung von 312 auf 356 Euro berücksichtigt wird.
Ergebnis davon ist das ich jetzt 484Euro zahlen muß weil ich 2003 einen Titel mit 135% des Regelsatzes unterschrieben habe.....
Ich habe aber immer nur bis jetzt 102% bezahlt.

Da ich auch noch in Insolvenz lebe wird es ziemlich eng für mich.
Zur Zeit der Unterschrift hatte ich noch keine Insolvenz.
Sind diese neuen Beträge richtig?
Und kann ich etwas dagegen tuen?
Hoffe auf gute Antwort trotz nicht allzu hohem Einsatz,siehe oben,
Lg. Jü.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ausgehend von einem Nettoeinkommen von 1.900 EUR und der Annahme, dass Sie keine weiteren Unterhaltspflichten haben, sind Sie in die 3. Gruppe (1.901-2300 EUR) zu setzen. Die Düsseldorfer Tabelle ist auf 2 Kinder ausgelegt, so dass ein Aufschlag vorzunehmen ist.

Auszugehen ist von einem Tabellenunterhalt von 469 EUR. Von diesem Betrag ist natürlich das hälftige Kindergeld von 92 EUR abzuziehen, so dass es bei einem Zahlbetrag von 377 EUR monatlich bleibt (110%).

Gegen den bestehenden Titel (Urteil, vollstreckbare Urkunde oder Vergleich über 135% können Sie eine Abänderungsklage vor dem Familiengericht erheben. Die Abänderungsklage ist dann die richtige Klageart für Sie, wenn sich Ihr Einkommen seit 2003 nachträglich negativ verändert hat.

Die Voraussetzung für den Erfolg einer Abänderungsklage ist nämlich, dass sich die Verhältnisse, auf denen das Urteil/Titel 2003 beruhen, wesentlich verändert haben. Dazu zählt natürlich auch ein verringertes Einkommen. Diese Änderung muss auch nach der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Urteil oder nach der Errichtung des Titels erfolgen.

Das bedeutet: Bestand Ihr Einkommen bereits im Unterhaltsprozess oder bei der Erichtung des Titels in der Höhe von 1900 EUR so können Sie sich nicht auf eine Abänderung berufen. Das Familiengericht würde Ihnen dann vorhalten, dass Sie die Einkommensverhältnisse bereits 2003 klarlegen hätten müssen.

Können Sie dem Familiengericht ein Änderung nachweisen, beispielsweise durch Vorlage der Lohn- und Gehaltszettel, so wird das Gericht den Unterhaltstitel 2003 abändern und anpassen.

Aus Ihren Formulierungen entnehme ich, dass der Kindesunterhalt derzeit gepfändet wird. Das bedeutet, Sie müssten, zusammen mit der Klageerhebung, auch die Einstellung der Zwangsvollstreckung beantragen, da ansonsten die Pfändung des überhöhten Unterhaltsbetrages weiterläuft.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Fachanwalt für Familienrecht





FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70910 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Besten Dank für eine aussagekräftige Beantwortung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Raab hat alle Fragen zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet, bedanke mich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort für mich zwar nicht zufriedenstellend aber da kann der Anwalt ja nichts für. Antwort kam recht zügig. Ich kann die Seite empfehlen. Mfg ...
FRAGESTELLER