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Schulden geerbt, wohne im Ausland - kann ich Erbe noch ausschlagen?

29.01.2013 22:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


12:46

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Mutter ist im August 2012 verstorben und hat dabei Schulden hinterlassen (inkl. Rückstand zur Zeit ~11500€). Ich war/ bin als „Erbe" bei der Bank geführt. Meine Eltern lebten zum Zeitpunkt des Todes seit ca. 9 Jahren getrennt, obwohl sie noch verheiratet waren. Jeder der drei Kredite ist bei der Bank mit einer Lebensversicherung (LV) auf den Todesfall von der „Generali Versicherungen" abgesichert worden. Dies hatte die Bank bei Abschluß eines Kredits so gefordert.
Nach dem Tod meiner Mutter sind nun alle drei Kredite an mich ausgezahlt worden (~13000€). Ich habe es versäumt dem Erbe innerhalb der festgelegten Frist (6 Wochen nach Todesfall?) zu widersprechen, da ich von dieser Frist keine Kenntnis hatte. Auf späterer Nachfrage bei der Generali wurde jedoch klar, daß keine „Abtretung" der LVs an die Bank (hoffe das ist das richtige Wort) sichtbar/ erkennbar war. Mit anderen Worten, (so habe ich das zumindest von der Generali verstanden) die Generali wußte anscheinend nicht, daß die Versicherungen im Rahmen von drei Krediten abgeschlossen worden sind.
Die Kreditforderungen der Bank sind mit dem Tod meiner Mutter natürlich nicht gestoppt worden, sondern sind nun an mich gesandt worden. Da ich zur Zeit im Ausland lebe (GB), bin ich erst einmal nicht weiter auf die Forderungen eingegangen. Ich bin jedoch noch in Deutschland gemeldet bei meinem Vater und dies ist auch die Adresse die die Bank von mir hat.
Nun hat die Bank jedoch mit gerichtlichen Maßnahmen gedroht, sowie Schufaeintrag, Fälligstellung des Kredits, gerichtliche Maßnahmen, etc.
Hier nun meine Fragen:
1. Gibt es eine Möglichkeit den Kredit nicht oder nur bedingt zurückzuzahlen (einen Vergleich mit der Bank zu erzielen)? Insbesondere da mir die 6-wöchige Frist bezüglich Widerspruch des Erbes nicht klar war.
2. Was sind die potentiellen Auswirkungen eines Schufaeintrages, etc. falls ich wieder nach Deutschland zurückkommen wollte?
Vielen Dank im Voraus für eine Rückantwort
Mit freundlichen Grüßen
Th. Greis

29.01.2013 | 23:48

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


1.

Eine Vereinbarung können Sie mit der Bank nur schließen, wenn von deren Seite überhaupt eine Bereitschaft besteht.
Dies müsste im Zweifel eruiert werden.

Die Ausschlagungsfrist beträgt nach § 1944 Absatz 3 BGB sechs Monate, wenn der Erblasser seinen letzten Wohnsitz nur im Ausland gehabt hat oder wenn sich der Erbe bei dem Beginn der Frist im Ausland aufhält.

Wenn Sie sich also im Ausland aufgehalten haben, als Sie von dem Anfall und dem Grunde der Berufung als Erbe Kenntnis erlangt haben, wäre die sechsmonatige Ausschlagungsfrist noch nicht abgelaufen.


2.

Ein Schufa-Eintrag wirkt sich dahingehend aus, dass Sie keine Laufzeitverträge abschließen, keinen Kredit aufnehmen und nicht per Rechnung zahlen können.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.




Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

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Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 01.02.2013 | 12:22

Sehr geehrter Herr Roth,

Vielen Dank fuer Ihre Antwort.

Ich habe noch eine Nachfrage:

Mein Wohnsitz ist seit 2008 in London, ich bin jedoch noch in Deutschland gemeldet mit Erstwohnsitz (es gibt leider nicht die Regelung Erstwohnsitz im Ausland u. Zweitwonsitz in Deutschland). Das haengt mit Post und Versicherungen zusammen die ich noch in Deutschland habe und die ihre Korrespndenz nicht ins Ausland schicken. Dies ist hoffentlich kein Problem?

Wenn ich nun das Erbe ausschlage innerhalb der oben aufgefuerhten Frist, dann muss ich ebenfalls die ausgezahlten Versicherungssummen (Generali) zurueckzahlen, richtig?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Gruessen
T Greis

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.02.2013 | 12:46

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Für die Sechs-Monats-Frist genügt der einfache Aufenthalt des Erben im Ausland. Diese Voraussetzungen sind bei Ihnen erfüllt.

Nur wenn in den Lebensversicherungen keine bestimmte dritte Person begünstigt wurde, würden die Versicherungen in den Nachlass fallen.

Sollten Sie als Berechtigter begünstigt worden sein, können Sie über die Versicherungssummen frei verfügen, eine Rückzahlung wäre dann nicht angezeigt.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

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