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Schufa Eintrag löschen lassen 1

04.09.2020 12:19 |
Preis: 60,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Sehr geehrter Herr Anwalt,
sehe geehrte Frau Anwältin,

leider quälen mich zwei Schufa Einträge, wobei einer davon tituliert ist.

Die beiden Einträge sind mittlerweile bezahlt, doch stehen sie noch einige Zeit in meinem Daten.

Da ich Mitte nächsten Jahres mich nach einer neuen Wohnung umschauen möchte, müssen diese irgendwie weg. Ich lebe momentan auf unter 30m2, und sehe das als unwürdig.

Die Eintragungen resultieren aus einer Zeit in der ich unter Depressionen litt, und ich mit anderen Problemen kämpfte, anstatt meine Rechnungen zu bezahlen. Es sind auch nur Kleinbeträge. Ggf. Könnte ich von den Psychologen auch Bestätigung über meine Behandlung anfordern.

Der 1. Fall:

Ist eine titulierte Forderung aus dem Jahre 2016 um die 200€ die Anfang 2018 bezahlt wurde. Diese ist nicht so interessant, da dieser Anfang 2021 verschwinden sollte.

Der 2. Fall:

Dieser wurde von Gläubiger 2018 als uneinbringliche Förderung bezeichnet. Nachdem ich mir eine Schufa Auskunft Anfang 2019 geholt habe, habe ich mich direkt an den Gläubiger gewandt, und diese Forderung ausgelöst. Die Forderung ist auch mit einem Erledigungvermerk gekennzeichnet. Allerdings wird dieser aller veraussicht nach bis Anfang 2022 in meinem Daten stehen.

Ich habe schon Beschwerde eingelegt, da ich dort anscheinend nur ein mal angemahnt wurde. Laut Gläubiger wurden allerdings 3. Mahnungen geschickt, eine an einem Sonntag.

Wer steht da in der Beweispflicht?
Reicht als Beweis ein einfacher Brief bzw. Email, oder ist sowas nur per Einschreiben möglich?

Auch habe ich meine persönliche Situation bei der Schufa geäußert, mit der Möglichkeit der Intressenabwägung.

Ist eine grössere Wohnung ein größeres Interesse als das der Schufa?

Welche Möglichkeiten habe ich noch und macht es Sinn, einen Anwalt zu beauftragen und mit welchen Kosten müsste ich rechnen?

Vielen Dank für Ihre Mühen
Viele Grüße

04.09.2020 | 15:26

Antwort

von


(133)
Trostbrücke 1
20457 Hamburg
Tel: 040/80 80 65 200
Web: http://www.insolvenz.hamburg
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst einmal ist die Löschungspolitik der SCHUFA sehr undurchsiochtig. Seit der Änderung in den gesetzlichen Regeln zum Inkasso gibt es keine gesetzlichen Löschfristen mehr. Das bedeutet, Sie sind auf die Einhaltung der Selbstverpflichtung der Inkassobranche durch die SCHUFA angewiesen. Diese sieht grundsätzlich drei Jahre als Löschungsfrist für erledigte Vorgänge vor.

Damit sollte Fall 1 erledigt sein, da üblicherweise taggenaue Fristen berechnet werden.

Fall 2 ist komplizierter. Zum einen ist eine Löschung nicht vor 2022 zu erwarten. Zum anderen ist die Beweislage für die fehlende Mahnung natürlich ein Problem. Generell muss derjenige das beweisen, was ihm günstig ist. Damit ist generell der Schuldner in der Pflicht zu beweisen, dass er nicht gemahnt wurde. Negativbeweis ist fast unmöglich. Daher wird in solchen Fällen auf Indizien abgestellt und ggf. sogar die Beweislast umgekehrt. Das könnte hier für die Zugänge der Mahnungen funktionieren. Denn ein eifacher Brief oder ein Einschreiben reicht nur für den Beweis der Tatsache, DASS etwas abgeschickt wurde, aber nicht für den INHALT.

Ich denke daher, dass eine Löschung möglich ist. Dafür kann manchmal schon ein Anwaltsschreiben ausreichen und hat bei einigen meiner Mandanten tatsächlich zum gewünschten Erfolg geführt.

Rufen Sie mich gerne an.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Stefan Pieperjohanns
Fachanwalt für Insolvenzrecht

ANTWORT VON

(133)

Trostbrücke 1
20457 Hamburg
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