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Schimmel im Wohnzimmer


11.09.2006 19:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Sehr geehrte Anwälte,

wir haben seit zirka 10 Monaten an 2 Stellen an der Wohnzimmerwand (Außenwand) Schimmelflecken, die befallenen Stellen sind ungefähr 1 qm groß.

Diese haben wir sofort angezeigt. Nach einigen Wochen wurde die Wohnung besichtigt und die Feuchtigkeit in den Wänden gemessen. Der gemessene Wert war sehr hoch. Uns wurden daraufhin für 2 Wochen Trockengeräte in das Wohnzimmer gestellt.

Vor 8 Wochen haben wir mittels Abklatschmethode über die Stiftung Warentest den Schimmelbefall analysieren lassen. Dabei wurde eine sehr hohe Konzentration an diversen Pilzsporenarten festgestellt. Man spräche dabei von "Rasen". Einige der Pilzsporenarten sind laut Stiftung Warentest gesundheitsschädlich.

Vor 2 Wochen wurde in unserer Wohnung erneut die Feuchtigkeit in den Wänden gemessen und dabei festgestellt, dass die Wände trocken sind.

Die Stellen sind jedoch noch immer mit Schimmelpilz befallen.

Uns wurde nun zum einen wiederholt unterstellt, wir hätten die Wohnung falsch möbliert und/ oder falsch gelüftet. Zum anderen wurde uns mitgeteilt, die Hausverwaltung sei informiert worden "malermäßige Arbeiten" zu organisieren und unsere Mietminderung von seither 10% sei, da die Ursache nicht in Mängeln des Bauwerks läge, nicht mehr tragbar und wir sollen zum nächsten Fälligkeitstermin wieder die volle NKM zahlen.

In unserer, wie auch in weiteren Wohnungen des Gebäudes gab es bereits früher Probleme mit Schimmel und Feuchtigkeit. Ein baulicher Mängel, obwohl mehrfach angesprochen, wurde jedoch wehement ausgeschlossen. Ein Bekannter, der bei dem Bau des Hauses mitwirkte sagte uns, das die Außenisolierung an den betroffenen Stellen mit 3 cm viel zu dünn sei.

Ein "Teileingeständnis" hat der Vermieter im Frühjahr gemacht, als er die Regenwasserableitungen, die bis dato das Wasser direkt am Haus abließen, um einige Meter in den Garten hinein verlängerte.

Ist unsere Mietminderung noch gerechtfertig? Welche Möglichkeiten haben wir dieser Hinhalte und (Entschuldigung) "verarsche" entgegenzuwirken?

Vielen Dank.
Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Sofern wie von Ihnen erwähnt die Schimmelbildung nicht durch Ihr Verhalten begründet ist haben Sie weiterhin das Recht die Miete zu mindern.
Zudem haben Sie selbstverständlich Anspruch auf Mängelbeseitigung.
Kommt der Vermieter mit der von Ihnen angezeigten Mängelbeseitigung in Verzug können Sie diese selbst vornehmen (lassen). Die erforderlichen Aufwendungen hierfür hat der Vermieter Ihnen zu ersetzten.

Grundsätzlich wäre es sinnvoll Beweise für die Ursache der Mängel in der Bauart/Bausubstanz zu sichern.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -
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