Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schadenersatzanspruch aufgrund fehlerhaften Imobiliengutachten

| 03.05.2010 12:33 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Sehr geehrte/r Experte/in,

ich habe im Vorfeld eines Imobilienkaufs im Oktober 2004 ein
Gutachten (Wertermittlung über den Verkehrswert eines bebauten Grundstücks) bei einem Architekturbüro in Auftrag gegeben.
Das vom Architekten angefertigte Gutachten der Imobilie war maßgeblich für meine Entscheidung die Imobilie zu kaufen sowie Grundlage für die Kaufpreisverhandlung. Nun ist mir leider erst jetzt aufgefallen, das der Architekt in seinem Gutachten den Verkehrswert von Grundstück und Imobilie fehlerhaft berechnet hat, desweiteren ist fälschlicherweise als Kaufinteressent mein Bruder und nicht ich in dem Gutachten genannt worden. Da der berechnete Verkehrswert Grundlage für meine Kaufentscheidung und den nachher ausgehandelten Verkaufspreis war habe ich einen höheren Preis als den Preis der zu erzielen gewesen wäre für Grundstück und Imobilie bezahlt.
Lassen Sich aufgrund des fehlerhaften Gutachtens Schadensersatzansprüche gegen den Gutachtenersteller geltend machen, bzw. sind diese schon verjährt?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Sehr geehrter Fragesteller,

Für die Erstellung eines Gutachtens gilt das Recht des Werkvertrags. Gewährleistungsansprüche verjähren in Ihrem Fall nach der Regelverjährung gemäß §§ 195 , 199 BGB , da es sich nicht um Planungs- oder Überwachungsleistungen für das Grundstück (§ 634a Abs. 1 Ziff. 2 BGB ) handelte, sondern ein Wertgutachten.

Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt höchstens zehn Jahre. Entscheidend ist der Zeitpunkt des Verjährungsbeginns, der einerseits vom Entstehen des Anspruchs und andererseits von Ihrer Kenntnis der anspruchsbegründenden Umstände abhängt (§ 199 Abs. 1 BGB ). Wenn Ihnen also erst kürzlich bewusst geworden ist, dass das Gutachten fehlerhaft war, dann wäre noch keine Verjährung eingetreten. Allerdings ist zu beachten, dass der Kenntnis die grob fahrlässige Unkenntnis gleichgestellt ist: Wenn Sie also bereits zu einem früheren Zeitpunkt den Fehler hätten erkennen müssen, dann wäre dieser frühere Zeitpunkt für den Verjährungsbeginn maßgeblich. An dieser Stelle lässt sich also nicht abschließend beurteilen, ob ein möglicher Schadensersatzanspruch mittlerweile verjährt ist oder nicht.

Nicht ganz unproblematisch sind hier auch Fragen des Schadens und des Zurechnungszusammenhangs zwischen der fehlerhaften Wertermittlung und Ihrem Vertragsschluss. Insoweit müsste in einem Rechtsstreit genau dargelegt werden, wie sich das fehlerhafte Gutachten auf den Kauf ausgewirkt hat und welche konkreten finanziellen Nachteile sich daraus ergeben haben.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.05.2010 | 14:49

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?