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Schadenersatz nach Rohbruch im Kelle der Mietwohnung


28.07.2007 00:59 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich heute am späten Abend von einer Dienstreise wiederkam, hat mich meine Nachbarin informiert, daß es einen Rohrbruch im Haus gab. Ich wohne im ersten Stock, unter mir ist eine leerstehende Wohnung und darunter befindet sich mein Keller. In der Wohnung unter mir gab es den Rohrbruch; das Wasser lief lt. Aussage meiner Nachbarin ´in Bächen´ nach unten in den Keller. Ich habe den Schaden nun begutachtet und kann quasi alles, was sich in dem Keller befand, wegwerfen, da die Feuchtigkeit in alles (Matrazen, Kartons mit Winterbekleidung, etc.) bereits hinein gezogen ist. Haftet die Versicherung meines Vermieters (der mich übrigens bis heute nicht über den möglichen Schaden in meinem Keller informiert hat) komplett für den Schaden oder ist meine Hausratversicherung dafür zuständig? Muß ich alles was in dem Keller war, genau auflisten oder gibt es da Pauschalen? Reicht es, wenn ich Fotos von dem Schaden mache oder muß ich mit dem Ausräumen/ Reinigen warten, bis der Vermieter den Schaden persönlich begutachtet hat? Da ich ja nicht weiß, wann das sein wird, würde ich gerne morgen einfach ein paar Fotos machen und dann loslegen, denn es riecht schon ziemlich muffig, da der Rohrbruch bereits gestern morgen passiert ist!

Vielen Dank für Ihre Hilfe und Info!
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich angesichts deren Anzahl und Ihres Einsatzes summarisch beantworten darf.

Für Schäden, die durch den Vermieter verursacht werden, haftet dieser grds., sofern er die Schäden zu verschulden/zu vertreten hat. Dies müßte im Rahmen einer Begutachtung des Rohrbruchs und dessen Ursache, zB. unterlassene Wartung etc. begutachtet werden. Bei Rohrbrüchen ist ein Vertretenmüssen des Vermieters zumeist problematisch. Ansonsten kommt es darauf an, ob Ihr Hausratversicherungsvertrag diese Schäden abdeckt, grds. jedoch ja.

Um den Schaden nachzuweisen, sollten Sie so genau wie möglich die einzelnen Schadenspositionen auflisten. Pauschalen gibt es nur, wenn nicht mehr nachvollzogen werden kann, wie hoch der Schaden tatsächlich war oder eine Art Abfindungszahlung erfolgt. Eine fotografische Dokumentation zu Nachweiszwecken ist ratsam. Sie können dem Vermieter eine Frist zur Begutachtung und ggf. zum Ersatz des Schadens setzen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zuur Verfügung.

Mit den besten Wünschen für ein angenehmes Wochenende

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-


www.rechtsbuero24.de

Nachfrage vom Fragesteller 28.07.2007 | 10:12

Sehr geehrter Herr Joachim,

vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Frage! Ich habe nur eine Sache nicht ganz verstanden: Was bedeutet "Bei Rohrbrüchen ist ein ´Vertretenmüssen des Vermieters´ meist problematisch"? Heißt das, dass man dem Vermieter da nur schwer ein Verschulden nachweisen kann?
Vielen Dank im Voraus für diese zusätzliche Info!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.07.2007 | 14:09

Richtig, sehr geehrte Fragestellerin,

durch den Rohrbruch hat der Vermieter zwar grds. eine Pflichtverletzung begangen, kann er aber nichts dafür, weil das Rohr bsw. aus Altersgründen trotz Wartung und regelmäßigen Kontrollen kaputt gegangen ist, ist ernicht schadenersatzpflichtig. Dies gilt aber erst für Mängel, die nach dem Mietvertrag entstanden sind.

Bei einm Rohrbruch ist es oft so, dass der Mangel, der zum Schaden geführt hat, bereits vor Abschluss des Mietvertrages vorhanden gewesen ist. Wenn dies der Fall ist, haftet der Vermieter immer, es kommt dann auf ein Verschulden oder Vetretenmüssen nicht an! (s. § 536a Abs. 1 BGB).

Ihnen stehen weiterhin das Recht zur Mietminderung (§ 536 BGB) und ein Schadenersatzanspruch für den Fall zu, dass der Vermieter mit der Beseitigung der Schäden in Verzug gerät bzw. die Schäden nicht beseitigt (§ 536a Abs. 2 BGB). Beide Recht gelten hier unabhängig von einem Vertretenmüssen des Vermieters.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage hilfreich beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

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