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Feuchter Keller in Mietwohnung

27.08.2016 09:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich wohne in einem 1918 erbauten Mehrfamilienhaus bei einer Baugenossenschaft zur Miete. Das Haus wurde vor einem Jahr saniert, heißt Wärmedämmung an der Fassade und im Keller wurde die Decke mit Styropor und Gipsplatten verkleidet.
Vor einem Monat musste ich festetellen, dass alle im Keller gelagerten Gegenstände massiv feucht und durch Schimmel verdorben sind. Das Wasser tritt aus dem Boden ein, evenetuell auch durch einen Wanddurchbruch, da durch meinen Keller ein Breitbandkabel führt. Die Wände sind auch feucht, der Putz blüht von den Wänden ab. Im Keller befindet sich ferner in einer Nische eine Drainageleitung, welche in den Boden führt.
Die Mieterin über unsererm Keller klagt auch über feuchte Wände. Ich habe den Mangel dem Vermieter umgegend angezeigt, doch erklärt dieser sich nicht für zuständig. Er verweist auf eine Zusatzvereinbarung im Mietvertrag, die wie folgt ausgeführt ist: "Bei Stark-und Dauerregenereignissen kann es zu Wassereintritten im Keller kommen. Wir empfehen daher den Abschluss einer Hausratversicherung mit Elementarschutz."
Telefonisch wurde auf meine Beschwerde hin noch geantwortet, dieser Passus sei in die Mietverträge aufgenommen worden, da es in der Vergangenheit immer wieder zu Schäden in den Kellern gekommen sei. Auch wäre mir der Umstand bekannt gewesen, ich hätte meine Sachen hoch lagern müssen, da dies bei der Wohnungsübergabe gesagt worden wäre. Dies kann ich aber so nicht bestätigen. Auch mein Mitbewohner, der bei der Übergabe dabei war, kann sich an diese Aussage nicht erinnern. Im Übergabeprotokoll steht dazu jedenfalls nicht. Jedoch weichen selbst Kartons im Keller auf, die keinen Kontakt zu Wand oder Boden hatten, weil die Luftfeuchtigkeit immens hoch ist. Meinem Mitbewohner sind seine Werkzeuge verrostet, die er auf seiner Werkbank stehen hat. Der Keller stinkt nunmehr sehr stark nach Schimmel und ist nicht mehr benutzbar. Alles darin ist verdorben und musste entsorgt werden. Selbst Einlegebretter haben sich bis zur Mitte hin mit Wasser vollgesogen. Der Kellerboden besteht aus Linoleum, nicht aus Steinen. Es muss also schon einmal saniert worden sein, da früher ja Ziegelböden üblich waren. Gefühlt ist die Luftfeuchtigkeit nach der Sanierung noch viel mehr angestiegen. Auch klagen andere Mieter, die vorher trockene Keller hatten, nun über Schimmel und Feuchtigkeit. Das Kellerfenster ist übrigens bauseits so ausgeführt, dass es sich nur einen Spalt breit öffnen lässt.

Meine Frage daher, wie sieht die rechtliche Lage aus? Habe ich Anspruch auf Instandstetzung und Schadenersatz? Bevor ich die Beseitung per Einschreiben und Mietminderung fordere, würde ich dies gerne wissen, da ich nicht sehr viel Geld verdiene und mir nicht selber schaden mag. Es kann doch nicht sein, dass die Wände so feucht sind und bleiben, da das Wasser irgendwann die Bausubstanz angreift und in die höheren Stockwerke erreicht. Ich hoffe die Informationen sind genügend. Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Wenn Sie beweisen können, dass die Sanierungsarbeiten, insbesondere die Dämmung, für die hohe Luftfeuchtigkeit, den Schimmel und die Folgeschäden verantwortlich ist, haben Sie gegen den Vermieter Anspruch auf Schadensersatz für die erlittenen Schäden sowie auf Mietminderung, bis das Problem behoben ist. Der Schadensersatz kann auch in Instandsetzungsarbeiten erfolgen.

Das Problem ist aber die Beweisführung. Das geht nur über einen Sachverständigen, der nicht billig ist. Ich empfehle daher, sich mit den anderen Mietern zusammenzuschließen, sowie je nach Vermögenssituation bei Gericht auch Verfahrenskostenbeihilfe zu beantragen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.08.2016 | 16:59

Guten Tag und schon einmal vielen Dank für die Antwort. Ich habe noch eine Frage, die zwar schon gestellt wurde - doch noch keine Berücksichtigung fand. Die Baugenossenschaft weigert sich den Mangel zu beheben. Sie fühlen sich nicht zuständig und weisen mich damit ab es sei halt so. Besteht Rechtsanspruch auf einen trockenen, nutzbaren Keller? Immerhin ist der Keller Bestandteil des Mietvertrags. Vielen Dank im Voraus und lieben Gruß.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.08.2016 | 18:04

Sehr geehrter Ratsuchender,

in der Tat besteht ein Rechtsanspruch auf einen trockenen, nutzbaren Keller. Sobald er nicht trocken und nutzbar ist, ist ein Mangel gegeben und Sie haben Anspruch auf Mietminderung und Instandsetzung.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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