Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Resturlaub bei krankheitsbedingter Kündigung durch Arbeitnehmer

12.01.2021 12:54 |
Preis: 40,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Urlaubsabgeltung wird am Ende des Arbeitsverhältnisses in bar ausgezahlt, wenn der Urlaub nicht genommen werden kann. Im Fall einer anschließenden Arbeitslosigkeit ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld so viele Tage, wie Anspruch auf Urlaubsabgeltung besteht..

Hallo,

die Daten zu meinem Fall:
Beginn des Arbeitsverhältnisses: 01.04.2019, unbefristet
Kündigungsfrist: drei Monate zum Monatsende

Ich bin seit Ende 05/2020 wegen psychischer Probleme aufgrund eines Arbeitsplatzkonflikts krankgeschrieben und möchte nun außerordentlich kündigen, um mich beruflich neu zu orientieren. Ich möchte nicht in die Firma zurück und mittlerweile geht es mir besser. Ich bewerbe mich bereits auf neue Jobs.

Nach Rücksprache mit der Arbeitsagentur kann ich dies tun ("Kündigung auf ärztlichen Rat") ohne eine Sperrzeit zu erhalten. Der Arzt füllt mir das Attest aus.

Der Arbeitgeber will mir keine Steine in den Weg legen, beide Seiten sind an einer gütlichen Einigung interessiert.

Derzeit bin ich bis 27.01.2021 krankgeschrieben. Ich möchte nun baldmöglichst kündigen, entweder zum 31.01. oder 28.02.2021.

Meine Fragen dazu:

1. Kann ich zum 31.01.2021 kündigen oder greift hier die gesetzliche Kündigungsfrist von 4 Wochen? Ich würde mich dann vom 27.01. - 31.01. weiter krankschreiben lassen.

2. Ich habe noch Anspruch auf Resturlaub (24 Tage aus 2020). Wie kann dieser abgegolten werden?

3. Ist es möglich, zum 28.02.2021 außerordentlich zu kündigen und dabei vom 27.01.2021 bis 28.02.2021 den Resturlaub abzugelten (ohne weitere Krankschreibung)? Das wären 22 Tage. Dann würde ich mich zum 01.03.2021 arbeitslos melden.

Was ist hier am sinnvollsten?

Besten Dank für die Beantwortung meiner Fragen.
12.01.2021 | 14:04

Antwort

von


(566)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen ch wie folgt beantworten:

1. Kann ich zum 31.01.2021 kündigen oder greift hier die gesetzliche Kündigungsfrist von 4 Wochen? Ich würde mich dann vom 27.01. - 31.01. weiter krankschreiben lassen.

Die gesetzliche Kündigungsfrist kann nach Ihrer Mitteilung in keinem Fall greifen, da in Ihrem Arbeitsvertrag eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende vereinbart ist. Wenn diese für beide Seiten gilt, ist dies günstiger als die gesetzliche Regelung und es stellt sich lediglich die Frage, ob sie fristlos oder innerhalb der vertraglich vereinbarten Frist von drei Monaten zum Monatsende kündigen können. Dies hängt davon ab, ob das rechtliche Band zwischen Ihnen und dem Arbeitgeber sofort zerschnitten werden muss und Ihre Krankheit es nicht duldet, dass Sie noch bis zum Ende der Kündigungsfrist krankgeschrieben sind, das Arbeitsverhältnis an sich aber noch besteht. Dies müssten sie mit dem Arzt besprechen.

Da Sie mitteilen, dass der Arbeitgeber in einer gütlichen Einigung interessiert ist, wird er möglicherweise auch eine fristlose Kündigung zu Ende Januar akzeptieren.

2. Ich habe noch Anspruch auf Resturlaub (24 Tage aus 2020). Wie kann dieser abgegolten werden? Dieser kann grundsätzlich zum Ende des Arbeitsverhältnisses abgegolten werden. Es wird also der Urlaub in bar ausgezahlt. Sollten Sie im Anschluss arbeitslos sein, beginnt der Anspruch auf Arbeitslosengeld erst so viele Tage später, wie Sie Urlaub haben. Nach Ihrer Mitteilung haben Sie noch 26 Tage Urlaub aus 2020, es dürfte ja in jedem Fall auch noch der Urlaub aus Januar 2021 anfallen. Wenn Sie sich diesen also bei einer fristlosen Kündigung zu Ende Januar ausbezahlen lassen, dürfte es dann so sein, dass Sie Arbeitslosengeld erst ab Anfang März erhalten und zunächst einmal von der Urlaubsabgeltung leben müssen.

3. Ist es möglich, zum 28.02.2021 außerordentlich zu kündigen und dabei vom 27.01.2021 bis 28.02.2021 den Resturlaub abzugelten (ohne weitere Krankschreibung)? Das wären 22 Tage. Dann würde ich mich zum 01.03.2021 arbeitslos melden.
Dies ist durchaus möglich. Allerdings musste der Arbeitgeber ihren Urlaubsantrag zustimmen und ihre Ärzte müssen auch der Meinung sein, dass Sie wieder gesund sind. Nach Ihrer Mitteilung geht es Ihnen aber auch schon besser und wenn sie nicht mehr ins Büro müssen und dem Arbeitsplatzkonflikt nicht mehr ausgesetzt sind, könnte es ja durchaus sein, dass Sie im Februar dann aus medizinischer Sicht gesund sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

ANTWORT VON

(566)

Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Arbeitsrecht, Insolvenzrecht, Miet und Pachtrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80374 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle, ausführliche und verständliche Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage wurde zu meiner Zufriedenheit beantwortet! Herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich hätte niemals gedacht, dass sich ein Anwalt hier so viel Zeit nimmt und dann auch noch so ausführlich und detailliert Fragen beantwortet. Top! ...
FRAGESTELLER