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Urlaubsabgeltung nach langer Krankheit und Kündigung

| 29. Juni 2022 11:46 |
Preis: 60,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Die Höhe der Urlaubsvergütung orientiert sich nach der "Bezugsmethode" an der Vergütung, die der Arbeitnehmer in den letzten 13 Wochen vor dem Urlaubsbeginn durchschnittlich verdient, und zwar auch, wenn das Arbeitsentgelt eines Arbeitnehmers schwankt. Das gilt, soweit keine anderslautenden tarifvertraglichen Regelungen vorhanden sind.

Bei längerer Krankheit ist das Entgelt zu ermitteln, dass Sie nach Ablauf der 6-wöchigen Entgeltfortzahlung in 13 Wochen verdient hätten (strittig).

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin im September´19 bis jetzt durch einen Unfall für meinen Beruf arbeitsunfähig geschrieben worden. Also ich kann in meinen Beruf nicht mehr arbeiten. Nun mache ich eine Schulung mit, mit der ich voraussichtlich spätestens ende Juli fertig bin.
Nun ist es so, das ich seit 10.2014 in dem Laden angestellt bin aber nie einen Vertrag erhalten und Unterschrieben habe. Ich habe aber immer meinen Lohn, meinen Urlaub und auch meine Abrechnung erhalten. Ich habe immer 25 Std die Woche gearbeitet und hatte 36 Tage Urlaub im Jahr. Wie sieht es nun mit der Kündigungsfrist aus? Ist es die gesetzliche von 14 Tagen zum 15 oder zum ende eines Monats? Und auf wieviel Urlaubsgeld habe ich Anspruch?
Und schreibe ich in die Kündigung rein das ich noch auf so und und soviel Urlaubsgeld Anspruch habe und er mir die bitte auf das ihm bekannt Konto überweißt?

Vielen lieben Dank schonmal für die Antwort.

29. Juni 2022 | 13:07

Antwort

von


(397)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Sie entgegen § 1 NachweisG keinen schriftlichen Arbeitsvertrag erhalten haben, gelten an sich die gesetzlichen Bestimmungen für Sie oder ggf. ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag (Einzelhandel usw.).

Das wäre ggf. noch zu prüfen.

Die gesetzliche Kündigungsfrist für Sie wäre dann von 4 Wochen zum 15 oder zum Ende eines Monats, und zwar gem. § 622 Abs. I BGB. Eine Probezeit mit kürzerer Frist von nur 14 Tagen wäre ja bereits abgelaufen.

Hinsichtlich der Abwicklung Ihres Anstellungsvertrags empfehle ich Ihnen, nicht sofort zu kündigen sondern die Modalitäten zu verhandeln.

Ob Sie Ihre 36 Urlaubstage beweisen können ist fraglich, gesetzlich haben Sie lediglich Anspruch auf 20 Tage, bei einer 5-Tage Woche (§ 3 BUrlG).

Urlaubsentgelt bezeichnet die Lohn- und Gehaltsfortzahlung während des Urlaubs eines Arbeitnehmers. Im Gegensatz dazu ist Urlaubsgeld ein zusätzliches Entgelt, das einen Beitrag zu den urlaubsbedingten Aufwendungen des Arbeitnehmers darstellen soll.


Das Urlaubsentgelt gem. § 11 BUrlG beinhaltet einen Vergütungsanspruch trotz nicht arbeiten zu müssen.
[BAG, Urteil v. 21.3.1985 (Az.: 6 AZR 565/82)]. Die Höhe orientiert sich nach der "Bezugsmethode" an der Vergütung, die der Arbeitnehmer in den letzten 13 Wochen vor dem Urlaubsbeginn durchschnittlich verdient, und zwar auch, wenn das Arbeitsentgelt eines Arbeitnehmers schwankt. Das gilt, soweit keine anderslautenden tarifvertraglichen Regelungen vorhanden sind.

Bei längerer Krankheit ist das Entgelt zu ermitteln, dass Sie nach Ablauf der 6-wöchigen Entgeltfortzahlung in 13 Wochen verdient hätten (strittig).

Gem. § 7 Abs. IV BUrlG wandeln sich Urlaubsansprüche ausnahmsweise in einen Geldanspruch um: Wenn der Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden kann, ist er abzugelten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 30. Juni 2022 | 16:25

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