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Prüfung Hotelrechnung durch Hausverwaltung

| 22.09.2015 14:17 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Im Frühjahr musste einer meiner Miete für 6 Wochen in ein Hotel ziehen, da der Fußboden wegen Wasserrohrbruchs erneuert werden musste. Wir haben mit der Hausverwaltung gesprochen wegen Versicherung und dem Mieter dann mitgeteilt, daß das Hotel nicht mehr als 70 Euro täglich kosten darf. Das hat er dort auch gesagt, aber die wollten eine schriftliche Kostenübernahmeerklärung von der Hausverwaltung.
Haben die gemacht, allerdings ohne Angabe einer Höchstsumme.
Nun kam die Rechnung, die aber weder ich noch der Mieter gesehen hat, zur Hausverwaltung und diese reichte sie ungeprüft an die Versicherung. Es blieben nun 340 Euro übrig, welche die Versicherung nicht bezahlen will, und zwar ca. 200 Euro Citytax und 140 Euro Hotelkosten, die an verschiedenen Tagen über 70 Euro gelangt sind.

Mein Mieter sieht nicht ein, daß er das jetzt bezahlen soll, er hat auch keine Hausratversicherung.
Ich sehe das auch nicht ein, da uns ja die Hausverwaltung sogar auf diese 70 Euro hingewiesen hat und wir es nachweislich an den Mieter weitergegeben haben. Laut Hotel wäre es möglich gewesen, diesen Preis mit Ihnen so abzusprechen. Die Hausverwaltung hat aber wie gesagt einfach eine Kostenübernahmeerklärung ohne Summe erteilt. Von der Höchstsumme von 70 Euro weiß sie jetzt auch angeblich nichts mehr.

Ferner hat mir das Hotel gesagt, daß die Citytaxkosten nur für Touristen berechnet werden. Mein Mieter war aber keiner, der wohnte dort, weil er in der Nähe arbeitet und zu der Zeit ja nicht wohnen konnte. Das Hotel meint, wenn das mit ihnen abgeklärt worden wäre, hätten sie das auch nicht berechnet.

Nun hat die Hausverwaltung die fehlenden 340 Euro einfach von meinem Eigentümerkonto bezahlt und ich bin jetzt der Dumme, wo ich keinerlei Einfluß auf die Preisgestaltung hatte.

Ich bin immer noch der Meinung, die Hausverwaltung hätte die Modalitäten mit dem Hotel genau absprechen müssen, spätestens nach Erhalt der Rechnung hätten sie auch versuchen müssen, die Citytaxkosten wiederzubekommen.
Sehe ich das falsch?

Ferner kann man aber immer noch einen Antrag auf Rückzahlung der Citytaxkosten bei der Stadt stellen. Das muss aber der machen, der die Rechnung erhalten hat und das ist die Hausverwaltung. Diese meinte aber, das wäre nicht ihre Aufgabe.

Es liefe immer so, daß eine Rechnung kommt, eingereicht wird und wenn dann was verbleibt, den Rest eine Hausratversicherung bezahlt. Wenn es keine gibt, müsse ich nunmal zahlen und fertig.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Da sind eine ganze Menge Fehler gemacht worden. Die Abrechnung zwischen Mieter, Hotel und Ihnen hat mit der WEG nichts zu tun. Daher darf die Hausverwaltung nur involviert werden, um über diese mit der Versicherung abzurechnen. Da die Verwaltung vorher eingeschaltet wurde, hätte diese den unbezahlten Rest direkt Ihnen zur Zahlung überlassen müssen, nicht aber dem Eigentümerkonto innerhalb der WEG-Buchhaltung belasten. Denn nun steht der Betrag im Jahresabschluß, und das müssen Sie unbedingt verhindern.

Weiter hätte die Verwaltung die Rechnung auch keinesfalls ungeprüft bezahlen dürfen, sondern war ihrerseits der Schadensminderung verpflichtet, und mußte aus dem gleichen Grund auch die Kostenübernahmeerklärung entsprechend begrenzen.

Allerdings ist auch der Mieter schadensersatzpflichtig, da er auf die € 70-Grenze hingewiesen wurde, und diese verletzte. Er muß Ihnen daher den überschießenden Betrag ersetzen. Ob er entsprechend versichert ist, ist da irrelevant.

Sie sind in der relativ komfortablen Position, dass Sie sich den Anspruchsgegner aussuchen können, da Sie gegen die Verwaltung und gegen den Mieter auf Zahlung klagen können. Allerdings können Sie insgesamt den Betrag nur einmal einfordern, d.h. sobald die eine Seite zahlt, ist der Anspruch gegen die andere Seite untergegangen.

Sollte bei dem Mieter eine hohe Nebenkostenrückzahlung anstehen, können Sie da durchaus aufrechnen. Das wäre das einfachste.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.09.2015 | 16:39

Die Hausverwaltung war deshalb so früh involviert, weil die Sammelheizung nicht funktionierte und dann entdeckt wurde, daß ein Rohr, welches halt direkt unter der Wohnung unten herläuft, gerissen war und Waser austrat. Es handelt sich bei dem Rohr um Gemeinschaftseigentum.

Sie hat dann nach dem Einzug des Mieters in das Hotel eine Kostenübernahmeerklärung an dieses gesandt eben ohne Festlegung einer Summe und darin dann auch gleich noch geschrieben: Bitte lassen Sie uns zu gegebener Zeit die Rechnung zukommen.

So hatten weder ich noch der Mieter irgendwelchen Einfluss darauf. Macht das eventuell auch noch einen Unterschied?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.09.2015 | 19:54

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Mieter war in der Pflicht, den Kostenrahmen gegenüber dem Hotel deutlich zu machen und auch deutlich zu machen, dass die City-Tax bei ihm nicht anfällt. Das folgt aus § 254 BGB. Der Mieter hatte daher durchaus Einfluß darauf.

Die neuen Informationen von Ihnen machen keinen wesentlichen Unterschied. Jedoch sollten Sie das entsprechende Schreiben der Verwaltung sehr gut aufbewahren, da es ein wichtiges Beweisstück ist.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.09.2015 | 20:12

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