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PKV Tagegeld

12.03.2013 15:38 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


Zusammenfassung: Die Fragestellerin ist mehrfacherkrankt und bekommt Leistungen der Arbeitsagentur (ALG I) und priv. Krankentage-Geld. Der Versicherer fordert das privat gezahlte Krankentagegeld zurück. Zu Recht, da eine Doppelzahlung des Lohnersatzes unzulässig ist (versicherungsrechtliches Bereicherungsverbot).

Ich bin PKV versichert mit Krankentagegeld ab 43. Tag und zur Zeit arbeitslos. Innerhalb von 3 Monaten bin ich 2x an derselben Krankheit erkrankt und erhielt auch 2x die Lohnfortzahlung durch die Agentur für Arbeit, bei der ersten Erkrankung nach 6 Wochen im Anschluss das vereinbarte Krankentagegeld.

Bei der Wiedererkrankung zahlte meine PKV ab dem ersten Tag auch das Krankentagegeld, da mein Tarif im Fall eines Rezidivs ausdrücklich keine Karenz vorsieht und ab dem 1. Tag leistet.

Als ich die Abrechnung erhielt, wandte ich mich an die PKV und an die Agentur für und schilderte den Sachverhalt. Von der Leistungsabteilung der Agentur bekam ich die Rückmeldung, dass die Gesetzeslage eine Weiterzahlung des ALG I für 42 Tage unabhängig von der Frage eines Rezidives vorsieht. Die Zahlung erfolgte demnach zurecht. Bei GKV Versicherten erfolge dann die Abstimmung mit der jeweiligen Krankasse und eine evtl. Rückübertragung von Ansprüchen mit evtl. Korrektur der Anspruchsdauer. Bei PKV Versicherten entfällt dies.

Von der PKV erhielt ich die telefonische Auskunft, dass man leiste, weil der Tarif keine Karenztage bei einem Rezidiv beiinhaltet.

Heute erhielt ich mit der Post die Rückforderung der PKV über den Zahlbetrag für diesen Zeitraum. Ist das denn rechtens? Müßte dann die PKV den Betrag an die Agentur zurück führen und meine Anspruchsdauer beim ALG I verändert werden, oder bin ich hier auch wieder als PKVler der gekniffene?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundlage für die Zahlung von Krankentagegeld ist, vorbehaltlich der Prüfung Ihrer zugrundeliegenden AVB, dass sie krankheitsbedingt kein Gehalt oder eine entsprechende Ersatzleistung bekommen. Hintergrund dafür ist das sogenannte Bereicherungsverbot. Danach darf das Einkommen eines Arbeitnehmers im Falle einer Krankheit nicht höher sein als sein im Beruf erzieltes Arbeitseinkommen. Damit gleichzusetzen sind naturgemäß Leistungen der Arge mit Lohnersatzfunktion. Da Leistungen von der Arge erbracht worden sind, erfolgt die Rückforderung wohl zu Recht.

Die PKV hat demnach nicht zu leisten, eine Rückführung oder dergleichen wird es nicht geben. Die Leistungen der PKV sind subsidiär. Tut mir Leid, dass Sie insofern das Nachsehen haben!

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann, Rechtsanwalt

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