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Muss die PKV das Krankentagegeld weiterzahlen ???

22.05.2014 13:29 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Hallo zusammen,

ich bin seit Februar 2013 wg eines Mittelfussbruches krankgeschrieben. Ich selbst bin privat Krankenversichert und habe nach 6 Wochen (Angestellter) auch schön das Krankentagegeld bekommen. Soweit so gut.
Da sich immer noch Probleme mit dem Fuss ergeben haben, bin ich bis auf weiteres krank geschrieben.
Nun ist mir vor 2 Wochen auf besagten Fuss ein Fernseher gefallen (also wärend ich noch krankgeschrieben war), worauf ich nun (nachdem die Schwellung zurückgegangen ist) operiert werden muss und noch länger zu hause sein werde.

Meine Frage ist nun, ob die PKV die Krankentagegeldleistung einstellen kann (Das wäre echt bescheiden), da es sich ja um einen neuen Unfall handelt.
Es ist der gleiche Fuss, aber während einer noch nicht abgeschlossenen Krankheit eine neue Krankheit hinzugekommen.

Danke für die Antworten und Grüsse aus Berlin

Einsatz editiert am 22.05.2014 15:21:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:

1. Ein Ausschluss der Leistungspflicht besteht regelmäßig nur für Arbeitsunfähigkeit durch bewusst unter Alkoholeinfluss oder grob fahrlässig herbeigeführte Unfälle, wovon ich in Ihrem Fall nicht ausgehe.

2. Nur wenn in Ihrer Versicherungspolice die Dauer des maximalen Krankentagegeldanspruches begrenz ist und , könnte sich die Frage stellen, wie der Unfall mit dem Fernseher zu behandeln ist.

Nämlich, wenn die maximale Bezugsdauer aus dem ersten Versicherungsfall (Mittelfussbruch) überschritten wäre, wovon ich angesichts der kurzen Bezugsdauer auch nicht ausgehe.

In dem Fall würde der erneute Unfall jedoch auch einen neuen Versicherungsfall darstellen, da eine erneute Heilbehandlung wegen eines Unfalls notwendig geworden ist, in deren Rahmen die Arbeitsunfähigkeit festgestellt wurde.
Daher würde auch die Bezugsdauer von Neuem zu laufen beginnen

Der später Unfall begründet dabei - abgesehen von den o.g. Ausnahmen - nicht den Fortfall des Leistungsanspruches wegen der bereits bestehenden Arbeitsunfähigkeit.

Ich hoffe, Ihnen eine rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2014 | 15:13

OK, das habe ich verstanden. Aber meine Frage richtet sich mehr danach, ob nun wieder 6 Wochen Karenzzeit bei der PKV eintreten oder nicht.
Sprich meine erste Verletzung ist noch nicht ausgeheilt und es kommt nun am gleichen fuss eine neue hinzu.
Ich bin nach wie vor Krankgeschrieben wg. de ersten. Kann nun die PKV sagen, dass dies eine neue Verletzung ist und die Zahlungen für das Krankentagegeld einstellen, obwohl ich ja immer noch Krankentagegeld für die erste Verletzung beziehe.
Weil arbeiten kann ich ja so oder so nicht. Aber ich habe auch Angst, dass die PKV sich durch diesen neuen Unfall aus Ihren Krankentagegeld - Verpflichtungen mogeln möchte. (Habe keine Begrenzungen auf Krankentagegeld (Dauer) drinstehen.

Danke für die Info.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.06.2014 | 10:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:

In der Versicherungsbedingungen ist dazu meist die Klausel enthalten (bitte überprüfen Sie, ob diese Klausel in Ihren Versicherungsbedingungen vorhanden ist, meist unter § 1 Gegenstand des Versicherungsschutzes):

Eine während der Behandlung neu eingetretene und behandelte Krankheit oder Unfallfolge, in deren Verlauf Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird, begründet nur dann einen neuen Versicherungsfall, wenn sie mit der ersten Krankheit oder Unfallfolge in keinem ursächlichen Zusammenhang steht.

Sofern dieses Klausel in den Bedingungen Ihres Vertrages enthalten ist, dann ist davon auszugehen, dass ein einheitlicher Versicherungsfall vorliegt, da die ursprüngliche Verletzung noch nicht ausgeheilt war und der zweite Unfall sie verschlimmert hat.

Die Karenzzeit würde daher nicht erneut zu laufen beginnen.



Ich hoffe, Ihnen eine rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

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