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Operation schlecht gemacht?


| 22.12.2006 14:25 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von



Der Sachverhalt:

Ende Mai 2005 hatte ich einen Motorradunfall in Tschechien. Seitdem bin ich berufsunfähig wegen einer Schädigung des rechten vorderen Seitenstranges, die sich in Kraftverlust, Taubheitsgefühl und Gleichgewichtsstörungen in den Beinen sowie Schmerzen im OP-Bereich äußert. Ich bin (war) beruflich selbständig.

Über Umwege wurde ich ins Klinikum Deggendorf eingeliefert. Es wurde eine Fraktur des 5. Brustwirbels (relativ unkomplizierte Bruchart - Kompressionsbruch)festgestellt. Bei der Aufklärung über die Risiken vor der OP wurde auf meine Frage, ob sich den der Operateur mit dieser Art der Operation auskenne, gesagt: Das machen wir jeden Tag. Daran hatte ich schon Zweifel - ich war ja nicht in der Unfallklinik Murnau - aber was willst du machen, in dieser Situation. Man will das ja dann glauben. OK - das nur nebenbei.

Im OP-Bericht steht schwarz auf weiß, dass vor der OP keine neurologischen Ausfälle festgestellt wurden. Ich hatte außer starken Schmerzen in der Brust auch keine nennenswerten Beschwerden.

Direkt nach dem Erwachen aus der Narkose, mußte ich ein Taubheitsgefühl in den Beinen feststellen, woraufhin ich sofort noch einmal mit dem CT durchleuchtet wurde. Es wurde aber keine Druck-Beeinträchtigung festgestellt.

Später bei der Visite wurde mir auf meine Frage vom mitoperierenden Oberarzt gesagt: Meine Nerven im Spinalkanal wären noch vom Eingriff her "beleidigt". Durch die manuelle Belastung bei der OP hervorgerufen.

Im Februar wurde durch eine fachärztliche, neurologische Untersuchung eine Schädigung des rechten vorderen Seitenstranges (geografische Bezeichnung des Teiles des Hauptnervenstranges)festgestellt.

Für mich stellt sich die Lage so dar: Der Operateur hatte entweder einen schlechten Tag oder eben zuwenig Routine bei dieser Art von Eingriff. Er hat in dem sensiblen Bereich wahrscheinlich durch manuellen Druck - eventuell mit Instrumenten - die Schädigung verursacht.

Ich hätte gerne von dem Verantwortlichen bzw. seiner Versicherung Schadensersatz. Gibt es Präzendenzfälle, die auf meinen Fall anzuwenden sind? Unter welchen Voraussetzungen kann eine Klage in meinem Fall Erfolg haben. Mit welchen Kosten muß ich rechnen? Gibt es Chancen auf eine außergerichtliche Einigung?

Vielen Dank und schöne Feiertage
22.12.2006 | 16:15

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

Wir befinden uns hier im Bereich des Arzthaftungsrechts. Dementsprechend müsste einen Anwalt zunächst das Krankenhaus anschreiben und Einsicht in die vorliegenden Behandlungsunterlagen nehmen. Ohne Einsicht in Unterlagen jedenfalls wenig Sinn, über Präzedenzfälle oder eine etwaige Haftung zu sinnieren.

Dementsprechend würde die Tätigkeit eines Anwalts zunächst zur Prüfung dieser Akte beziehungsweise Überprüfung der Haftungslage durchgeführt werden. Die Kosten dieser Bearbeitung hängen grundsätzlich vom Gegenstandswert ab, meistens werden jedoch Honorarvereinbarungen (Stundensatzvereinbarung) getroffen, da ansonsten die umfangreiche Tätigkeit in einer Arzthaftungssache kaum kostendeckend ist. Ist eine Rechtschutzversicherung vorhanden, kann diese natürlich einen Teil der Kosten dann auch übernehmen.

In Ihrem Fall müsste zunächst geklärt werden, ob die Schädigung des rechten vorderen Seitenstranges durch einen Behandlungsfehler verursacht wurde. Dazu müsste nachgewiesen werden, dass der Arzt den objektiv zu bestimmen den medizinischen Standard bei seiner Behandlung unterschritten hat. Dann stünde nämlich auch fest, dass der Arzt seine innere Sorgfaltspflicht verletzt hat (BGH VersR 2003, 1128). Dann wiederum muss der Arzt darlegen, dass er die objektive Sorgfaltspflichtverletzung nicht subjektiv zu vertreten hat (u. a. BGHZ 28,251, 254). Allein die Annahme, dass aufgrund des operativen Misserfolges ein Behandlungsfehler vorliegen kann, genügt jedenfalls nicht.

Diese Fragen können vorab durch ein Privatgutachten geklärt werden oder aber es wird nach Prüfung der Akte ein Schlichtungsgutachten der erstellt. Letzteres ist in vielen Bundesländern sogar kostenlos.

Ich kann ihn daher nur dringend raten, einen mit Arzthaftungsrechts befassten Kollegen Ihres Vertrauens mit der weiteren Prüfung Ihres Falles zu betrauen. Ohne Akteneinsicht und genauer Analyse der medizinischen Fakten kann eine abschließende Beurteilung hier leider nicht abgegeben werden.




Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mail(at)<image> </image>anwaltskanzlei-hellmann.de


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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