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Nutzung Einfamilienhaus nach Trennung /Scheidung

20.04.2010 13:58 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Hallo,
folgender Sachverhalt:
Ich lebe seit 2 Jahren von meiner Ehefrau getrennt. Scheidung soll dieses Jahr abgeschlossen werden.
Habe seit 11/2 Jahren eine neue Lebenspartnerin die 3 Kinder aus erster Ehe und ein Kind mit mir zusammen hat. Wir wollen in ein Haus ziehen, was zu je 50% meiner Ex und mir gehört.
Meine Ex ist da ausgezogen will aber verhindern das ich das Haus behalte7bewohne. Sie kann es nicht weiter finanzieren. Bei mir geht das.Zinsbindung endet in 2011.Grundschuld ist ungefähr so hoch wie die noch offene Kreditsumme.
Was kann sie mir in den Weg stellen, das ich das Haus nicht behalten kann?
Kann sie ihren Anteil verkaufen, beleihen, versteigern etc.?
Ich selbst würde in die Teilungsversteigerung gehen und selbst mitsteigern wollen.
Ein Verkauf zu angemessenen Konditionen ist z.Zt. nicht realisierbar bzw. kann ich dann auch selbst übernehmen.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Ihre Ehefrau kann über ihren Miteigentumsanteil nach Belieben verfügen, sie kann vor allen Dingen jederzeit die Auseinandersetzung der Gemeinschaft nach § 753 BGB verlangen.

Da ein Grundstück in Natur nicht geteilt werden kann, erfolgt die Aufhebung der Gemeinschaft bei Grundstücken durch Zwangsversteigerung und Aufteilung des Erlöses entsprechend den Miteigentumsanteilen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


Nachfrage vom Fragesteller 20.04.2010 | 17:56

Vorab vielen Dank!
kann mir meine Exfrau die Nutzung mit meiner neuen Familie verwehren?
Bzw. wenn ich das Haus allein nutze und die entsprechende Nutzungsentschädigung zahle darf sie das Grundstück betreten oder kann ich mich dagegen verwehren?
Nochmals vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.04.2010 | 18:03

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Hier ist § 745 BGB zu beachten:

§ 745 - Verwaltung und Benutzung durch Beschluss

(1) Durch Stimmenmehrheit kann eine der Beschaffenheit des gemeinschaftlichen Gegenstands entsprechende ordnungsmäßige Verwaltung und Benutzung beschlossen werden. Die Stimmenmehrheit ist nach der Größe der Anteile zu berechnen.

(2) Jeder Teilhaber kann, sofern nicht die Verwaltung und Benutzung durch Vereinbarung oder durch Mehrheitsbeschluss geregelt ist, eine dem Interesse aller Teilhaber nach billigem Ermessen entsprechende Verwaltung und Benutzung verlangen.

(3) Eine wesentliche Veränderung des Gegenstands kann nicht beschlossen oder verlangt werden. Das Recht des einzelnen Teilhabers auf einen seinem Anteil entsprechenden Bruchteil der Nutzungen kann nicht ohne seine Zustimmung beeinträchtigt werden.

Aus § 745 Abs. 3 BGB ergibt sich, dass das Recht Ihrer Ex-Frau auf den ihren Anteil entsprechenden Bruchteil der Nutzungen nicht ohne ihre Zustimmung beeinträchtigt werden kann.

Dieses Recht könnte Ihre Ex-Frau notfalls auch gerichtlich durchsetzen.



Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

www.kanzlei-roth.de

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