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Nachmieter und Mieterhöhung


| 05.09.2006 13:38 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Folgende Situation: Wir haben unsere jetzige Wohnung fristgemäß zum 1.12. gekündigt da wir Nachwuchs erwarten und in eine größere Wohnung wollen.

Da wir aber schon früher umziehen haben wie ein Interesse daran, schon zum 1.11. den Mietvertrag zu beenden. Der Vermieter hat erklärt, bei einem passenden Nachmieter wäre er bereit, den Vertrag vorzeitig aufzulösen.

Jetzt hat er aber erklärt, dass er von einem Nachmieter statt wie wir 1000 Euro Miete nun 1075 Euro Miete haben möchte. Dies ist natürlich gut für ihn, vermindert aber deutlich unsere Chancen, einen Nachmieter zu finden. (1 Monat später hat er dann das gleiche Problem).

Ich habe mich informiert, dass aufgrund des Nachwuchses ein Vermieter uns bei Stellung eines adäquaten Nachmieters, aus dem Mietvertrag entlassen muss. (Bitte Widerspruch, falls falsch.)

Daher meine Frage: Sind wir bei der Nachmietersuche an diese Preisvorstellung gebunden oder reicht es, ihm einen solventen Nachmieter vorzustellen, der bereit wäre den jetzigen Preis zu zahlen? Haben wir ein a.o. Kündigungsrecht, wenn der Vermieter diesen Nachmieter ablehnt?

Bitte um kurze Antwort mit Referenzen auf Paragraphen und Urteile, falls vorhanden.
Sehr geehrter Ratsuchender ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf Grund Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist der Vermieter nicht verpflichtet auf Verlangen des Mieters den Mietvertrag aufzuheben.

Es haben sich aber Fallgruppen herausgebildet,aus denen der Mieter einen Anspruch hat, wenn er ein berechtigtes Interesse hat und einen geeigneten und zumutbaren Ersatzmieter stellt.

Ein berechtigtes Interesse stellt, wie Sie bereits wissen, erwarteter Nachwuchs dar.

Somit haben Sie einen Anspruch, wenn der Ersatzmieter geeignet ist.

Der Vermieter darf einen Ersatzmieter nicht deswegen ablehnen, weil dieser den Mietvertrag nicht zu geänderten Bedingungen abschließen will.

Ausnahme hierzu ist aber: War der Vermieter bereits Ihnen gegenüber zu einer Mieterhöhung berechtigt, kann er diese auch vom Ersatzmieter verlangen.

Lehnt der Vermieter einen Ersatzmieter unberechtigt ab, ist der Mieter so zu stellen, als wäre ein Nachfolgemietverhältnis zu Stande gekommen.

Somit müssen Sie grundsätzlich nur einen solventen Mieter finden, der den Vertrag unter den bisherigen Bedingungen schließt. Wäre Ihr Vermieter aber zu einer Mietpreiserhöhung berechtigt gewesen, so kann er eine Mieterhöhung verlangen und Sie müssen dann einen Mieter finden, der zu den neuen Bedingungen einen Mietvertrag mit dem Vermieter schließt.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung einen Überblick verschafft zu haben.

Ergänzend möchte ich auf folgendes hinweisen. Meine Auskunft umfasst wesentliche Gesichtspunkte die im geschilderten Fall allgemein zu beachten sind. Daneben können weitere Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem ganz anderen Ergebnis führen können. Deshalb sind verbindliche Empfehlungen darüber, ob und wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia Vetter


Nachfrage vom Fragesteller 05.09.2006 | 15:12

Besten Dank.

"Lehnt der Vermieter einen Ersatzmieter unberechtigt ab, ist der Mieter so zu stellen, als wäre ein Nachfolgemietverhältnis zu Stande gekommen." - das heißt, wir müssten keine Miete zahlen und hätten Anspruch auf Kautionsauszahlung?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.09.2006 | 15:50

Sehr geehrter RatsuchenderIhre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Bei unberechtigter Ablehnung müssen Sie ab den Zeitpunkt, zu dem das neue Mietverhältnis hätte geschlossen werden sollen,keine Miete mehr bezahlen.

Auch haben Sie Anspruch auf Kautionsrückzahlung.
Dabei wird aber dem Vermieter von der Rechtsprechung meist eine Frist von maximal 6 Monaten zur Rückzahlung eingeräumt.

Vetter

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