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Vermieter möchte uns aus der Wohnung, wegen einer Mieterhöhung haben.

| 10.07.2019 19:06 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind letztes Jahr im November 2018 in die Wohnung von unserer Nichte, mit dem Einverständnis des Vermieters, gezogen.
Unsere Nichte hatte auch zum November 2018 gekündigt, aber hätte eine Strafe von drei Monaten zahlen müssen.
Es wurde erstmals von einer Frist mündlich gesprochen, von 6 Monaten und danach sollte der Mietvertrag auf meinen Namen laufen.
Es dürfte sich hierbei nicht um ein Untermietvertrag handeln, weil nicht die Nichte die Wohnungsgeberbestätigung für uns ausgefüllt hat, sondern die Vermieterin selbst und daher ist es für mich ein mündlicher unbefristeter Vertrag!?
Ich hatte der weilen direkten Kontakt mit der Vermieterin und Fragte sogar, was die Miete denn nach den 6 Monaten kosten sollte, aber nie eine Antwort erhalten. (Miete wurde immer pünktlich gezahlt und auch die Kaution).
Da die Warmmiete 770,00 warm kostet und ich leider weiß, das es hier für München sehr billig ist, fragte ich wie schon gesagt nach der Erhöhung.
Jetzt möchte aber die Vermieterin, das Wir auf jeden Fall auszuziehen haben, um eine offizielle Ausschreibung durchzuführen und da haben Wir bis Ende Juli 2019 Zeit.
Wenn es nicht geschieht, möchte die Vermieterin meine Nichte vor Gericht schleifen und dadurch macht Sie jetzt einen riesen Aufstand mit uns und Wir möchten Mittlerweile aus diese Wohnung ausziehen, aber nach dem 50 mal Bewerbung auf eine andere Wohnung weiß ich nicht mehr weiter.
Ich könnte mir vorstellen, das die Vermieterin nur nach einer offiziellen Ausschreibung, die Miete so richtig erhöhen kann, daher möchte Sie das Wir ausziehen.
Ich habe weiter herausgefunden, das der Vertrag von meiner Nichte mit der Vermieterin, zwar die richtige Adresse steht, aber nicht die richtige Hausnummer. Hat dieser Vertrag dann überhaupt Gültigkeit (seit 2015)
Meine Frage wäre:
Kann uns die Vermieterin ab Juli 2019 auf die Strasse setzen?
Hat mein mündlicher Vertrag Gültigkeit oder ist tatsächlich meine Nichte verantwortlich?
P.S. die Vermieterin macht nur Druck auf meine Nichte und reagiert auf keine Nachrichten von mir

Ich danke Ihnen Hochachtungsvoll,

Mit freundlichen Grüssen
Marcel Oehmig

Guten Abend,

ich möchte Ihre AQnfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung ist in der Tat von einem mündlichen Mietvertrag zwischen dem Vermieter und Ihnen auszugehen. Die mündlich erfolgte Befristung auf zunächst 6 Monate ist unwirksam, weil § 575 BGB für einen wirksamen Zeitmietvertrag verlangt, dass der Vermieter dem Mieter den Grund der Befristung bei Vertragsschluss schriftlich mitteilt. Da das nicht geschehen ist, ist ein Mietvertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen worden.

Der Vermieter hat nur dann einen Anspruch gegen Sie auf Räumung, wenn er wirksam gekündigt hat und sich dabei auf einen Kündigugsgrund i.S.d. § 573 BGB angibt. Bislang liegt offensichtlich aber noch nicht einmal eine schriftliche Kündigung vor, so dass derzeit kein Räumungsanspruch besteht.

Die von Ihnen beschriebenen Fehler im Vertrag zwischen Ihrer Nichte und der Vermieterin haben keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Vertrages.

Ihre Nichte dürfte nicht mehr Vertragspartner des Vermieters sein, denn wenn sie seit 2015 in der Wohnung gewohnt hat und im November 2018 gekündigt hat, wäre der Mietvertrag nch der gesetzlichen Kündigungsfrist des § 573c BGB spätestens im Februar 2019 ausgelaufen.

Spätestens seitdem sind Sie Mietpartei.

Eigentlich kann der Vermieter auf Ihre Nichte keinen Druck mehr machen, weil Ihre Nichte mit der Sache nichts mehr zu tun hat.

Sie sollten sich gegen Versuche des Vermieters, Sie aus der Wohnung zu setzen, wehren.

Mit freundlichen Grüßen


Bewertung des Fragestellers 13.07.2019 | 16:40

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