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Nachbar wegen Wasserschaden haftbar machen?

04.06.2008 10:34 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Durch sehr starke Regenfälle haben wir einen erheblichen Wasserschaden erlitten. Unser Haus ist ein sogenanntes Reihenbungalow, wobei das Wasser nachweislich vom Nachbargrundstück kam, das zu unserer Hausseite ein starkes Gefälle aufweist und für eine darauf befindliche Dachwassersickergrube (ca 5 m von der Grundstücksgrenze entfernt) viel zu klein ist, so ca. 100 qm.
Bereits 2005 hatten wir den gleichen Schaden, wobei ich damals den Nachbarn schriftlich aufforderte sein Dachflächenwasser nicht mehr in die nicht funktionierende Sickegrube zu leiten.
Er unternahm allerdings nichts, wobei ich ihm nach Fristablauf schriftlich mitteilte, ihn künftig haftbar zu machen, sollten neue Wasserschäden entstehen.
Nunmehr haben wir das Problem erneut, und noch viel schlimmer!
Das Wasser schoss am abschüssigen Nachbargundstückchen wie eine Fontäne aus dem Erdreich und verschwand am tiefsten Punkt direkt an unserer Hauswand im Erdreich und verursachte in unseren zum Nachbarn hin liegenden zwei Zimmern kleinere Seen.
Hinzu kommt, dass die Bodenplatte unseres Hauses ca. 1 m tiefer liegt als die Bodenplatte des Nachbarhauses.
Frage können wir den Nachbarn nunmehr haftbar machen für den aufgetretenen Schaden?
Während des heftigen Gewitterregens (vergangene Nacht von Montag auf Dienstag Region Rhein-Sieg-Kreis)war der Nachbar nicht anwesend (Auslandsurlaub), hätte aber auch bei Anwesenheit nichts zur Abwehr des Wassers unternehmen können.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Zunächst wäre Ihr Nachbar gemäß § 27 Nachbarrechtsgesetz NRW dazu verpflichtet, seine baulichen Anlagen so zu errichten, dass Niederschlagswasser nicht auf das Nachbargrundstück tropft, auf dieses abgeleitet wird oder übertritt.

Diese Vorschrift betrifft auch die Pflicht, Vorkehrungen zu treffen, dass Schäden, wie die Aufgetretenen, nicht entstehen. Sofern Ihr Nachbar also aus Erfahrung wusste, dass seine Sickergrube nicht im Stande ist, das Regenwasser auszunehmen, hätte er deren Fassungsvermögen vergrößern müssen.

Gemäß §§ 28 Abs. 2, 17 Nachbarrechtgesetz ist Ihr Nachbar zum Ersatz des Ihnen entstandenen Schadens verpflichtet.

Hinsichtlich des Schadensersatzanspruchs ist es unbeachtlich, ob Ihr Nachbar im Moment des schädigenden Ereignisses zugegen war oder nicht.

Daher sollten Sie Ihren Nachbarn über die aufgetretenen Schäden und deren Ursache bzw. Entstehung in Kenntnis setzen und den Ersatz des Schadens verlangen.

---

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt

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