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Miteigentümerin schickaniert gesamte Eigentümergemeinschaft


| 11.02.2007 17:17 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich betreue seit Anfang des Jahres als Verwalter eine schwierige 3er Eigentümergemeinschaft, bestehend aus 2, von den Miteigentümern selbst genutzen Wohnungen, sowie 1 Geschäftseinheit (unterteilt in 2 Ladenlokale). Die ehemalige Verwaltung wurde zum Jahreswechsel gekündigt, und glänzte bis dato mit Untätigkeit. Beschwerden seitens der Hausbewohner wurden nicht bearbeitet, eine Hausordnung gab es nicht, die Miteigentümerin der Geschäftseinheit macht bis heute was sie möchte und führt sich als Hauseigentümerin auf. Ich wohne selbst auch in dem Haus, und bekomme natürlich alles mit. Da ich jedoch zur Neutralität verpflichtet bin, kann ich selber nicht allzuviel ausrichten. Die Miteigentümerin der Geschäftseinheiten schickaniert die übrigen, im Hause wohnenden Miteigentümer seit Jahren, in dem sie die Hausbewohner monatelangen Sanierungsarbeiten aussetzt, ihre Mieterschaft gegen die Hausbewohner aufhetzt,Drohbriefe an die Hausbewohner verfasst, Lügen verbreitet, und grundsätzlich versprechen an die Miteigentümer "verlauten lässt", die sie dann jedoch niemals einhält. In der letzten Versammlung wurden die Hausbewohner über einen Zeitungsbericht über das Vorhaben der Miteigentümerin quasie überfahren, das im Haus, in ihrem Miteigentumsanteil - eines der Ladengeschäfte - eine sogenannte "Tafel" für Hilfsbedürftige eingerichtet werden soll. Den Miteigentümern wurde das "blaue vom Himmel versprochen". So kam es zu einer auflagengebundenen Zustimmung der Nutzung des Miteigentumanteils für das Vorhaben dieser "Tafel", wobei bis dato der genaue Umfang der Nutzung keinem der Miteigentümer bekannt war (alle Informationen folgten aus einem Zeitungsbericht). Seitdem die Nutzer von der Miteigentümerin die Schlüssel haben, kommt es im Haus immer wieder zu Ruhestörungen durch Anlieferung von Einrichtungsgegenständen, die grundsätzlich in unzumutbarer Lautstärke im Haus und Laden erfolgen. Durch einen neuerlichen Pressebericht wurde nun das gesamte Ausmaß des Vorhabens bekannt, und die Hausbewohner fühlen sich durch die Miteigentümerin betrogen und getäuscht, und ziehen widerrufen ihre in der Versammlung (unter falschen Angaben der Miteigentümerin) erteilte Zustimmung zur Nutzung als "Tafel für Hilfsbedürftige", da sie nun erfahren haben, dass mit erheblichem Menschenauflauf, sowie Lärm und Schmutz aber vor allem eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität rechnen müssen, und auch erhebliche Beschädigungen am Gemeinschaftseigentum durch die Nutzer der "Tafel" befürchten. Does alles scheint die Miteigentümerin nur wenig zu interessieren. Weder führt sie ihre Verplfichtungen der regelmäßigen Säuberung ihres Miteigentumanteiles durch, noch reagiert sie überhaupt auf irgendwelche Aufforderungen der Gemeinschaft - geschweige denn der Verwaltung. Die Miteigentümer beschwerten sich bereits mehrfach bei mir schriftlich, wobei ich als Verwalter auch nur abmahnen kann, was ich nun zwecks Verstoß gegen die Hausordnung, die hier seit einigen Wochen nun besteht, wegen Lärmbelästigung auch durchführte. Jedoch wird durch diese Abmahnungen der Friede im Haus nicht gefördert, und die Schickanen durch die Miteigentümerin oder deren Nutzer gegenüber den Hausbewohnern nicht geringer. Ich selber halte die Mitgliedschaft dieser Miteigentümerin für die Gemeinschaft unzumutbar. Was raten Sie mir an, was ich in dieser verzwickten Situation machen kann, und was vor allem für die Hausbewohner am sinnvollsten ist. Die Zustimmung würde ich aufgrund der erfolgten Abmahnung wegen Verletzung der Auflagen (Lärmbelästigung bzw. Ruhestörung und Verstoß gegen die Hausordnung) widerrufen - doch diese Person macht eh´ was sie will. Ein Teufelskreis ! Ich bin mit meinem Latein nicht nur als Verwalter am Ende.
11.02.2007 | 17:48

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.In Ihrer Situation empfiehlt es sich, dass aufgrund der massiven Störungen durch eine Miteigentümerin ein Rechtsanwalt mit der Vertretung der Interessen der Miteigentümergemeinschaft beauftragt wird.

2.In der derzeitigen Situation müssten Sie zunächst eine Sondereigentümerversammlung einberufen, mit dem Antrag, den unter falschen Voraussetzungen zustande gekommenen Beschluss aufheben zu lassen.

3.Sollte es dringlich sein, kann eine Entscheidung des Gerichts angefordert werden, § 43 WEG.

4.Problematisch erscheint hier, dass das Vorhaben das Sondereigentum der Miteigentümerin betrifft. Grundsätzlich darf sie damit verfahren, wie sie es möchte. Jedoch darf durch die Nutzung den übrigen Miteigentümern kein über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidliche Maß hinaus ein Nachteil erwachsen. § 14 Nr. 1 WEG. Ob das im vorliegenden Fall zu befürchten ist, bedarf einer umfassenden Sachverhaltsermittlung. Wenn Sie das alleine nicht beurteilen können, sollten Sie einen Anwalt hinzuziehen.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
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80333 München
Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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