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Mietzinsdifferenz


19.11.2012 23:49 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Mack



Ich möchte gerne im Zuge einer außerordentlichen Kündigung eines Mietvertrages, wobei die Berechtigung vorausgesetzt ist, eine Mietzinsdifferenz geltend machen.

Meine vorherige Wohnung kostete 1200 EUR, die neue 1500 EUR warm. Da dachte ich, die Mietzinsdifferenz betrüge 300 EUR. Nun wurde ich von meiner Rechtsanwältin eines Besseren belehrt: Sie schrieb mir:
„Die Mietdifferenz kann ich so gar nicht nachvollziehen. Nach dem neuen
Mietvertrag beträgt die Wohnfläche ja 157 qm. Die alte Wohnfläche
betrug entweder, je nach dem, wie man rechnet, 127,
jedenfalls ist sie deutlich kleiner. Dann müsste man die
Nettokaltmiete auf die Quadratmeter umrechnen, weil der Schadensersatz
sich nicht auf die absolute Differenz der Bruttowarmmiete bezieht.

Rechnet man mit 130 qm, wäre die € 1.000,00 Nettokaltmiete lediglich
7,69 €. Diese liegt aber immer noch höher als die neue Miete, die €
7,56 beträgt. Ich denke daher, dass für einen Schadensersatz wegen der
Mietzinsdifferenz kein Raum ist.

Ich habe daher diese Mietzinsdifferenz nicht geltend gemacht."

Das steht aber im Weyhe, Anwalts-Taschenbuch anders:

http://books.google.de/books?id=lxIvsGmjAhoC&pg=PA143&lpg=PA143&dq=Mietzinsdifferenz&source=bl&ots=vTyO-ebNXG&sig=qU1Ey7cL8I8CChH6xycIGjWJbGc&hl=en&sa=X&ei=Dq2qUJ7MHoz5sgbx34GgBA&ved=0CDoQ6AEwAw#v=onepage&q=Mietzinsdifferenz&f=false

(einfach in die Leiste kopieren)

Wer hat nun Recht?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Unter Beachtung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes beantworte ich die Frage gerne wie folgt:

Meiner Ansicht nach kann Ihre Rechtsanwältin zumindest nicht ohne weiteres mit dem Preis pro m² argumentieren, aber dies kommt auf die Lage des Einzelfalls an.

Der Ausgangspunkt ist die Tatsache, daß der Vermieter aufgrund einer ungerechtfertigten Kündigung Schadensersatzpflichtig ist.

Zum Schaden gehört wie Sie richtig sagen auch eine mögliche Mietdifferenz, wenn also eine neue vergleichbare Wohnung teurer ist.
Hierbei ist darauf hinzuweisen, daß der Mieter für diesen Schaden die Darlegungs- und Beweispflicht hat.

Weiterhin folgt u.a. aus der Schadensminderungspflicht, daß der Mieter sich tatsächlich um eine vergleichbare Wohnung – also ähnliche Ausstattung, Größe etc. – bemühen muß.

Falls dies nicht gelingt, also z.B. eine gleich große Wohnung nicht zu bekommen ist, dann kann der Mieter grundsätzlich auch eine größere Wohnung anmieten und die entsprechenden Kosten als Mietdifferenz im Rahmen des Schadensersatzanspruchs geltend machen.

Daher wäre die von Ihnen erwähnte Mietdifferenz grundsätzlich erstattungsfähig, wenn Sie nachweisen können, daß eine vergleichbare Wohnung wie die unrechtmäßig gekündigte nicht zu bekommen war.

Ich möchte Sie noch einmal darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben und eine vollständige und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann.
Das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung ergeben.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung bieten und stehe Ihnen für eine persönliche Rechtsberatung auch über die angegebene E-mail Adresse gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt


________________________________________________________
Rechtsanwalt Thomas Mack
Throner Str. 3
60385 Frankfurt a.M.
Tel.: 0049-69-4691701
E-mail: tsmack@t-online.de


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