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Mietrecht Garten

14.03.2015 16:52 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Guten Tag.

Im Dezember 2014 mieteten wir eine Doppelhaushälfte.Haus und Garten waren in einem sehr ungepflegten Zustand.
Der Vemieter,und auch nur der steht im Mietvetrag drin,sicherte uns absolut freie Hand bei der Gartengestaltung zu.Nur die Apfelbäume (2) sollten stehenbleiben.Ist ja auch o.k. .Nur unter diesen Umstanden haben wir das Haus auch angemietet.

Nun hat die Gartensaison für uns damit begonnen das wir angefangen haben den Garten auf den Kopf zu stellen.War ja auch so vereinbart.

Nun macht die Frau vom Vermieter Theater weil wir auch Büsche und Sträucher entfernt haben.Das wären alles Ideelle Werte gewesen die hätten stehenbleiben sollen.

Diese Woche rief sie an und sagte Sie und Ihr Mann würden am Samstag vorbeikommen um zu sehen was noch zu retten wäre.Bis dahin hätten wir jegliche Gartenarbeit zu unterlassen.

Um 15 Uhr erschienen die beiden dann auch.

Erst Ihr Mann,der sagte nur "gut das die Rose noch stehengeblieben ist,sonst hätte es richtig Streit gegeben".Mehr nicht.

Aber Sie heulte um jede Pflanze die weg ist.Was wir uns denn einbilden würden.Ich hätte ja gar keine Ahnung.Was für ein Vorbild ich für meine Kinder wäre,alles einfach rauszureißen.

Ich hätte alles wieder einzupflanzen und zu ersetzen.

Anschließend kam noch eine dritte Person dazu die die Apfelbäume schneiden sollte.Und noch eine weitere Person die sich den "Schaden" mal angucken sollte.

Zu den Apfelbäumen hieß es dann,wir dürften die Früchte nicht essen,zum Ernten und Pflegen würde jemand kommen.

Meine Fragen jetzt also:

Darf die Frau vom Vermieter die NICHT im Mietvetrag aufgeführt ist mir Vorschriften machen?

Muß ich das tolerieren das sie ständig auf dem von uns angemieteten Grundstück rumläuft?Und dann auch noch in Begleitung von mir fremden Personen?Anscheinend auch während unserer Abwesenheit.

Kann ich mich dagegen wehren das jetzt ständig jemand zum ernten und pflegen der Bäume bei uns rumläuft?

Muß ich tatsächlich die Pflanzen wieder so setzen wie sie es gerne hätte?


Der Vemieter kann sich offensichtlich nicht gegen seine Frau durchsetzen und versucht immer allem aus dem Wege zu gehen.Wenn ich ihn direkt anspreche versucht er immer schnell wegzukommen.Auch Mängel die ich ich mitteile werden nicht behoben.Auch den Energieausweis für das Haus legt er nicht vor.Bei der Anmietung hieß es noch wird nachgereicht.Heute sagte er mir endlich das er gar keinen hat.


Danke im voraus für die Antwort.






Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen der von Ihnen gebuchten Erstberatung wie folgt beantworten:

Ansprechpartner in allen mietrechtlichen Belangen ist vorliegend ausschließlich der im Mietvertrag als solcher aufgeführte Vermieter. Andere Personen haben Ihnen daher keine Vorschriften zu machen.

Da Sie offenbar eine DHH mit Garten, also das gesamte Gerundstück, gemietet haben, können Sie jederzeit andere Personen des Grundstückes verweisen.

Was die Gartensache anbelangt, so kommt es primär auf die schriftlich hierzu getroffenen Vereinbarungen im Mietvertrag, den ich nicht kenne, an. Hier sollten Sie einmal nachsehen, was dort in Bezug auf die Gartenbenutzung geregelt ist.

Da in Mietverträgen meist eine Schriftformklausel vereinbart ist, gelten mündliche Abreden außerhalb des Mietvertrages leider nicht.

Grundsätzlich gilt daher, dass Sie die Mietsache später in dem Zustand zurückgeben müssen, in dem sie sich bei Anmietung befunden hat. Da sämtliche Anpflanzungen dem Vermieter als Grundstückseigentümer gehören, dürfen Sie diese auch nicht ohne dessen schriftliche Zustimmung entfernen. Es wäre daher für Ersatz an ursprünglicher Stelle zu sorgen, spätestens bei Rückgabe der Mietsache, wenn der Vermieter dies dann verlangt.

Ob Sie Personen, die zur Pflege der Bäume und zum Ernten der Früchte Zutritt zu dem von Ihnen angemieteten Grundstück begehren, hereinlassen müssen, richtet sich wiederum danach, ob es hierzu mietvertragliche Regelungen gibt. Denkbar wäre insoweit, dass die Gartenpflege dem Vermieter obliegt und er dies als Nebenkosten jährlich abrechnet. Aber auch dann ist natürlich eine vorherige Terminabstimmung mit Ihnen unbedingt erforderlich.

Das Ausschneiden der Bäume ist im Übrigen eine Instandsetzungsmaßnahme, die ja auch nicht jedes Jahr durchzuführen ist. Für notwendige Instandsetzungsmaßnahmen ist der Vermieter verantwortlich. Insoweit müssten Sie, sofern ein Zurückschneiden der Bäume auch tatsächlich erforderlich ist, nach vorheriger Terminabstimmung diese Arbeiten dulden. Ein Betretensrecht des Vermieters oder anderer, vom Vermieter beauftragter Personen, zur Ernte von Früchten gibt es nicht.

Soweit Sie freie Hand haben, was die eigentliche Gartengestaltung anbelangt, können Sie den Garten nach Ihren Vorstellungen gestalten. Allerdings gehört hierzu nicht, wie bereits erläutert, das Entfernen von Gewächsen, wenn hierzu keine schriftliche Erlaubnis des Vermieters erteilt wurde.


Ich hoffe, Ihre Fragen verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Bei Unklarheiten in der Beantwortung können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Dies gilt jedoch nicht für neue oder nun neu aufgetretene Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 14.03.2015 | 18:35

Vielen Dank für die rasche Antwort.

Im Mietvetrag steht lediglich:
Gartenpflege obliegt dem Mieter,Gartenwerkzeug wird gestellt.

Das heißt doch eigentlich das die gesamte Gartenpflege und auch das einbringen der Ernte der,dann von mir gepflegten Bäume,meine Sache ist.

Mir kann also niemand verbieten die Äpfel dann auch zu verspeisen?

Und jemand anderen als den im Mietvetrag genannten Vermieter brauche ich auch nicht in Haus und Garten zu lassen?

Reicht es also aus wenn ich zusage das ich den Garten bei Auszug wieder in den Ursprünglichen Zusatnd zurückversetze?

Vielen Dank für die Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.03.2015 | 18:53

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre ursprünglich gestellten 4 Fragen sind ja bereits vollumfänglich, anhand des mitgeteilten Sachverhalts, beantwortet worden. Neue Fragen, darauf hatte ich bereits in meiner Antwort vorsorglich hingewiesen, sind im Rahmen der Nachfragefunktion leider nicht zulässig.

Zur Klarstellung:

Wenn Sie die Gartenpflege freiwillig übernommen haben, entfällt auch ein etwaiges Direktionsrecht des Vermieters hinsichtlich der Gartenpflege.

Dass Sie keinen anderen Personen - dem Vermieter aber auch nur bei dringenden Instandsetzungsmaßnahmen, nach vorheriger Terminabstimmung - den Zutritt zur Mietsache gewähren müssen, hatte ich, soweit ich das sehe, auch schon beantwortet.

Sie können Ihrem Vermieter natürlich, um ihn zu beruhigen, zusagen, dass Sie den Garten im ursprünglichen Zustand zurückgeben werden, wenn Sie ausziehen. Verpflichtend ist diese Zusage jedoch nicht, da sich die Rückgabeverpflichtung im angemieteten Zustand bereits aus der Natur des Mietverhältnisses und damit von Gesetzes wegen ergibt.

Ich hoffe, etwaige Unklarheiten in Bezug auf Ihre ursprünglichen Fragestellungen beseitigt zu haben und darf mich abschließend nochmals für das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Frank PHileas Lemmer, Rechtsanwalt


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