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Mein Anwalt hat mich betrogen

| 10.01.2011 13:53 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Anwalt hat mich in 2.Instanz vor dem OLG als Beklagter in einem Zivilprozess vertreten und das Verfahren gewonnen.

Am Tage nach der Urteilsverkündung beantragte er bereits gegen mich einen Kostenfestsetzungsbeschluß und drohte mir bei Nichtzahlung mit der Einschaltung "spezieller Inkassobüros".

Er hat parallel seine Anwaltskosten beim Kläger auch angemeldet und ganz- oder teilweise ersetzt bekommen, ohne mir eine konkrete Abrechnung zu erteilen. Als ich ihm androhte, mich bei der Anwaltskammer zu beschweren, übersandte er mir den gegen mich vorliegenden Kostenfestsetzungsbeschluss als erledigt zurück, wiederum ohne Abrechnung.

Er hat also de facto an zwei Stellen kassiert und ich habe, nachdem keine Aufklärung mit ihm möglich war, Strafantrag wegen Betrug gestellt.

Die Ermittlungen sind inzwischen erfolgt und Zeugen vernommen. Der Vorgang liegt jetzt bei der Staatsanwaltschaft.

Meine konkreten Fragen sind:

1. Ist es in irgend einer Weise strafbar, wenn ich der Anwaltskammer davon Mitteilung mache, dass gegen meinen ehemaligen Anwalt wegen Betruges ermittelt wird?

2. Ist es strafbar, wenn ich seinem Umfeld, Nachbarn usw., von den Ermittlungen berichte??

Dieser Mensch hat mich mit allen Mitteln, offenbar krankhaft, genötigt, beleidigt und betrogen, so dass ich ihm nach allen Regeln der Kunst alles zurückzahlen möchte.

3. Ist er in irgendeiner Hinsicht schadenersatzpflichtig??

Vielen Dank für eine verbindliche juristische Einschätzung.

Sehr geehrte Ratsuchende,


Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

1.)

Nein, es steht Ihnen frei, die Kammer zu unterrichten. Diese hat dann die geeigneten Maßnahmen einzuleiten.

2.)

Davon sollten Sie Abstand nehmen, sofern keine rechtskräftige Verurteilung besteht. Denn dieses könnte ansonsten als Beleidigung angesehen werden. Neben zivilrechtlichen Konsequenzen müssten Sie dann auch mit einem Strafverfahren gegen sich rechnen.

3.)

Eine Verletzung des Anwaltsvertrages führt den Grunde nach immer zu einer Schadensersatzpflicht. Dabei kommt es aber auf alle Einzelheiten an, was nicht im Rahmen dieser Erstberatung komplett durchgeprüft werden kann. Lassen Sie sich insoweit individuell beraten.

Aber im Prinzip macht der Anwalt, der seine Pflichten verletzt, sich schadensersatzpflichtig.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 10.01.2011 | 14:21

Danke für die schnelle Antwort.

zu 2.)

bei seiner rechtskräftigen Verurteilung kann ich also jeden von der Verurteilung informieren,ohne mich strafbar zu machen? Z.B. die örtliche Presse. Ist das korrekt?

zu 3.)

Welche in Geld messbare Grundlage gilt denn für eine Schadenersatzpflicht, außer dass der Anwalt den Betrag, um den er sich bereichert hat, an mich zurückzahlen muss??

Danke für eine weitere Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.01.2011 | 15:16

Sehr geehrte Ratsuchende,

sofern Sie nicht verunglimpfend oder wahrheitswidrig berichten, können Sie auch die örtliche Presse informieren.

Neben den Kosten der Rechtsverfolgung wird es sehr schwer sein, einen messbaren Schaden abzuleiten. Sofern Sie an Schmerzensgeldansprüche denken, könnten diese eventuell zwar theoretisch möglich sein. Allerdings werden Sie Schwierigkeiten haben, dort einen messbaren Schaden beziffern zu können.

Daher sollten Sie darauf wenig Energie verschwenden. Kommt es zu einer Verurteilung, wird die Kammer sicherlich in Hinblick auf die Rechtsanwaltszulassung tätig werden. Ich denke, allein das wird dann schon reichen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 10.01.2011 | 15:42

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