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Makler Provision - Kein Vertrag mit Maklerin schriftlich abgeschlossen


26.02.2007 14:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,

mitte November ´06 kündigte ich meine Mietwohnung, die von einer Hausverwaltung betreut wird, mit der Bitte schnellst möglich einen Nachmieter zu akzeptieren.

Um einen Nachmieter kümmerte ich mich zum Großteil selbst und da die Hausverwaltung eine Maklerin für die Weitervermietung hinzuzog, habe ich dieser Maklerin sowohl Namen der Interessenten und Bilder der Wohnung zukommen lassen, sodass für sie keine weiteren Bemühungen nötig waren.

Um mir weitere Kosten zu ersparen, war ich natürlich an einer schnellst möglichen Vermietung der Wohnung interessiert. Bei einem Gespräch mit der Maklerin habe ich erwähnt, dass ich unter Umständen dazu bereit wäre die Provision zu übernehmen, was natürlich die Wohnung für die Nachmieter interessanter macht. Als antwort erhielt ich, dass man über die Provisionshöhe ja noch sprechen könnte.

Die von mir genannten Interessenten haben dann auch den Mietvertrag über meine alte Wohnung abgeschlossen.

Nun erhielt ich eine Rechnung der Maklerin über eine Provisionshöhe von 2KM+MWST (wenn ich richtig informiert bin ist das der Höchssatz), was ich erstmal für einen Witz gehalten habe.

Jetzt folgte eine Mahnung mit einer Fristsetzung, wenn ich bis zu diesem Datum die Provision nicht gezahlt habe, würde man ein Gerichtliches Mahnverfahren gegen mich einleiten.

Fakt ist, ich habe nie irgendeinen Vertrag mit dieser Maklerin schriftlich abgeschlossen! Das berut alles auf ein telefonisches Gespräch in dem ich davon Sprach die Provision eventl. zu übernehmen.

Eine Rechstsschutzversicherung ist vorhanden. Bitte nur um Antworten von Anwälten, die mich auch vor Ort vertreten würden.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach Ihrer Schilderung haben nicht Sie die Maklerin beauftragt, sondern die Hausverwaltung im Auftrage des Vermieters.

In diesem Fall ist nicht erkennbar, daß Sie zur Zahlung der Maklerprovision verpflichtet sind, denn Vertragspartner der Maklerin sind Sie nicht geworden.

Offenbar stützt die Maklerin ihre Forderung allein auf Ihre telefonische Aussage. Die Beweislast dafür, daß Sie sich verpflichtet haben, die Maklerprovision zu zahlen, obliegt in einem streitigen Verfahren der Maklerin. Ich halte es, jedenfalls nach den von Ihnen erteilten Informationen, für zweifelhaft, daß ihr dieser Beweis gelingt.

Gerne stehe ich für eine Vertretung zu Ihrer Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen zunächst mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
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Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
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Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2007 | 19:56

Sehr geehrter Herr Schwartmann,

es ist richtig, dass ich diese Maklerin nicht beautragt habe, sondern die Hausverwaltung.

Desweiteren möchte ich nochmals klarstellen, dass ich nur erwähnte, die Provision eventl. zu übernehmen.

Wie soll ich jetzt vorgehen? Abwarten ob tatsächlich ein Mahnverfahren gegen mich eingeleitet wird oder direkt zu juristischer Hilfe greifen? Was wäre der bessere Weg?

Wie schon erwähnt, besitze eine Rechtschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung. Was könnten auf mich denn für Kosten zukommen, falls die Sachlage nicht zu meinen Gunsten ausgeht. Es geht hier um einen Streitwert von knapp über 1000€.


MfG
Jens Bennoit

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.02.2007 | 13:32

Sehr geehrter Ratsuchender,

rechtlichen Beistand können Sie bereits jetzt herbeiziehen - erforderlich ist es jedoch noch nicht. Wenn die Maklerin ihren vermeintlichen Anspruch gerichtlich geltend macht (Mahnverfahren oder Klage), sollten Sie sich aber anwaltlich vertreten lassen.

Bei dem geschilderten Streitwert besteht ein Prozeßkostenrisiko (2 Anwälte, Gerichtskosten ohne etwaige Beweisaufnahme) von EUR 718,35.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann

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