Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
484.392
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mietwohnung/ Makler: Provision bei Neuausschreibung durch Vermieter fällig?


13.11.2011 20:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Guten Tag,

meine Mutter sucht in einer Kleinstadt nach einer Wohnung. In einem Online-Immobilienportal fand sie eine passende Anzeige durch einen Immobilienmakler und führte mit der Maklerin einen Besichtigungstermin am 20.10. durch. Daraufhin entschied sie sich gegen die Wohnung und sagte der Maklerin am folgenden Tag ab. Irgendwelche Formulare oder ähnliches wurden zu keiner Zeit von Ihr unterschrieben.

Meine Mutter suchte weiter und rief unter anderem drei Wochen später den privaten Anbieter einer in einer Zeitungsannonce inserierten Wohnung an. Die Beschreibung klang gut und sie vereinbarte einen Besichtigungstermin mit dem Vermieter. Als daraufhin die Adresse der Wohnung genannt wurde merkte sie, dass es eben die Wohnung war, die sich vor ein paar Wochen mit der Maklerin angeschaut hatte. Was sie nicht wusste ist, dass der Vermieter zwischenzeitlich seinen Auftrag an die Maklerfirma zurückgezogen und nun selbst die Annonce in der örtlichen Zeitung geschaltet hatte um einen Mieter zu finden.

Meine Mutter beschloss sich aufgrund von Zeitdruck und mangelnden Alternativen die Wohnung am 11.11. ein zweites Mal anzusehen und einigte sich nach dieser Besichtigung mit dem Vermieter darauf sie zu mieten.

Durch Zufall hat die Maklerin davon gehört und fordert nun die Provision von 2,38 Monatsmieten. Der Vermieter hält diese Forderung für ungerechtfertigt, da meine Mutter aufgrund seiner eigenen Bemühungen und erneuten Ausschreibung (aus der nicht ersichtlich war, dass es sich um dieselbe Wohnung handelt) die Wohnung mietet. Könnten Sie mir bitte sagen, ob meine Mutter nun trotzdem die Maklerprovision bezahlen muss?

Herzlichen Dank
Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Der Gesetzgeber hat in § 652 BGB vier Voraussetzungen für einen Provisionsanspruch des Maklers normiert:

1) Zunöchst muss ein sogenannter Maklervertrag zustande gekommen sein. Dieser kann ausdrücklich erfolgen oder konkludent z.B. durch die Inanspruchnahme des Maklers zwecks Besichtigung usw.. Dies dürfte bei Ihnen der Fall gewesen sein.

Für einen Provisionsanspruch muss die Tätigkeit des Maklers für den späteren Vertragsabschluß ursächlich gewesen sein. Hierbei reicht eine Mitursächlichkeit.

Die Rechtssprechung vermutet hierbei eine Ursächlichkeit, wenn zwischen dem Maklervertrag uin der Amietung keine lange Zeitspanne wie bei Ihnen liegt.

Wenn Sie aber nachweisen können, dass Sie einen erneuten Entschluss fassten, die Wohnung zu mieten, zum Beispiel auch aufgrund anderer Bedingungen, dann ist die vorherige Maklertätigkeit nicht mehr mitursächlich für den Vertragsabschluss.
Sie sollten daher den für Sie ausschlaggebenden Zeitungsartikel aufbewahren und auch auch die eventuellen Unterschiede zusammenstellen, die eine andere Situation ggf. haben entstehen lassen.

Ein Provisionsanspruch des Maklers besteht in diesem Falle also nicht.

Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie sind Immobilienmakler und immer für Ihre Kunden unterwegs?

Mehr Informationen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 61064 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Mein Erstnutzer-Eindruck : kompetent und schnell - unbedingt weiterzuempfehlen. Eine der sinnvollsten Internetseiten die ich kenne. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Unsere Fragen wurden konkret beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Hat uns sehr geholfen Können so mit guten Voraussetzungen im einem Rechtsstreit gehen. Vielen Dank und gerne wieder Sehr zu empfehlen ...
FRAGESTELLER