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Leihwagen nach Unfall

| 25.02.2011 21:09 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Guten Tag
Am 11.02.2011 (17.45) fuhr mir ein Auto in mein parkendes Auto rein und verursachte einen Totalschaden.
Die Polizei nahm den Unfall auf und als ADAC Plus- Mitglied veranlasste ich die Abschleppung meines PKW.
Mein Fahrzeug wurde in eine ADAC- Werkstatt verbracht wo weitere Details des Unfalls aufgenommen wurden. Weiter wurde mir gesagt, dass ich Anspruch auf einen Leihwagen habe und man sich um einen Gutachter kümmere, welcher am Montag den Schaden aufnehme.
Ich erhielt einen Leihwagen und verließ die Werkstatt. Leider konnte ich jedoch 2 Stunden meiner freiberuflichen Arbeit nicht wahr nehmen.
Am Abend rief ich noch bei der gegner. Versicherung an um den Unfall zu melden. Mir wurde gesagt, dass ich mich am Montag (14.02.) nochmals melden solle.

Am Sonntag musste ich fest stellen, dass der Leihwagen einen erheblichen Mangel aufwies den ich erst beim befahren einer Schnellstrasse bemerkte. Dabei war es so, dass der Tacho auch bei gefühlter 100 kmh auf Null stehen blieb. Da ich vor hatte auf der Autobahn zu einer Arbeit nach Kiel und zu div. Autohändlern zu fahren, musste ich dies absagen und das Fahrzeug zurück zum ADAC bringen. Nach Prüfung meiner Beanstandung wurde mir angeboten das Fahrzeug zu tauschen. Alles wäre sehr schade aber halt auch „höhere Gewalt". Nach einer Wartezeit von 5 Stunden erhielt ich am Abend ein neues Fahrzeug.
Am Montag nutzte ich den Leihwagen um meiner Arbeit nachzugehen. Als freiberuflicher Trainer muss ich mehrere Einrichtungen abfahren wo ich dann Gruppen von Kindern unterweise.
Am Montagabend musste ich feststellen, dass auch dieses Fahrzeug einen erheblichen Mangel aufwies. Diesmal lief der Motor zu heiß, so dass die Warnleuchte schon nach wenigen Kilometern aufleuchtete. Sichtbar wurde dieser Mangel als ich dabei war außerhalb der Stadt Autohändler anzufahren. Somit brachte ich das Fahrzeug am Dienstag zurück in die ADAC- Werkstatt und erhielt den dritten Leihwagen.

Diesen fahre ich aktuell.

Parallel zu den Leihwagen- Tauschaktionen rief ich am Montag bei der gegn. Versicherung an. Ich erfuhr, dass der Unfallverursacher sich noch nicht gemeldet habe und man hier noch mal nachhaken werde.
Von mir wurde mein Kennzeichen, Adresse, gegn. Name+Kennzeichen, eine Unfallbeschreibung und eventuell zu erwartender Schadensanspruch abgefragt.
Ich wies darauf hin, dass der Unfall von der Polizei aufgenommen wurde, gab die gewünschten Angaben und erklärte, dass ein Gutachter sich das Auto anschaut. Weiter wies ich darauf hin, dass ich am Freitag und am Montag (Arztbesuch zur Kontrolle) einen Verdienstausfall einreichen werde.
Mir wurde gesagt dass ich einen Unfallbogen bekomme den ich dann ausfülle und zurück zu schicken habe.

Da ich bis Donnerstag (17.02.) keine Post bzw Anruf bekommen habe von der gegn. Versicherung habe ich Nachgefragt und erfuhr, dass ein Verrechnungsscheck auf dem Weg zu mir wäre. Man habe die Summe des Gutachtens als Schadenssumme eingetragen.
Ich wurde auch darauf hingewiesen, dass ich den Leihwagen 14 Tage nutzen könne und dieser nach einer Tabelle der „Frauenhofer Institut" abgerechnet werden müsse.
Weiter wurde ich gebeten die anderen Schadenspositionen einzureichen per Mail.
Dies wurde von mir vorgenommen.
Bereits am Samstag (19.02.) erhielt ich den Verrechnungsscheck und konnte diesen am Montag einreichen.
Meine Bank teilte mir jedoch mit, dass ich erst nach einer Bearbeitungsaufwand von mindestens 5 bis 8 Werktagen über das Geld auch verfügen kann. Da ich jedoch das Geld für den Kauf eines neuen PKW verwenden wollte, setzte ich mich erneut mit der gegn. Versicherung in Verbindung (schriftlich) und wies darauf hin, dass ich den Leihwagen erst zurück geben kann wenn ich auch den Kauf eines neuen von mir schon gefundenen PKW abwickeln kann.
Mir wurde gesagt, dass ich ja mein Konto nicht genannt hätte und man daher diesen Scheck hätte schicken müssen. Ich sei somit selbst in der Verantwortung und über die zugestandenen 14 Tage wird der Leihwagen nicht bezahlt werden können.
Am kommenden Dienstag werde ich den Leihwagen zurück geben können, da ich erst am Montag das Auto kaufe und dieser dann erst angemeldet wird.

Nun meine 2 Fragen:

1.Kann ich gegenüber der ADAC- Werkstatt gelten machen dass der Leihwagen- Vertrag erst in Kraft trat als ich einen PKW ohne Mängel bekam, also Dienstag (15.02.)

2.Da ich bei der Meldung des Unfalls nicht nach meiner Kontoverbindung gefragt wurde und der Unfallbogen auch erst am Donnerstag (17.02.) per Post bei mir eintraf, kann sich die gegnerische Versicherung dennoch darauf berufen, dass ich mein Konto am Telefon nicht angegeben habe? Oder liegt hier ein Versäumnis der Versicherung vor woraus resultieren könnte, dass die Versicherung auch den längeren Zeitraum der Leihwagennutzung mit begleichen muss?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Fragen anhand Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

Bitte beachten Sie (für mögliche künftige Vorkommnisse dieser Art), dass Sie bei einem unverschuldeten Unfall/Schaden einen Anspruch auf Erstattung der hierdurch anfallenden Anwaltsgebühren haben. Lassen Sie sich also wegen einem unverschuldeten Unfall anwaltlich vertreten, hat die gegnerische Versicherung auch diese Kosten zu erstatten.

Zu Ihren Fragen:

1. Mit der ADAC-Werkstatt haben Sie einen Mietvertrag über einen (Miet)Wagen abgeschlossen; dieser Vertrag begann an dem Tag, an dem Sie den (ersten) Mietwagen erhalten haben.

Die Tatsache, dass hier der erste und bedauerlicher Weise auch zweite Wagen offensichtlich mangelhaft war, ändert nichts daran, dass der Vertrag am Tag des Abschlusses bzw. bei Überlassung des ersten Fahrzeugs begann. Vielmehr standen Ihnen die "normalen" Rechte aus dem Mietvertrag zu, daher erhielten Sie auch jeweils einen Ersatzwagen.

Zu prüfen wäre allenfalls, ob Ihnen gegenüber der Mietwagenfirma weitergehende Ansprüche zustehen, weil bei Ihnen ggf. ein Schaden dadurch entstanden ist, dass Sie die ersten beiden Mietwägen mit Zeitverlust wieder austauschen lassen musste. Dies bedarf allerdings einer ausführlichen Überprüfung (Ermittlung des tatsächlichen Ablaufs, Hinterfragung der geltend gemachten weiteren Schadenpositionen etc.), was im Rahmen einer ersten Beratung leider nicht realisierbar sein wird.

2. Die Dauer der Erstattungsberechtigung für einen Mietwagen ergibt sich aus dem Gutachten; in diesem Rahmen hat der Gutachter sicherlich auch ausgeführt, dass für die Anschaffung eines vergleichbaren Fahrzeugs wie dem Ihren (also das ursprüngliche Unfallfahrzeug) eine gewisse Zeitspanne, vorliegend offensichtlich 14 Tage, erforderlich sind (sog. Wiederbeschaffungsdauer). Genaueres könnte allerdings erst nach Einsichtnahme in das Gutachten eruiert werden, was naturgemäß im Rahmen einer Erstberatung leider nicht möglich ist.

Die gegnerische Versicherung orientiert sich an dem ergangenen Gutachten und wird die darin ermittelte Wiederbeschaffungsdauer ausgleichen. Nicht entscheidend ist insoweit, wann genau Sie den Mietwagen erhalten bzw. zurück gegeben haben.

Insoweit ist es auch nicht relevant, ob Ihnen die Versicherung die Entschädigung per Verrechnungsscheck oder per Überweisung zur Verfügung gestellt hat.

Ich bedauere, Ihnen leider keine positivere Nachricht übermitteln zu können und hoffe gleichwohl, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Bewertung des Fragestellers 27.02.2011 | 22:45

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