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Welche Versicherung zahlt nach Unfall mit Leihwagen? - Teil 2


| 09.12.2008 13:40 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht



Guten Tag,

vor kurzem hatte ich hier schon einmal eine Frage zum Thema gestellt (http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=50007).

Die Situation sieht so aus:
Ich habe mit dem Leihwagen einer Kfz-Werkstatt auf dem Werkstattgelände einen Zaun gerammt, wobei Zaun und Auto beschädigt wurden.

WICHTIG: Einen Leih-/Miet- oder sonstigen Vertrag mit der Werkstatt, der die Kostenübernahme bei einem Unfall regelt, gab es nicht!

Inzwischen hat der Werkstattinhaber die Kosten für die Zaunreparatur - diese übernimmt seine Kfz-Haftpflicht nicht, da es sein eigener Zaun ist, der beschädigt wurde. Diese Kosten werde also ich tragen müssen.

Mein Problem ist jetzt allerdings der Schaden am Auto - das hat die Werkstatt selbst repariert und eine Rechnung von gut 1000 € ausgestellt. Angeblich ist der Wagen Vollkasko-versichert, allerdings würde der Versicherungsbeitrag durch den Schaden um ca. 1200 - 1300 € ansteigen, so dass die Werkstatt den Schaden nicht der Versicherung melden will. Ob und in welcher Höhe die Versicherung eine Selbstbeteiligung hat, weiß ich nicht.

Nun meine Frage: muss ich den Schaden am Auto selbst bezahlen, wenn sich der Werkstattinhaber weigert, diesen der Versicherung zu melden? Vor allem, da der Verleih ja nicht vertraglich geregelt wurde. Oder müsste ich nur den Betrag in Höhe einer evtl. vorhandenen Selbstbeteiligung bezahlen?

Gibt es hier irgendeine rechtliche Grundlage, oder habe ich einfach Pech gehabt, da ich so blöd war, das nicht vorab zu klären?

Herzlichen Dank schon einmal für eine Antwort!

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Sofern eine Vollkaskoversicherung für den Schaden aufkommen würde, müssten Sie nur für den Betrag der Selbstbeteiligung aufkommen.

J

---
Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2008 | 15:23

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Was ich nicht verstehe, ist Ihre Ergänzung. Heißt das, wenn die Versicherung höher gestuft wird, muss ich für die Differenz zum bisherigen Versicherungsbetrag aufkommen? Vor allem bleibt doch der Versicherungsbetrag für die Werkstatt dann auch in den folgenden Jahren höher, als wenn der Unfall nicht stattgefunden hätte - müsste ich theoretisch dann jedes Jahr den Differenzbetrag an die Werkstatt auszahlen???

Und das gilt auch, wenn es einen Leihvertrag gegeben hätte?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2008 | 17:08

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage, wenn auch etwas verspätet, wie folgt:

Sofern der Vermögensschaden in einer mehrjährigen Erhöhung besteht und diese durch die Werkstatt im Rahmen Ihrer Schadensminderungspflicht nicht vermieden oder verringert werden kann, wäre dies ein Schaden, welchen Sie bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen tragen müssten.

Bei kostenpflichtiger Anmietung eines Wagen sind derartige Schäden meist durch den Preis sowie eine pauschalierte Schadensbeteiligung abgegolten.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Ergänzung vom Anwalt 09.12.2008 | 15:02

Bitte nehmen Sie folgende Ergänzung der Antwort zur Kenntnis:

Jedoch sind Sie auch bei Vorliegen eines unentgeltlichen Leihvertrages verpflichtet, die Schäden, welche durch eine Pflichtverletzung Ihrerseits an den Rechtsgütern des Entleihers entstehen, zu ersetzen. Hierunter ist auch eine eventuelle finanzielle Einbuße durch eine entsprechende Höherstufung bezüglich der Versicherungsbeiträge zu sehen.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin
Bewertung des Fragestellers 11.12.2008 | 09:03


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"Nach mittlerweile erfolgter Beauftragung und persönlicher Beratung stellt sich die Situation anders dar. Vor allem die Höherstufung der Versicherung fällt unter das "allgemeine Geschäftsrisiko" der Werkstatt, die den Leihwagen zur Verfügung gestellt hatte.
Wenn kein schriftlicher Leihvertrag existiert, gilt das, wovon man üblicherweise ausgehen würde - nämlich, dass der Wagen Vollkasko versichert ist, und über eine eventuelle Selbstbeteiligung hinausgehende Kosten nicht getragen werden müssen.
Insofern waren die 20 € leider völlig umsonst investiert - schade."
FRAGESTELLER 11.12.2008 2,6/5.0
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