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Kreditkündigung Hypothekendarlehen


| 01.12.2007 13:12 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Sehr geehrte Damen und Herren,
uns wurde das Hypothekendarlehen der im dritten Rang befindlichen Bank im Grundbuch gekündigt. Zum Grund dessen kam es, dass wir mit einer Rate im Rückstand standen, so dass die Bank nach Nr. 19 der ABG die Kündigung ausgesprochen hat und jetzt die Gesamtschuld in Höhe von 100.000,00 € in vier Wochen fällig stellt.Angemerkt muss werden, dass dieses Darlehen nicht mehr fest gebunden war. Also variable durch dreimonatige Zinsbindung. Auf dem Rang 1 und 2 im Grundbuch steht eine andere Bank mit jeweils 50.000,00€. Diese beiden Darlehen bestehen schon seit 1997 und werden korrekt getilgt. Durch die Kündigende Bank wurden wir mehrfach aufgefordert uns einen anderen Darlehensgeber zu suchen.(immer mit Fristen von 14 Tagen) Wo wir dieser auch mitteilten, dass wir darum bemüht sind, dies aber nicht so schnell geht, da mein Ehemann selbständig ist. Wir haben auch der Bank die aktuellen Einkommensnachweise erbracht. Ich bin Beamter mit einem nettoeinkommen von 2324,00€, mein Ehemann ist seit 1992 selbständig und hat anhand der BWA um die 8000,00€ im Monat. Nun fragt man sich wie es sein kann, dass es zu einem Ratenrückstand von einem Monat kommen kann. Dazu muss ich sagen, dass die Firma meines Mannes (Einzelunternehmen) im Dezember 2005 eine Gerichtsverhandlung verloren hat und ein Vergleich geschlossen wurde, wo er verpflichte war pro Monat auf 12 Monate 5000,00€ zu zahlen. Anhängige Anwaltskosten von 4500,00€.Das war natürlich sehr schwer, aber wir haben es geschafft zzgl. der weiterlaufenden Kosten wie Finanzamt und die Firma. Das habe wir auch der hier kündigenden Bank mitgeteilt. Das man nicht so schnell aus dem "Schlamassel" herauskommt uns dies sich auch in diesem Jahr noch bemerkbar machte, kam es mit der einen Rate in Rückstand. Die Bank wurde auch daraufhin angerufen und es wurde mitgeteilt, dass dies sogleich erledigt wird. Auch hat sich schon im Vorfeld bei der Bank der Finanzvermittler gemeldet, welcher die Umfinanzierung der Immobilie vornehmen wollte,. Dieser teilte der Bank ebenfalls mit, dass dieses nicht in 14 Tagen zu erreichen sei.Nach Angaben dessen zeigte sich die Bank interessiert, hat aber 10 Tage nach dessen Anruf den Kredit gekündigt.
Da wir nicht in der Lage sind, diese 100.000,00€ bis in vier Wochen zur Zahlung zu bringen, wird die Bank sicherlich die Zwangsvollstreckung der Immobilie durchsetzen. Eine Umfinanzierung ist jetzt nicht mehr möglich, da ja mit der Kreditkündigung ein Schufaeintrag einhergeht.Anmerken muss ich, dass weder mein Mann noch ich selbst jemals die EV oder anderes hatten. Wir hatten bis zur Kreditkündigung eine reine Schufa. Haben uns auch immer bemüht, mit der Bank das Gespräch zu suchen. Diese Bank uns aber verständlich machte, dass sie uns loshaben will.
Meine Frage, ist es richtig, dass nach dem Kreditgesetz, auch die anderen im Grundbuch stehenden Banken, aufgrund der ausgesprochenen Kreditkündigung, die bestehenden Hypothekendarlehen kündigen müssen, sich sonst strafbar machen würden?
Meine Frage, gibt es eine Möglichkeit, die dadurch drohende Zwangsversteigerung in irgend einer Art aufzuhalten? Außergerichtlicher Vergleich o.ä.?Ich könnte mir vorstellten, dass Bank in Rang I und II sich nicht dagegen stellt, da diese ihren Anteil auf jeden Fall erhalten.
Wir möchten die Immobilie behalten, da wir sie bedienen können, wo jetzt nur der Weg aufgrund der Forderung in die Insolvenz bleibt, mein Mann also mit der Firma in Insolvenz gehen muss und ich in die Privatinsolvenz.
Meine Frage, hat die Bank daraus einen Nutzen, wenn das Haus unter dem Wert weg geht oder sind diese eher bestrebt einen anderen Weg zu finden? Anmerken muss ich, dass es keine Verwanden gibt, welche uns helfen könnten.
Sollten die Raten weitergezahlt werden?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Fragende,

mich verwundert doch sehr das Vorgehen der Bank, da eine Kreditkündigung eigentlich nur bei einem Rückstand von mindestens 2 Raten (es sei denn, es liegen keine anderen Gründe vor) zulässig ist.

Sie können daher Rechtsmittel gegen die Kündigung einwenden, wenn es tatsächlich nur eine Rate war, da somit weder die Kündigung noch die Meldung an die Schufa zulässig war.

Bevor daher Ihre anderen Fragen geklärt werden sollten, sollten Sie noch einmal genau schildern, ob es nur diese eine Rate war.

Es ist für eine Bank natürlich nicht von Vorteil, wenn das Haus unter dem Preis in der Zwangsversteigerung weggeht.
Oftmals kann dann noch das Haus in Absprache mit der Bank vorab (weit vor der Zwangsversteigerung) verkauft werden, sodass ein möglichst hoher Preis erzielt werden kann. Hierzu können Sie Interessenten der Bank melden. Diese muss zwar nicht darauf eingehen, wird sie aber wahrscheinlich auch im eigenen Interesse.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter

Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2007 | 20:35

Es ist so wie dargestellt, eine Rate zzgl. der Verzugzinsen. Es liegt also weit unter den 1,77% der Gesamtsumme.
Wir waren schon beim Anwalt, dort wurde uns gesagt, dass wäre berechtigt.
Meine Frage, wie verhalten wir uns weiter,gibt es einen jahrelangen Rechtsstreit und die Bank setzt seine Forderungen in der Gesamtzeit trotzdem durch?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2007 | 08:37

Sehr geehrte Fragende,

ich habe Ihnen eine Mail geschrieben. Ich würde Ihnen raten, sich noch eine zweite Meinung einzuholen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter

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