Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kinderunterhalt und Höherstufung in Einkommensgrp. 2

04.08.2012 19:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Person A ist Unterhaltsverpflichtet gegenüber einem Kind das 5 Jahre alt ist.

Pers. A bezahlt monatl. brav nach Düsseldorfer Tabelle Stufe 1. 225€

Bei Person A wurde eine Neuberechnung vom Jugendamt veranlasst (halbes Jahr später).

Dabei rausgekommen ist das Person A 1484€ pro Monat verdient haben soll bei einer Nachzahlung der Einkommensteuer wird das monatl. durschnittsgehalt auf 1542€ festgesetzt.

Zu dem Zeitpunkt fuhr Person A noch viele Km zur Arbeit. Daher abzüglich der fahrtkosten zur Arbeit in Höhe von 250€ verbleibt ein relevantes Einkommen von 1292€ laut Ja.

Laut diesem Einkommen soll Person A in die Gruppenstufe 2 der DDT eingruppiert werden.

Grund: da er nur für 1 Kind aufkommt obwohl die D.Tabelle für 2 Unterhaltsberechtigte Personen ausgelegt ist.

Das war die Berechnung von 2011 zudem will das Ja eine Nachzahlung von Nov-Juli in höhe von 144€.

Dieses Jahr 2012 verdient Pers.A deutlich weniger etwa 70€ Netto. Also 1470€ pro Monat dafür entfällt der Arbeitsweg.

2011
Meine Ausgaben 430€ + 40Strom
Rechtschutzvers. 33€
Essen 200€
Tel/Net 30€
Handy 30€
Auto Vers. 45€
" Steuern 30€
Sprit 360€
KI Unterhalt 225€

2012
fällt Sprit weg

Meine mom. Schuldenhöhe -25.000

Fragen: Ist dies alles so Rechtens?
Muss ich die Ja Urkunde unterschreiben?
Was passiert wenn ich nicht darauf reagiere?Wie lange dauert es bis zur Gerichtsverhandlung?
Was muss man tun um dieser erhöhung zu entkommen?

Was kann man noch vom Gehalt abziehen?
Was ist im Jahr 2012 oder 2013? Wird Person A dann wieder in eine andere Einkommensgruppe eingestuft da kein Arbeitsweg mehr?

-- Einsatz geändert am 05.08.2012 06:51:34

Guten Morgen,

ich möchte Ihre Anfrage im Rahmen der Erstberatung wie folgt beantworten:

Zum unterhaltsrechtlich relevanten Einkommen gehören auch Steuererstattungen.

Richtig ist auch, dass die Düsseldorfer Tabellen für eine Unterhaltspflicht gegenüber 2 Personen konzipiert sind und dass ein Zuschlag erfolgt, wenn die tatsächliche Zahl der Unterhaltsberechtigten geringer ist.

Fahrkosten werden nur im Umfang des tatsächlichen Anfalles vom Einkommen abgezogen.

Wenn Sie jetzt zwar 70.- € weniger Netto haben, dafür aber 360.- e Fahrkosten einsparen, haben Sie rechnerisch eben 290.- € mehr unterhaltsrechtlich relevante Einkünfte.

Die von Ihnen aufgeführten Kostenpositionen spielen bei der Ermittlung des unterhaltsrechtlich relevanten Einkommens keine Rolle. Es handelt sich um allgemeine Lebenshaltungskosten, die bereits im Selbstbehalt berücksichtigt sind.

Private Schulden und deren Bedienung haben hinter dem Kindesunterhalt zurückzustehen. Hier muss ggf. mit dem Gläubiger eine andere Lösung gefunden werden. Das Kind kann schließlich nichts für Ihre Schulden.

Bei einer ersten Prüfung scheint daher die Berechnung des JA rechtens.


Sie müssen die Schuldurkunde nicht beim JA unterschreiben, sondern können z.B. auch eine Urkunde bei einem Notar erstellen lassen, was allerdings nicht kostenfrei ist.

Falls Sie den Unterhaltsanspruch nicht freiwillig titulieren lassen, können Sie verklagt werden.

Wie lange es bis zu einer Gerichtsverhandlung dauert, kann nicht vorhergesagt werden.

Sie können nichts tun, um der Erhöhung zu entkommen. Es handelt sich um einen Anspruch Ihres Kindes, der nun einmal besteht und von Ihnen erfüllt werden muss.

Wenn sich zukünftig Verhältnisse nachhaltig ändern, kann auch die Unterhaltshöhe entsprechend angepasst werden.


Mit freundlichen Grüßen



Nachfrage vom Fragesteller 05.08.2012 | 07:54


Also wird bei der nächsten berechnung da ich ja 290€ mehr habe wieder eine Stufe höhergestuft?

müssen die 144€ nachgezahlt werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.08.2012 | 08:05

Ja, wird höhergestuft.

Nachzahlen müssen Sie ab dem Zeitpunkt, zu dem der Unterhalt von Ihnen verlangt worden ist.

Das kommt auf den genauen Inhalt des Schreibens des JA an.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70852 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle Antwort, kompetent und hilfreich. Vielen lieben Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich hätte nie gedacht, auf dieser Seite eine so kompetente Beratung bekommen zu können. Herr Lembcke geht sehr ins Detail und geht auf alle Fragen ein. Jederzeit wieder und vielen Dank nochmal! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort hat mein Recherchen bestätigt und wurde schnell, freundlich, sachlich und kompetent übermittelt. Sollte es erforderlich sein, melde ich mich in jedem Fall wieder! ...
FRAGESTELLER