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Kaufvertrag über Armbanduhr - Widerrufsrecht?

01.08.2013 07:16 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Zusammenfassung:

Verbrauchern steht bei B2C-Käufen im Internet grundsätzlich ein Widerrufsrecht zu (§§ 312d Absatz 1 Satz 1, 355 BGB zu, welches nur in besonderen Fällen ausgeschlossen werden kann (§ 312d Absatz 4 BGB).

Hallo,
ich habe über das Web eine Armbanduhr gekauft und sie vorab bezahlt.
Nach Erhalt der Uhr gefiel mir diese nicht.
Ich habe sie zurück geschickt (innerhalb von 14Tg.) und wollte mein
Geld zurück haben.Der Verkäufer verweist auf seine AGB`S.Hier heißt es,daß
30% der gezahlten Summe auf jeden Fall einbehalten werden.
Ist das richtig,kann man das machen? Immerhin (bei 1500,00 €) sind das
450,00 €.
Danke.

Guten Morgen,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung gern nachfolgend beantworte.

Ich unterstelle, da Ihr Sachverhalt hierzu keine Angaben enthält, dass Sie die Uhr als Verbraucher gekauft haben, der Verkäufer (da er mit AGB arbeitet) ein Unternehmer war und kein Privatmann und es sich um einen „normalen" Kaufvertrag in einem Shop oder bei Ebay handelt. Ob die Uhr Neu- oder Gebrauchtware war, ist dann unerheblich.

Ihnen steht ein Widerrufsrecht gemäß §§ 312d Absatz 1 Satz 1 , 355 BGB zu, welches Sie nach Ihrer Angabe auch fristgerecht ausgeübt haben. Im Falle des Widerrufs könnte der Verkäufer von Ihnen Wertersatz für die Nutzung der Uhr verlangen, wenn Sie diese in einer Art und Weise genutzt haben, die über die Prüfung der Eigenschaften und der Funktionsweise hinausgeht. Das würde aber voraussetzen, dass die Uhr irgendwie durch Sie beschädigt wurde und Sie über die Möglichkeit des möglichen Wertersatzes auch ordentlich belehrt wurden. Nach Ihrer Schilderung haben Sie die Uhr aber nicht bzw. nur zur Prüfung, ob Sie gefällt und nicht darüber hinaus genutzt.
Eine Klausel in AGB, bei denen pauschal 30 Prozent einbehalten werden, ist hier nicht wirksam.

Hinweis: Es gibt ein paar Fälle, in denen das Widerrufsrecht ausgeschlossen werden kann (§ 312d Absatz 4 BGB ). Hierzu gehören unter anderem echte Versteigerungen (ebay fällt nicht hierunter).

Was sollten Sie tun?
Ist meine obige Sachverhaltsunterstellung zutreffend, fordern Sie den Verkäufer auf, den Gesamtbetrag zurückzuzahlen (auch Ihnen eventuell entstandene Rücksendekosten). Setzen Sie hierzu unbedingt eine Frist (eine Woche dürfte angemessen sein). Wird Ihnen das Geld innerhalb dieser Frist nicht zurückgezahlt, befindet sich der Verkäufer in Verzug und Sie können anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, deren Kosten Ihnen der Verkäufer als Schadenersatz ersetzen muss.

Sollte meine Sachverhaltsunterstellung nicht zutreffend sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion und präzisieren Sie die Verkaufssituation. Ich werde meine Antwort dann ergänzen.

Mit den besten Grüßen

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