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Jahrelange Honorarforderung von Steuerberater ohne Leistung


| 29.08.2007 12:29 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Am 26.6.2003 ist mein Ehemann verstorben. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich um die Finanzen selbst kümmern müssen. Unsere Einkünfte bestanden zu diesem Zeitpunkt aus Altersrente, Mieteinnahme und einem kleinen Gewerbe (monatl. < 600,- Euro).
Der bis Ende 2006 beschäftige Steuerberater erledigte unsere Steuer seit über 15 Jahren. Er stellte bis zum Schluß regelmäßige Rechnungen für Buchhaltung, 13. Lauf, Umst.- Voranm.,steuerliche Beratung, Einsprüche und Vertretung beim Finanzgericht. Gesamtsumme jährlich durchschnittlich 5.000,- Euro. Die Honorare wurden immer pünktlich bezahlt, genaus wie die Versäumnisgebühren, Schätzungen etc.
Tatbestand:
- wir haben nie eine Buchhaltung zugesandt bekommen, der Steuerberater kann diese auch nach mehrfachen Aufforderungen nicht herbeibringen
- Bestätigung vom Finanzamt, dass seit 1992 keine Steuererklärung mehr abgegeben wurde
- deshalb können die Umst.Vor. nur geschätzt gewesen sein (unerklärliche Minusbeträge)
- weiters gibt er die monatlich zugesandten Belege für die Buchhaltung nicht heraus. Mein neuer Steuerberater hat jetzt mit Genehmigung des Finanzamts die St.erkl. 2003 z.T. mit kopierten Belegen eingereicht.
Der frühere Steuerberater hat also Buchhaltung und Steuererklärungen abgerechnet ohne diese Arbeiten zu erledigen (seit 1992). Hat auf die hohen Schätzungen unbegründete Einsprüche erhoben, welche (weil unbegründet) abgelehnt wurden. Für die folgenden Prozesse hat er dann wieder Honorare kassiert.
Fragen:
- Mein jetziger Anwalt sagt, dass die Einspruchsfrist für Honorare nach 3 Jahren verjährt - auch bei kriminellem Hintergrund. Gibt es eine andere Möglichkeit den Steuerberater für den länger zurückliegenden Zeitraum zu belangen.
- kann ich während des laufenden Verfahrens, am 31.8.2007 soll Klage eingereicht werden, den Rechtsanwalt (München) wechseln. Bin nun seit 3 Monaten Klient und es ist fast nichts unternommen worden. Die meiste Arbeit mache ich bis jetzt selbst (Stbk Schreiben, Aufstellungen, Finanzamt Schreiben).


Sehr geehrte Fragestellerin,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:
Falls Ihr Steuerberater Rechnungen gestellt hat, ohne eine Leistung erbracht zu haben und Sie aufgrund dessen einen Schaden (Schätzungen, Zinsen etc.) erlitten haben, haben Sie Schadenersatzansprüche gegen Ihren ehemaligen Steuerberater.Seit dem 15.12.2004 beträgt die Frist drei Jahre (§ 195 BGB). Die Verjährungsfrist beginnt am Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Mandant Kenntnis von den Umständen erlangt hat (§ 199 Abs. 1 BGB).
Da die Dreijahresfrist aber aktuell noch nicht abgelaufen ist, kommt es auf Ihre Kenntnis nicht an, sodass also zumindest für alle Zahlungen, die nach dem 15.12.2004 erbracht worden sind, noch keine Verjährung eingetreten ist. Für die Zeit vor dem 15.12.2004 gilt eine insgesamt sechsjährige Verjährungsfrist.

Selbstverständlich können Sie während des laufenden Verfahrens noch den Anwalt wechseln. Bitte setzen Sie sich mit unserer Kanzlei in Verbindung. Wir führen ständig Haftungsklagen gegen Steuerberater durch.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht


www.kanzlei-hermes.com

Nachfrage vom Fragesteller 29.08.2007 | 13:16

Vielen Dank für schnelle und kompetente Antwort.
Bezieht sich der Schadensersatzanspruch nur auf die zusätzlichen Kosten wie Zinsen ... oder auch auf das gezahlte Honorar. Ich habe für die Steuerklärung 2003 privat/betrieblich jetzt an den neuen Steuerberater (war in knapp 3 Tagen fertig) fast 2000,00 Euro bezahlt.
Der Beschuldigte hat für Buchhaltung, Steuer, Finanzgericht 2003 bereits 4.398,- € erhalten.

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.08.2007 | 22:55

Vielen Dank für Ihre Nachfrage und Ihre Email.
Der Schadenersatzanspruch bezieht sich nicht nur auf die zusätzlichen Kosten wie Zinsen, sondern auch partiell auf Folgekosten die zB entstanden sind, weil Ihr Steuerberater nicht oder nicht rechtzeitig tätig geworden ist; also zB für die Anfertigung der Einsprüche gegen Schätzbescheide und anschließende Finanzgerichtsprozesse.
Falls Sie Ihre Rechnungen allesamt bezahlt haben, hat Ihr Steuerberater kein Zurückbehaltungsrecht an den Buchhaltungsunterlagen und Ihren Originalen.

Mit besten Grüßen

RA Hermes

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