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Insolvenzverfahren - Gefährdung der Insolvenz?

30.09.2010 23:51 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Da es zu keiner Einigung mit den Gläubiger kam, war ich berechtigt und habe den Insolvenzantrag vollständig ausgefüllt und an das Gericht geschickt. Die Insolvenz ist noch nicht eröffnet, der Antrag ist noch in Bearbeitung. Nun habe ich zwischenzeitlich einen bekannten der sich dazu bereit erklärt hat die Forderungen zu 40% von den Gläubigern abzukaufen und diese gegen mich gelten zu machen. Dazu bedarf es die Zustimmung der Gläubiger. Nun bin ich mir nicht sicher ob dies nicht eventuell die Insolvenz gefährden würde, denn ich möchte den Antrag nicht zurückziehen sondern weiter laufen lassen, aber dennoch mit den Gläubigern verhandeln, und falls die sich dazu bereit erklären kann ich immer noch die Insolvenz zurückziehen.
Für Ihre Beratung danke ich Ihnen im voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

anhand des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Den Insolvenzantrag können Sie stellen, wenn das Scheitern der Einigung nicht länger als 6 Monate zurückliegt.
In der Zwischenzeit bleibt es Ihnen aber unbenommen, weitere Versuche zu unternehmen.

Ohne Einfluss auf das Insolvenzverfahren oder die Antragstellung ist es, wenn jemand die Forderungen Ihrer Gläubiger aufkauft. Die Forderungen bleiben ja bestehen, es wechselt nur der Gläubiger.

Falls das Insolvenzverfahren eröffnet wird und diese Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, spielt auch dies keine Rolle.
Ihnen muss aber klar sein, dass die Rücknahme des Insolvenzantrags nur bis zu Eröffnung erfolgen kann, § 13 Abs.2 InsO.
Aber auch danach gibt es noch Beendigungsmöglichkeiten.
Soweit z.B. alle Forderungen der Gläubiger aufgekauft werden konnten, und Ihr Bekannter dann als alleiniger Insolvenzgläubiger dem zustimmt, können Sie eine Einstellung nach § 213 InsO beantragen.
Das Verfahren kann aber auch ganz normal weiter geführt werden.
Im Insolvenzverfahren selbst gibt es auch die Möglichkeit der Einigung mit den Gläubigern.
Ich kann an dieser Stelle nicht alle denkbaren Konstellationen darstellen.
Falls es sich um ein Verbraucherinsolvenzverfahren handelt, sollte auch überlegt werden, ob dieser Forderungskauf mit dem beim Antrag vorzulegenen Schuldenbereinigungsplan verbunden werden kann. Dann hier könnte das Gericht gegebenenfalls auch die Zustimmung einiger Gläubiger ersetzen.
Konkreter kann ich in diesem Rahmen nicht werden, denn hierzu müsste man die Intentionen und Möglichkeiten Ihres Bekannten kennen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit dieser Antwort behilflich sein. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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