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Insolvenz Schiffsfonds-Schadensersatzansprüche-Rückzahlungsforderung

03.07.2016 21:09 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Schadensersatzanspruch gegen die beratende Bank aus Beraterhaftung.

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Oktober 2006 erwarb unsere inzwischen verstorbene Mutter eine Beteiligung an einem Containerschiffs Fonds für xxxxx€ mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Nun erhielten wir das Schreiben einer Anwaltskanzlei, welche im Auftrag zahlreicher Anleger desselben Fonds bereits Schadensersatzansprüche an die damals verkaufende Bank wegen diverser Beratungsfehler geltend gemacht hat, woraufhin einigen Mandaten bereits Vergleichsangebote von der Bank erhielten, andere Vertröstungsschreiben, wohl in der Hoffnung der Bank, dass viele Anleger ihre Ansprüche nicht einklagen sondern verjähren lassen. Da lt. Schrieben die Bank die Aufforderung seitens der Anwaltskanzlei abgelehnt hat, gegenüber ALLEN Anlegern des Fonds auf die Einrede der Verjährungsfrist zu verzichten, sondern die Bank sich mit jedem Einzelfall nur individuell befassen will, werden wir nun von der Anwalskanzlei aufgefordert, mit ihrer Hilfe unsere Schadensersatzansprüche gegenüber der Bank durchzusetzen.
Da wir unsere Rechtsschutzversicherung zur Zeit noch in einem anderen Fall in Anspruch nehmen, lehnt diese jede Kostenübernahme ab. Bevor wir nun also die schreibende Anwaltskanzlei mit der Durchsetzung unserer Schadensersatzansprüche auf eigene Kosten beauftragen, wenden wir uns daher an Sie mit der Frage: was wie schätzen Sie die ungefähren Kosten hierfür ein? Und: wie schätzen Sie unsere Erfolgsaussichten ein? Nicht dass wir nun noch Geld für Anwaltskosten investieren und hinterher trotzdem unsere investierten XXXXX€ weg sind und wir noch obendrauf zahlen?
Des Weiteren erhielten wir einen Tag später von der Fondsgesellschaft die Aufforderung zur Rückzahlung von XXXXX€, (es erfolgten in den 10 Jahren 2 Gewinnausschüttungen à XXXXX€) wobei lt. Fondsgesellschaft diese Rückforderung vertraglich geregelt ist: "Unter der aufschiebenden Bedingung dass Entnahmen/Auszahlungen der Gesellschafter zum Wiederaufleben der Haftung nach Paragraph 172 Abs.4 HGB führen und dieLiquiditätslage der Gesellschaft eine Rückforderung nach Feststellung der Geschäftsführung notwendig macht, werden diese Entnahmen/Auszahlungen als Darlehen der Gesellschafter angesehen..."
Unsere weitere Frage: sind wir also tatsächlich rechtlich verpflichtet, diese XXXXX€ zurückzahlen? für Ihre erste Einschätzung wären wir sehr dankbar. MFG

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Das Prozeß- und Kostenrisiko beläuft sich auf EUR 4.090,- für die erste Instanz. Soweit die beratende Bank in der Vergangenheit Vergleiche abgeschlossen hat, spricht einiges dafür, dass der Anspruch jedenfalls Aussicht auf Erfolg hat. Auch wenn Sie sich mit der Bank auf einen außergerichtlichen Vergleich über 50 % einigen würden, verbliebe nach Abzug der Kosten noch ein Erstattungsbetrag von EUR 3.100,-.

2. Die Intention der Bank ist es natürlich so wenig wie möglich zahlen zu müssen. Daher versucht sie es den Anlegern so schwer als möglich zu machen und macht keine pauschale Verjährungsverzichtserklärung oder eine pauschale Vergleichszusage.

3. Aus Ihren Angaben sollten Sie daher eine Anspruchsdurchsetzung gegen die beratende Bank anstreben. Gerne können Sie auch uns beauftragen. Wenn Sie sich unsicher sind, besteht auch die Möglichkeit im Rahmen einer Erstberatung die Erfolgsaussichten einzuschätzen.

4. Gegenüber dem Insolvenzverwalter sollten Sie eine Zahlung vornehmen, da die vertragliche Regelung hier eindeutig ist. Im Gegenzug sollten Sie aber diesen Betrag, auch wenn er nachrangig ist, zur Insolvenztabelle anmelden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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