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Inkasso Telekom

16.07.2019 10:23 |
Preis: 55,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Kianusch Ayazi, LL.B.


Guten Tag,

ich hatte für mehrere Jahre eine Wohnung bewohnt und hierzu auch einen Standardvertrag mit der Telekom für Telefon und Internet abegschlossen. Es kam der Tag meines Auzugs und die Kündigung des Telekom Vertrags zum 01.05. letzen Jahres. Mir konnte nicht das gleiche Produkt am neuen Wohnort angeboten werden weshalb ich ein Sonderkündigungsrecht erhielt wonach ich nur für 3 weitere Monate die monatliche Gebühr zu bezahlen hatte. Nachdem ich mich mit meinen Nachmietern nicht einigen konnte, dass ich für 3 Monate die Gebühr von 30€ bekomme und auch keinen Zugriff mehr auf den Router hatte wandte ich mich an die Telekom. Ich beantragte dass die Verbindung gekappt wird bzw. die Nutzung des Internets unterbunden wird. Leider ohne Erfolg nach wiederholten Telefonaten in welchen mir wieder und wieder andere Dinge versprochen wurden unter anderem ein Online Gutschein und diverse andere Dinge als Entschädigung, sah ich mich gezwungen die Lastschriften über die Gebühr von 30€ über die letzen drei Monate (März, April und Mai) zurückgehen zu lassen. Des Weiteren habe ich der Telekom das SEPA Lastschriftmandat entzogen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich jeden Monat schriftlich eine Rechnung bekommen von der Telekom über die monatliche Gebühr von 30€. Ich hatte für die Adresse einen Nachsendeantrag eingerichtet und nie mehr etwas von der Telekom gehört. Eine Bestätigung der Kündiung per Email liegt vor.


Seit letzem Jahr November versucht nun EOS die Forderungen einzutreiben. Ich hatte auch schon Besuch von einem EOS Mitarbeiter, welcher meine Partnerin dazu genötigt hatte irgendwas zu unterschreiben (die Unterschrift solle Aussehen wie mein Nachname).

Ich hatte mich auch schon an EOS gewandt und erklärt die Rechnungen der Telekom zu bezahlen= 6*30=180€, dass ich aber keinerlei Mahngebühren oder sonstige Ausalgen der EOS bezahlen werde. Da ich von der Telekom keine einzige Rechnung seit Mai letzen Jahres bekommen habe. Auch habe ich keine einzige Mahnung bekommen.

Jetzt kam vor 3 Wochen der Brief vom Amtsgericht (Fachausdruck ist mir gerade entfallen) worin die EOS Forderungen mir gegenüber geltend gemacht hat. Ich habe diesem komplett widersprochen da auch bei der Kernforderung Mahngebühren enthalten sind. Jetzt kam die EOS wieder auf mich zu sie habe den Vorgang pausiert und ich solle innerhalb von 2 Wochen begründen warum ich der Forderung vollständig widersprochen habe.

Kernforderung: 6*30=180 + 20-30€ Mahngebühren=210€
Nebenforderung ca 260€ (Auslagen, Mitarbeiter im Außendienst, etc.)

Meine Frage: Für mein Verständnis ich habe keine Mahnung für März, April und Mai erhalten-->Daraus ergibt sich für mich --> kein Anspruch auf Mahngebühren (seitens EOS/Telekom). Ich habe keine Rechnung für die Monate Juni, Juli und August bekommen und bin mir hier nicht sicher ob die Telekom/EOS dann überhaupt dass Geld dafür fordern kann.

Basierend auf dem oben erklärten, wie soll ich mich nun verhalten ?

Viele Grüße,

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

haben Sie vielen Dank für Ihre Rechtsfrage.

Sie müssen die Kosten für die Inanspruchnahme des Inkassounternehmens sowie die Kosten des Mahnverfahrens nur dann tragen, wenn Sie sich mit der Zahlung in Verzug befinden.

Nach Ihren Angaben zu urteilen, befinden Sie sich mit der Zahlung der Entgelte für die Monate März, April und Mai in Verzug. Denn das Unternehmen hatte einen entsprechenden Zahlungsanspruch gegen Sie und Sie haben die Lastschriften ohne rechtlichen Grund widerrufen. Für die darauf folgenden Monate sehe ich jedoch keinen verzugsbegründenden Tatbestand.

Damit wäre das richtige Vorgehen, dem Mahnbescheid in der Hauptforderung nicht zu widersprechen. Den Nebenforderungen, sprich den Kosten für die Beauftragung des Inkassounternehmens, ist insoweit zu widersprechen, als diese wegen den Entgelten entstanden ist, mit deren Zahlung Sie sich nicht in Verzug befunden haben. Wenn Sie dem Mahnbescheid bereits insgesamt widersprochen haben, ist eine teilweise Rücknahme des Widerspruchs angezeigt, um weitere Kosten zu vermeiden.

Im Ergebnis werden Sie also die Hauptforderung von sechs Monatsentgelten und die Inkassokosten teilweise bezahlen müssen.

Sofern Sie Hilfe benötigen, kann ich Sie gerne in der Angelegenheit weiter unterstützen, insbesondere im Rahmen des Mahnverfahrens. Melden Sie sich in diesem Fall gern kurz per E-Mail in meiner Kanzlei.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort behilflich sein.

Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 16.07.2019 | 13:56

Vielen Dank für ihre Antwort. Ich möchte nur noch einmal den Punkt der Mahnkosten gezielt aufgreifen. Wenn ich ihren Ausführungen folge dann entstehen die Mahnkosten mit dem sich in Zahlungsverzug befindenden Schuldner unabhängig davon ob eine Mahnung an den Schuldner versendet wurde, sodass der Leistungserbringer auch ohne Schreiben an den Schuldner zu Erhebnung der Mahnkosten berechtigt ist ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.07.2019 | 14:20

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Das ist richtig, eine Mahnung ist in dem Fall, dass Sie die Lastschrift ohne Grund widerrufen, entbehrlich. Sie sind nach dem Lastschriftwiderruf automatisch in Verzug, sodass Sie die Rechtsverfolgungskosten zu tragen haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

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