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Honorarabrechnung

| 24.06.2019 12:26 |
Preis: 25,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Sehr geehrte Anwälte (m/w/d),
ich bitte um Einschätzung folgender Lage:
Im Jahr 2013/2014 führte ich einen komplexen Rechtsstreit und wurde anwaltlich vertreten. Im Laufe der Zeit wurde aus einem Sachverhalt mehrere und für jeden Sachverhalt wurden vom Anwalt eigene Aktenzeichen angelegt und jeweils Abschlagszahlungen eingefordert.
Nach Abschluss eines jeden Sachverhaltes wurde eine Abschlussrechnung erstellt und der entsprechende Abschlag mit der Endrechnung verrechnet.

Erst jetzt, 5 Jahre nach Abschluss der Verfahren kam bei einer Steuerprüfung heraus, dass der damalige Anwalt einen großen Abschlag eines Sachverhaltes überhaupt nicht endgültig abgerechnet hat. Es wurde außer der Abschlagsrechnung also nie eine Abschlussrechnung erstellt. Eine Anfrage beim damaligen Anwalt blieb ergebnislos, eine Endabrechnung möchte dieser nach der langen Zeit nicht mehr erstellen, es seien alle Ansprüche gegenseitig verjährt. Dies hat mich natürlich neugierig gemacht und ich prüfte alle Abschläge und Rechnungen. Nach meinem Dafürhalten ist der damalige Abschlag überhaupt nie angerechnet worden, das bedeutet ich habe viel mehr Abschläge gezahlt, als die Endrechnungen in Summe ergeben hätten. Dies kam dadurch zustande, dass sich im Laufe des Verfahrens 2 Sachverhalte zu einem verschmelzten, also aus 2 ursprünglichen Sachverhalten für die auch jeweils Abschläge kassiert wurden am Ende nur noch 1 Sachverhalt juristisch behandelt wurde.

Nun die grundsätzlichen Fragen hierzu:
1. Kann ich nach 5 Jahren überhaupt noch eine ordentliche Abrechnung verlangen oder
2. Kann ich nach 5 Jahren den Abschlag gänzlich zurückverlangen, unabhängig davon ob dieser damals berechtigt war oder nicht, einfach nur aufgrund der Tatsache dass er nie abgerechnet wurde?

Über eine Einschätzung der Lage würde ich mich sehr freuen.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Fragen gerne wie folgt:

Es liegt hier ggf. ein Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung vor. Dieser verjährt in drei Jahren zum Jahresende. Fraglich ist hier jedoch der Zeitpunkt, wann die Verjährung beginnt. Hier kann man sicherlich beide Ansichten vertreten. Man könnte der Ansicht sein, dass Sie es hätten früher merken müssen. Sie sollten sich jedoch auf den Standpunkt stellen, dass Sie Kenntnis erst ab dem Ergebnis der Steuerprüfung hatten und daher noch keine Verjährung eintritt. Bei der Verjährung ist es ohnehin so, dass man sich auf diese Einrede berufen muss und sie nicht vom Gericht automatisch beachtet wird. Daher sollten Sie richtige Rechnungen und auch Rückzahlung der Überzahlung verlangen.
Ein Anwalt hat auch Sorgfaltspflichten, was Gelder gerade der Mandantschaft angeht, so dass ich empfehle, am besten in einem persönlichen Gespräch den Sachverhalt mit dem RA zu klären.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 24.06.2019 | 13:34

Sehr geehrte Frau Draudt,
hierzu eine kleine Nachfrage: Wenn Aufgrund meiner Anforderung nun doch noch eine Abrechnung des damaligen Vorgangs, der definitiv 2014 abgeschlossen war, kommt, kann ich diese Schlussrechnung ja auf jeden Fall wegen Verjährung ablehnen. Da mir ab diesem Moment dann aber erst "offiziell" das Vorhandensein der entsprechenden Vorschusszahlung bekannt gemacht wird, kann ich doch im selben Zug die Rückzahlung eben dieser verlangen ohne selbst in die Verjährung zu laufen, da diese m.E. dann erst mit Rechnungsstellung beginnt.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.06.2019 | 14:05

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage teile ich gerne folgendes mit:
Ja, das stimmt, doch das gleiche wird möglicherweise auch dem RA einfallen, der sich auch auf spätere Kenntnis berufen könnte.

Mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 26.06.2019 | 09:58

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