Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hilfe bei Suizidwunsch


| 01.06.2005 14:21 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Guten Tag,

mein Vater (85) möchte sich den Folgen (Pflege, Schmerzen) einer Krebserkrankung entziehen. Da ich ich der Meinung bin, dass jeder über sein Leben (und damit verbunden auch über seinen Tod) selbst entscheiden darf, stellt sich mir die Frage, ob es zulässig ist, ihm geeignete Mittel/Möglichkeiten für eine Selbsttötung zur Verfügung zu stellen.

Im konkreten Fall würde das bedeuten, dass ich ihn aus dem gemeinsam mit meiner Mutter bewohnten Seniorenheim-App. an einen diskreten Ort fahre (er selber ist dazu physisch nicht in der Lage). Kann diese Art der Unterstützung strafrechtliche Folgen für mich haben?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

wie Sie sicher wissen, muss man bei der Sterbehilfe zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe unterscheiden. Die aktive Sterbehilfe ist dabei immer strafbar, da es sich de facto um Tötungsdelikte handelt.

Was die passive Sterbehilfe - und damit die von Ihnen angesprochenen Hilfestellungen angeht - ist diese nicht strafbar, sofern die eigentliche zum Tode führende Handlung von dem den Tod suchenden im freien Willen selbst ausgeführt wird. Klassischer Lehrbuchfall ist der "Extremfall", wonach es nicht strafbar ist, einem Gelähmten die Zyankalikapsel auf die Zunge zu legen, die dieser dann freiverantwortlich schluckt.

Dies bedeutet, dass reine Hilfshandlungen im Vorfeld der Selbsttötung grundsätzlich straffrei sind, da Sie selbst kein Tötungsdelikt darstellen und die Selbsttötung im strafrechtlichen Sinne nicht teilnahmefähig ist.

Allein das Verbringen an einen anderen Ort ist danach grundsätzlich nicht strafbar. Aber ACHTUNG: Ich kenne die konkreten Umstände nicht. Ich muss daher darauf hinweisen, dass eine Strafbarkeit z.B. dann nicht ausgeschlossen werden kann, wenn Sie Ihren Vater damit einer notwendigen medizinischen Versorgung entziehen würden oder Sie ihn alleine lassen und darin aufgrund von Hilflosigkeit etc. eine strafbare Aussetzung gesehen werden kann.

Auf gar keinen Fall dürfen Sie diese Antwort also als "Freifahrtsschein" auffassen, aus der Sie Ihre Straflosigkeit ableiten können. Diese Antwort kann nicht über einen Überblick über die grundsätzliche Rechtslage hinausgehen.

Ich muss also dringend dazu raten, auf jeden Fall das konkrete Vorhaben in allen Einzelheiten mit einem Rechtsanwalt zu besprechen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie haben mir sehr geholfen. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER