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Heizung/Warmwasserabrechnung


20.08.2007 19:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir wohnen in einem Haus mit zwei Mietparteien, wir wohnen im EG!
Beide Mietparteien werden von einer Heizungsanlage versorgt die beide Wohnungen mit Warmwasser und Heizung versorgt!
Es gibt dafür keine getrennten Kreisläufe, d.h. es fehlen Wärmemengenzähler und Wärmezähler!
Somit kann durch die Vermieterin nicht verbrauchsabhängig abgerechnet werden!
Sie misst von außen! an den 4 Öltanks mittels Zollstock wieviel Öl nachgefüllt bzw. verbraucht wurde und rechnet daraus den Verbrauch für beide Mietparteien!
Der Verbrauch wird von Ihr 3/5 für uns (da wir 120 qm Wohnung haben) und 2/5 für zweite Mietpartei (80 qm) abgerechnet!
So steht es bei uns auch im Mietvertrag drin!

Da unsere letzte Betriebskostenabrechnung ziemlich erhöht war was Heizkosten und Warmwasserkosten betrifft, recharchierte ich im Net in diversen Gesetztestexten.

Dort las ich jedoch in der Heizkostenverordnung, dass sobald zwei o. mehr Wohnungen von einer Heizungsanlage versorgt werden, der Vermieter verpflichtet ist, verbrauchsabhängig abzurechnen.
Er muss Erfassungsgeräte anbringen um so eine verbrauchsmässige Abrechnung zu gewährleisten!
Dies sei zwingend und somit auch nichts anderes im Mietvertrag vereinbart werden kann!

Nun wissen wir nicht ob wir unserer Vermieterin auf die Füße treten können damit Sie Erfassungsgeräte bereitstellt, da wir aufgrund der hohen Kosten wissen wollen wieviel wir tatsächlich verbraucht haben!
Auch da die Heizanlage/Heizkörper schon 30 Jahre alt ist und Mängel aufweist, sowie eine 30 Jahre alte Fußbodenheizung in unserer Wohnung vorhanden ist, die ziemlich "frisst"!

Ist es denn korrekt das Sie verbrauchsabhängig abrechnen muss oder so wie sie es jetzt handhabt mit 3/5, 2/5?????
Denn so wissen wir ja nicht was wir wirklich verbrauchen ;(

Vielen Dank!

MFG

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Richtigerweise ist die Vermieterin in Ihrem Fall verpflichtet, verbrauchabhängig abzurechnen.
Nur in Ausnahmefällen ist der Vermieter von der Pflicht, Wärmeerfassungs-Geräte anzubringen, befreit. Zum Beispiel dann, wenn die "Zähler" nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten angebracht werden können. Dies müßte die Vermieterin darlegen.

Kommt die Vermieterin Ihrer Verpflichtung zur verbrauchabhängigen Abrechnung nicht nach, können Sie die Kosten um 15 % kürzen, § 12 KeizkostenV.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.08.2007 | 21:15

Also, wenn ich sie richtig verstanden habe sind die 15% von den gesamten monatlichen Nebenkosten abzuziehen?? Oder Nur von den Warmwasser bzw. Heizkosten?

Eine andere Frage die sich noch stellt, ist können wir diese Kosten auch Rückwirkend kürzen? Und wenn ja, können wir auch die Kosten wieder einfordern, von der Nebenkostenabrechnung des vergangen Jahres (welche wir ja eigentlich schon anerkannt haben mit unserer Unterschrift).
Da wir im Internet gelesen haben, dass der Vermieter keine Forderung (Heizung/ Warmwasser) stellen kann, da er keinen Beleg (Zählerstände) für den genauen Verbrauch hat. Verhält sich dies so richtig?

Wir danken Ihnen für Ihre Mühe.

Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.08.2007 | 22:11

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Nachfrage.

1) 15 % sind von den verbrauchsabhängigen Kosten für Wärme/ Warmwasser abzuziehen.

2)Grundsätzich können Sie gegen die Betriebskostenabrechnung 12 Monate ab Zugang der Abrechnung Einwendungen erheben. Vorliegend könnte dies Frist sogar noch nicht zu laufen begonnen haben, da keine ordnungsgemäße Abrechnung erstellt worden ist.
Für das laufende Abrechnungsjahr können Sie eine Kürzung auch rückwirkend vornehmen, für die Nebenkostenabrechnung des vergangenen Jahres steht einer Rückforderung die durch Ihre Unterrschrift anerkannte Nebenkostenabrechnung entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

Günthner
Rechtsanwalt

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